Ich habe fertig! (Tag 7)

 

@Sonja: Hömma Liebelein, wenn Du mit dem Lesen nicht hinterherkommst, dann lass Dir doch nicht von Ver-rückten vorschreiben, was Du zu lesen hast, Herzchen.

Pass ma uff, jetzt wirste zwangstherapiert, dann weisste auch, was ich damit meine. So und um Missverständnissen vorzubeugen: Die Welt ist mein Zeuge.

Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich. Lest mal die Zeit. Wirklich, die Zeit solltet ihr euch nehmen. (So macht man übrigens double bind, aber das könnt ihr ja schon.)

Und googlet selber, ihr faulen Luschen, ich bin nich eure Tippse!

Ich glaube, wir verstehen uns. Kontaktformular kennt ihr ja mittlerweile dann auch. Lieber Finger von, Kinners, der Papa muss dringend inne Heia und beim Schlafen darf er nicht gestört werden. Einen Tag die Woche werdet ihr ja wohl mal ohne mich auskommen können. Wenigstens am Sonntag. Der Sonntag ist nämlich der Tag des Herrn, oder deutlicher. SONNTAG IST RUHETAG, ALSO RUHE DA OBEN ODER MUSS ICH EUCH ERST ZWANGSTHERAPIEREN IHR SCHNITZELKLOPFER MIT EURER SCHEISSDAUERBAUSTELLE DA!!! WENN IHR IHR EUCH NICHT BALD BEI MIR ENTSCHULDIGT, IHR ARSCHGEIGEN, UND AUFHÖRT MICH ANZULÜGEN, DANN KANN ICH AUCH MAL MIMIMI BEI DER SAGE MACHEN. ICH LASSE MICH NICHT GERN FÜR DUMM VERKAUFEN. WISST IHR EIGENTLICH, DASS ICH EUCH BEIM FICKEN HÖREN KANN? SOLL ICH EUCH MAL NEN HANDWERKER HOCHSCHICKEN UND NE KAMERA INSTALLIEREN BEI EUCH? VERGESST ES EURE SCHEISSVANILLANUMMER KANN ICH NICHT GEBRAUCHEN UND MAL EHRLICH: Friedlich hatten wir ja schon versucht. Also nächstes mal gehe ich mit der ganzen Bagage einfach mal eins höher und erklär denen, warum ich nicht schlafen kann und wisst ihr was? Die sind dann alle auf meiner Seite. So!

Und jetzt hab ich ne schöne Wichsphantasie, da brauch ich nimmer Hand anlegen, da komm ich schon beim Schreiben und wenn ich mir dann vorstelle, dass wir es in aller Öffentlichkeit miteinander treiben und euch keiner glauben wird, dann wisst ihr auch mal endlich, wer hier wenn beobachtet und jetzt ist hoffentlich endlich Ruhe im Karton, sonst sehe ich mich gezwungen, noch ein Stockwerk höher zu eskalieren. Und was dann passiert, muss ich euch ja nun nicht wirklich noch erklären, oder? Falls euch das wirklich entgangen sein sollte: Ich bin nicht total bekloppt, das ist eure versaute Phantasie. Wenn ich mir in die Karten gucken lasse, dann mache ich das mit Absicht. Das ist nen freundlicher Wink mit dem Zaunpfahl. Aber wer nicht hören will, der muss dann eben gedankenvergewaltigt werden oder so ähnlich. Bastelt euch selber euer Happy End, dafür bin ich nicht zuständig.

So, Herr Jost, begreifst Du jetzt, was der Herr Kollege mir angetan hat mit seiner Tipperei? Aber für ausführlich habt ihr ja keine Zeit…. Tja, dann halt nicht. Dachte ihr wollt mir helfen. War ja nur ne Einladung. Wer nicht will, der hat schon. Dann lutscht eure Pillen selber und therapiert euch gegenseitig und ich penne wann ich will und so können wir dann mal zusammenkommen an irgendeinen Tisch, egal ob rund oder eckig, aber ihr wollt mich ja nicht mitspielen lassen oder warum sonst muss man sich bei euch um die Betten prügeln und erst Pillen fressen, damit man bei euch übernachten darf?

Einvernehmlich ist wohl nicht so eure Sache, was? Das kannst ja auch gleich sagen, dann wirste eben zwangstherapiert. Machen wir doch gerne…. Da hätteste aber auch einfach fragen können. Ich tu Dir doch nix, ich will doch nur spielen… Therapeutisches Rollenspiel halt. Meine Fresse, manche haben aber auch ne extralange Leitung. Naja, die glauben mir ja nicht, wenn ich mich zu erkennen gebe, dann kann ich nicht anders. Selber schuld, wenn ihr mich für verrückt halten wollt. Mir ist das nämlich egal, wer mir sonst noch so hinterherlatscht, ich kann auch auf mich selber aufpassen. Und zählt mal meine Follower, 12 ist doch ein Witz dagegen, oder? Den hab ich auf jeden Fall über, also kann ich ja nur noch Godfather himself sein.

Und morgen früh sag ich dann einfach, ich hatte einen feuchten Traum und diesmal versaut ihr mir den nicht, sonst werdet ihr zum Hauptdarsteller in der Opferrolle.

Und mit dem Gedanken kann ich jetzt auch ruhig einschlafen, da habe ich dann keine Angst mehr. So mache ich das, Herr Doktor, aber Du hast ja keine Lust, mehr als die ersten beiden Sätze zu lesen und ich Dir schon anbiete, ne Kopfkinofilmrolle auszusuchen, solltest Du eigentlich artig danke sagen und nicht so tun als wär ich ein kleines Kind, das alleine Angst im Dunkeln hat und bei Mama aufm Arm will, denn solange Du das nicht kapierst, bleibst Du in der Täter_innen-Rolle, aber vielleicht fragt Dich mal eines Tages ein Reporter, was Du so über mich denkst und dann ist mir das egal, was Du denen für Märchen erzählst, weil in meinem Abschiedsbrief ganz deutlich zu lesen ist, dass Du mir das so gesagt hast, dass ich das so machen soll und wenn Dein Chef ausm Urlaub wieder da ist, dann – ja dann… für den Fall überlege ich mir das doch noch mal und dann bleibe ich doch sicherheitshalber konfessionslos, sonst weiß ich nicht, wie die Geschichte weitergeht.

Und deshalb lasse ich das Ende der Geschichte nun an dieser Stelle, sicherlich im Interesse aller, ganz bewusst offen. Nur für den Fall, dass der Arzt das doch nicht böse meinte. Dann können wir nämlich alle gemeinsam zurückrudern in unserem gemeiinsamen Bötchen, gelle. Vielleicht geht ja mein Wunsch auch so in Erfüllung, ohne dass ich nochmal zum Arzt muss. Abwarten und Teetrinken. Baldriantee, sicherheitshalber. Nee, nix da. Ich geh selber in die Küche, sonst kann ich mich wieder nicht dran erinnern, wo ich war. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser.

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Die Diagnose F64.0 vs. Lebensrealität von trans*

Es wird Zeit, auch die „Altlasten“ aufzuarbeiten. Anfang Mai habe ich die Transtagung in München besucht und hatte aus diesem Anlass eine Aktionswoche gestartet. Nun habe ich euch noch einiges aus den von mir besuchten Workshops zu berichten.

Ich denke, dass viele Menschen, die sich niemals mit der Thematik auseinandersetzen mussten, überhaupt keine Vorstellung davon haben, welche Steine Transmenschen heute immer noch in den Weg gelegt werden.

Ähnlich dem Umstand, dass viele (zumeist heterosexuellen) Menschen nicht wissen, dass Schwule kein Blut spenden dürfen einfach aufgrund ihrer offen eingeräumten sexuellen Präferenz – ganz klarer Fall von Diskriminierung, aber nicht das Wichtigste auf der (schwulen) Agenda, da dies ja in erster Linie der (heterosexuellen) Mehrheit der Bevölkerung schadet und nicht den Schwulen selbst.

Als ich im Jahre 2008 dem inneren Druck nicht mehr standhalten konnte und mich zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen entschied, was auch immer damit auf mich zukommen würde, war das ganz klar eine Entscheidung für mein Leben. Die theoretische Alternative wäre für mich gewesen, mein Leben auf andere Weise zu beenden. Anders als für meinen Urgroßvater ist für mich der Freitod nie eine wirkliche Option gewesen.

Ausführlich kann mein gesamter Weg der Geschlechtsangleichung in allen Schattierungen mit Höhen und Tiefen in der Kategorie TransWeg nachgelesen werden.

Ganz kurz ein Überblick über meinen Weg für thematische Neueinsteiger:

  1. Therapeut suchen, da der Therapeut die Indikation für die Hormone ausstellt und somit dem Endokrinologen die Verantwortung abnimmt. Ohne 18 Monate Therapie keine Kostenübernahme durch die Krankenkasse für OPs. Ohne Diagnose keine Hormone und keine OPs, mit F-Diagnose allerdings auch für die nächsten fünf Jahre keine Versicherung mit Gesundheitsfragen mehr. Therapeuten haben idR lange Wartelisten, was umso grausamer ist, wenn man sich erst dann zu einem Besuch durchringen kann, nachdem man seine Entscheidung zu einer Angleichung bereits getroffen hat.
  2. Selbsthilfegruppe (auf)suchen, da die Therapeuten idR nicht persönlich betroffen sind und daher manche Fragestellungen und Gedankengänge nicht nachvollziehen können. Zudem verweisen viele der Personen, die die sogenannte Begleittherapie übernehmen auch an die Selbsthilfegruppen. In den Gruppen erfährt man, welche Gutachter empfohlen werden, welche Ärzte trans*sensibel sind und trifft auf eine Peergroup, die sehr viel Halt für die Zeit der Transition und darüber hinaus geben kann.
  3. Antrag auf Vornamens- und Personenstandsänderung stellen und dem Gericht zwei Gutachter vorschlagen. Diese Gutachten wird später die Krankenkasse zur Vorlage beim MDK verlangen, obwohl sie darauf kein Anrecht haben – ist billiger, da das Gericht oder der Antragsteller die Kosten dafür trägt. Auf diese Weise verschränken sich die ursprünglich getrennten Angleichungsprozesse der rechtlichen und medizinischen Ebene. Die soziale Ebene geht ohnehin mit beiden einher. Den Antrag bei der Krankenkasse erst nach Ablauf der anderthalb Jahre Therapie stellen, weil sonst postwendend eine Ablehnung erfolgt.
  4. Warten. Auf den Therapieplatz, auf die Antwort des Gerichts, auf die Indikation für Testo, auf den ersten Termin beim Endo, auf das Wirken der Hormone, auf die Erstellung der Gutachten, auf die Kostenzusage der Krankenkasse, auf den OP-Termin. Warten, warten, warten. Ich hatte Glück; bei mir ging der Papierkram innerhalb von zwei Jahren über die Bühne und ich brauchte danach (auch dank der therapeutischen Begleitung infolge der Psychose) nur noch vier Jahre, um mich in der neuen Geschlechtsrolle zurechtzufinden. (Natürlich gibt es auch Menschen, die einfach nur trans* und nicht psychisch krank sind. Diese kommen ganz anders zurecht, wenn sie nicht wie ich durch den Prozess erkranken.)

In diesem Beitrag geht es mir rund um die Diagnose F 64.0 Transsexualismus mit ihrer Auswirkung auf den Lebensalltag auf Antragsteller_innen geschlechtsangleichender Maßnahmen (2009 bis heute) während der Transition und um die Frage der Treffsicherheit der zugrundeliegenden Diagnosekriterien.

2009 wurden ohne Teilhabe von Transleuten Behandlungs- und Begutachtungsrichtlinien für die Medizinischen Dienste der Krankenkassen erlassen. Diese wurden 2010 publiziert in „blickpunkt der mann Wissenschaftliches Journal für Männergesundheit“.

Die Folge – abgesehen von der Verschleppung sämtlicher in 2009 gestellter Anträge auf Kostenübernahme wegen geschlechtsangleichender Maßnahmen – sind starre Fristen, Therapiezwang und ein sogenannter „Alltagstest“ (nichts anders als ein erforderliches Zwangsouting u.a. beim Arbeitgeber, da man bei abweichenden Geschlechtsmerkmalen nicht testen kann, wie es denn wäre, wenn es denn anders wäre.)

„Die Diagnose F64.0 vs. Lebensrealität von trans*“ weiterlesen

Geschichte der Transsexualität

per scientiam ad iustitiam

(lat: „per Wissenschaft zur Gerechtigkeit“, Lebensmotto von Magnus Hirschfeld und Inschrift auf seinem Grabstein)

Magnus Hirschfeld (1868-1935) ist als Arzt und Sexualforscher die erste Schlüsselfigur, wenn es um Geschlechter jenseits der Binarität geht und prägte 1910 den Begriff Transvestit für Personen, die Kleidung des „anderen“ Geschlechts tragen. Aufgrund des § 175 führte er den sogenannten Transvestitenschein ein – ein früher Vorläufer des noch heute gebräuchlichen dgti-Ausweises.

Nach Magnus Hirschfeld, der auch die Homosexuellenbewegung mitbegründete, ist unter anderem auch das mhc in Hamburg benannt – eben das magnus-hirschfeld-centrum. Sein Buch „Die Transvestiten“ und andere seiner Werke sind als Digitalisate kostenlos einzusehen in der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin.

Harry Benjamin (1885-1986) war Endokrinologe und forschte zum Thema Transsexualität. Er war der erste, der Transsexuelle von Transvestiten abgrenzte und er führte die erste Hormonbehandlung durch. Von ihm stammt das Buch „Das transsexuelle Phänomen“. Er beschrieb erstmals Behandlungsrichtlinien für Transleute.

Erst 1979 gab es die ersten Standards of Care, die unter Mitwirkung Transsexueller entstanden. 1997 gab es erstmals auch in Deutschland Behandlungsrichtlinien. Aktuelle Richtlinien sind die SOC V7 2011 WPATH Standards.

Georges Burou (1910-1987) war Gynäkologe und der erste Chirurg, der regelmäßig genitalangleichende Operationen bei Transfrauen durchführte. Er hat somit die sogenannte Mann-zu-Frau-Vaginoplastik grundlegend beeinflusst.

John Money (1921-2006) ging in die Geschichte ein durch eine fehlgeschlagene geschlechtliche Zwangszuweisung und Sozialisierung: Traurige Berühmtheit erlangte der Fall David Reimer, der am 04. Mai 2004 mit 38 Jahren Suizid beging. Er war mit Penis und Hoden geboren, aber aufgrund einer misslungenen medizinisch indizierten Beschneidung hatte Money den Eltern des Jungen dazu geraten, ihr Kind einer feminisierenden Operation unterziehen zu lassen und ihn einfach als Mädchen aufzuziehen.

Ausführlicher Bericht (BBC). Dieser Fall beweist, dass Geschlecht nicht anerzogen werden kann.

Sigusch et. al beschreiben 1979 die Leitsymptome von Transsexualität und verwenden Begriffe wie „stark gestört“.

Auch im amerikanischen DSM V (2013) gilt Genderdysphoria als psychische Störung.

Im für Deutschland maßgeblichen ICD-10-GM ist die Diagnose F 64.0 Transsexualität gegenwärtig noch als Geschlechtsidentitätsstörung unter den Persönlichkeitsstörungen eingeordnet.

Der aktuelle ICD-11-Entwurf enthält dagegen ein neues Kapitel für „die Sexualität betreffenden Gesundheitszustände“ und wird voraussichtlich 2019 verbindlich. Damit scheint das Ende der Psychopathologisierung transsexueller bzw. transidenter Menschen in greifbarer Nähe.

Im Oktober 2015 formulierte der Weltärztebund ein Statement, nach dem trans* keine psychische Störung ist, aber dennoch Unterstützung benötigt wird. Statement on Transgender People, hierzu Artikel auf queer.de.

4. Schweizer Transtagung „Ich bin ich“ 03.-04.09.16

Am ersten Septemberwochenende (3.-4.09.16) findet die 4. Schweizer Transtagung in Sursee unter dem Motto „Ich bin ich“ „Je suis moi“ statt. Diese Tagung wird ausgerichtet vom Transgender Network Switzerland und wird dreisprachig (Tagungssprachen: deutsch, englisch, französisch) abgehalten.

Zur Webseite: Schweizer Transtagung

Leider werde ich nicht daran teilnehmen können, da die EX-IN-Ausbildung an demselben Wochenende beginnt. Ich werde also zu einem anderen Zeitpunkt meine Familie in der Schweiz besuchen.

 

Aktionswoche: Trans*Inter*-Tagung München

Ich bin zurück von meiner Reise nach München, wo ich an der diesjährigen Transtagung teilgenommen habe. Es handelte sich um eine Jubiläumsveranstaltung, da die Transtagung München nun schon das zehnte Jahr stattfand.

Diesmal ist daraus eine große, bundesweit von verschiedenen Initiativen getragene Veranstaltung geworden, die auch Programmpunkte zum Thema Intersexualität bereithält. Das Team der Hanse-Intersex-Trans*tagung  hier bei uns im Norden hat sich im Bereich zum Thema Recht eingebracht.  Deshalb, also wegen des Bezugs auf Intersexualität, lautet der korrekte Titel der Veranstaltung „Trans*Inter*-Tagung München“.

Dabei stehen die Sternchen für alle möglichen Varianten der Interpretation, wie das begonnene Wort fortgesetzt werden könnte. So sollen sich möglichst alle Menschen dieser Zielgruppe auch mitgemeint und angesprochen fühlen.

Einen Einstieg ins Thema trans* biete ich sowohl bei der Vorstellung der gleichnamigen Reihe hier im Blog (Neue Reihe: trans*) als auch über meine Seite TransMann.

Ich war bereits bei der Planung und Vorbereitung meiner Reise etwas aufgeregt und sehr gespannt darauf, was mich erwarten wird. Ich wollte frisch und ungefiltert meine Eindrücke von meiner Reise mit euch teilen.

Zur Nachlese:

Live während der Tagung:

Donnerstag  Schwule Sauna
Freitag  Intersexualität
Samstag  genitale Selbstbestimmung
Sonntag Ruhetag

Im Nachgang:

Auf der Strecke geblieben:

  • Die Diagnose F64.0 aus der Sicht der Behandler_innen (besuchter Workshop: Trans*Diagnose vs. Realität)
  • Peerberatung (besuchter Workshop: Psychosoziale Beratung)
  • Und immer wieder Grabenkämpfe: Sexismus (besuchter Workshop: Unisexismus – Versuch einer Verortung)
  • Körperarbeit (besuchter Workshop: LOVE yourself – DANCE yourself)

Derzeit in mir arbeitende Themen:

  • Tagebuchauszug zur Epithetik und gegenwärtige Krise

Hilfsmittel für Transmänner: Epithesen und andere Ersatzgenitale

Allgemein zum Begriff, damit nicht alle glauben, eine Epithese sei grundsätzlich in der Hose zu vermuten: Epithese (Wikipedia)

Da das einzige, wonach hier im Blog für mich erkenntlich gesucht wurde, das Stichwort Epithese ist, möchte ich hier einen Link geben: Epithetik und Transidentität (Die Seite ist ganz neu und befindet sich noch im Aufbau.)

Es gibt noch andere Hersteller von Epithesen für Transmänner, die ich aber nicht empfehlen kann und mit denen ich keine Erfahrungen habe. Informationen dazu finden sich im Forum des FTM-Portals.

Abgesehen von Epithesen gibt es noch andere Hilfsmittel für Transmänner, die entweder nur eine optische Funktion haben (Packer/Stuffer, die eine Beule in der Hose machen sollen) oder nur zum Penetrieren gedacht sind (Dildos mit Harness ) oder das Urinieren im Stehen ermöglichen sollen (Pinkelhilfen).

Die Kosten für solche Hilfsmittel werden mWn von der Krankenkasse übernommen insoweit die Kosten im Rahmen des Budgets von 500-800 Euro bleiben. Ohne Gewähr.

Ich denke, wenn man das Hilfsmittel ohnehin auf eigene Kosten angeschafft hat, kann man ja die Rechnung oder den Kassenbon bei der Krankenkasse einreichen und einfach mal schauen, ob die Kosten erstattet werden.

Alternativ kann man Krankheitskosten von der Steuer absetzen.

Die preiswerteste Pinkelhilfe, die ich zum Beispiel alleine im Wald einsetze, kostet 7 Euro. Ich hatte sie schon einmal vorgestellt, als ich über die Wanderung an der Oberalster berichtet hatte. Hier erhältlich: Pee off

Die Kosten für Genital-Klebeepithesen bewegen sich im mittleren vierstelligen Bereich. Das ist weitaus günstiger als eine genitalangleichende Operation und zudem reversibel.

Was mir noch fehlt, ist eine Lösung für den Alltag, so dass ich Pissoirs benutzen kann und dabei nicht auffalle. Ich möchte nicht gezwungen sein, mich permanent überall zu outen.

Geflüchtete erzählen

Der erste Workshop dieser von Manuel Ricardo Garcia geleiteten Tagung war ein spontan entwickelter, der einen Open Space (diese Lücken im Programm, die sich immer wieder ergeben, auch wenn man sie nicht einplant) besetzte.

Ibrahim Mokdad, der auch einen regulären Workshop anbot, und andere Queer Refugees erzählten aus ihrem Leben. Es war für mich nicht nur emotional, sondern auch kognitiv sehr anstrengend, da beschlossen wurde, das Gespräch auf Englisch zu führen, weil somit weniger übersetzt werden musste. Deshalb habe ich es leider nicht geschafft, wie gewohnt mitzuschreiben und ließ mich stattdessen voll auf seine sehr bewegende Geschichte ein.

Zunächst hatte ich mich gewundert, was für einen seltsamen Akzent dieser Mann mitbringt, bis mir anhand seiner Erzählung klar wurde, dass es sich um einen Sprachfehler handeln muss, der infolge der von ihm erlittenen Misshandlungen zurückgeblieben sein muss.

Er beschrieb, dass man bestraft wird, wenn man schwul ist, ohne irgendetwas getan zu haben. Das muss schlimmer sein als zu der Zeit des §175 bei uns – eher so wie zu der Zeit des 2. Weltkrieges, von der Lutz van Dijk in „Verdammt starke Liebe“ berichtete. (Ein Buch übrigens, das ich bisher nur zur Hälfte gelesen habe, da ich mich den dort beschriebenen Szenen der Folterung, die während der Lesung anklangen, nicht gewachsen fühlte.)

Ibrahim erzählte von seiner Flucht, die keine Sekunde von dem Gedanken an eine soziale Hängematte oder großen Reichtum in Deutschland geprägt war. Er wollte überhaupt nicht nach Deutschland. Er wollte in erster Linie eines: Überleben. Obwohl er schwul ist. Als Fluchtziel hatte er die Niederlande im Sinn, weil er wusste, dass man dort sehr tolerant und liberal ist.

Gestrandet in Köln wusste er gar nicht, was er daran hatte – bzw. was er davon gehabt hätte, wäre er nicht im Flüchtlingslager mit seinen heterosexuellen konservativen Landsleuten zusammengesperrt worden, die ebenfalls ihre ganz eigenen Gründe zu einer Flucht gehabt hatten.

So kam er denn eher vom Regen in die Traufe, denn diese Flüchtlingslager darf man nicht verlassen, solange die Papiere nicht fertig sind und wer je Hartz4 bezogen oder einen Antrag bei der Renten- oder Krankenkasse gestellt hat, weiß, wie scheußlich es sein kann, dem deutschen Behördenapparat ausgeliefert zu sein.

Der Amtsschimmel ist einfach kein Rennpferd und das sage ich als Verwaltungsfachangestellter (Fachrichtung Bundesverwaltung) mit aller Liebe, die mir zu Sachbearbeitern (von denen ich selbst einer war) nach dem Wechsel auf die andere Schreibtischseite noch geblieben ist.

Mittlerweile lebt Ibrahim nicht mehr im Lager und er darf sich – innerhalb Deutschlands – frei bewegen. Das würde sich für mich immer noch eingesperrt anfühlen und ich muss an die ostdeutschen Zweige meiner Familie denken, die noch „Bürger“ (oder „Inhaftierte“) der DDR gewesen sind.

Es sprachen verschiedene Menschen aus dem Libanon, aus der Ukraine, aus Syrien und aus Honduras.

Hier in Deutschland jammern wir wirklich mittlerweile auf sehr hohem Niveau, auch wenn dies berechtigt ist, da es im internationalen Vergleich auch Länder gibt, in denen es sich als nicht-binäre Person (zum Beispiel Schweden, das seit den 60er Jahren ein drittes Pronomen „herm“ für Inbetweens kennt) oder für die Zeit während oder nach der Geschlechtsangleichung angenehmer lebt oder wo bessere Operationen angeboten werden.

Da gruselt natürlich der Blick in ein Land, in dem Menschen aus dem Fenster geworfen werden, einfach weil sie schwul sind (Libanon).

Da schockiert es zu hören, dass junge Transfrauen sich aus Angst vor Missbrauch und anderen gewalttätigen Übergriffen zu Hause einschließen müssen, bis sie vollständiges Passing und dazu passende Papiere haben (Syrien).

Man möchte am liebsten in die Ukraine reisen, um den dortigen equality march zu unterstützen, aber wenn man am eigenen Leben hängt, lässt man es wohl doch lieber bleiben.

In Honduras wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon gute Fortschritte erreicht, auch wenn dort noch viel zu tun ist.

Da frage ich mich natürlich: Was kann ich tun? Wie kann ich Menschen in anderen Ländern helfen? Wie kann ich denen helfen, die hier bei uns bleiben – für unbestimmte Zeit oder auch nur vorübergehend?

Ibrahim hat uns gebeten, uns sichtbar zu machen, damit queere Flüchtlinge uns erkennen können. Das habe ich getan und eine Liste der Projekte, welche queeren Flüchtlingen helfen möchten, angehängt: Here I am

Zudem habe ich Ibrahim vorgeschlagen, gemeinsam ein Buch zu machen. Dafür suche ich schonmal Übersetzer_innen, weil mein Blog noch nicht sehr bekannt ist und ich davon ausgehe, dass es lange dauern wird, bis sich jemand meldet. (Bin sehr ungeduldig, Verzeihung.)

Ich denke, Übersetzer_innen zu sammeln kann nicht schaden. Die kann man immer mal gebrauchen, auch für andere Bücher. 😉

Auf der Seite TransMann findet ihr ab morgen eine Liste bisher erschienener Bücher zum Thema trans*, die natürlich nicht abschließend sein kann. Ich setze mich heute abend daran, sobald ich vom Tanzen zurück bin. Jetzt muss ich erstmal los, mich um meine Karriere als EX-IN-ler kümmern.

Lila Lisi und das Ding mit den Sternchen

Die beeindruckende Songwriterin* Lila Lisi hatte ich am Freitagabend leider nicht mehr live erleben können (da lag ich mit Brummschädel im Bett), aber glücklicherweise hat sie am Samstagabend erneut zu einem kleinen Konzert eingeladen. Sie* bezeichnete sich als „travelling Queery“ und sieht sich selbst mehr als storyteller als als musician.
Für euch, um euch einen Eindruck von Lisa Lisis Qualität zu verschaffen und weil mich dieser Text

She wanted to be a cowboy …

ganz besonders angesprochen hat:


(Lyrics „Falling in Love“ mit Tabs)
Als Kind war ich ja eine „sie“ und zu Karneval meistens Cowboy. 🙂
Auf ihrer* Webseite gibt es noch mehr zu hören: Lila Lisi

Exkurs: Das Ding mit dem Sternchen nach dem Pronomen oder Subjekt.

Lila Lisi hat sich selbst so erklärt: Ich bin keine Frau, aber ein Mann auch nicht.

Mein Ehemensch ist auch queer und auf die Frage „Bist Du m oder w?“ antwortet er* mit „Nein“, aber da er auf dem Papier ein Mann ist, bezeichne ich ihn auch entsprechend idR als meinen Ehemann* und mit männlichen Pronomen. Er* hat sich in dieser Rolle arrangiert, leidet aber sehr unter dem Sexismus in unserer Gesellschaft.

Das Sternchen fällt in der gesprochenen Alltagssprache nicht auf und stört somit niemanden, aber es zeigt im schriftlichen Ausdruck an: Ich weiß, dass Du mit „männlich“ nicht ausreichend beschrieben bist und nehme Dich über die Schublade hinaus wahr. Es macht diese Nicht-Binarität sichtbar.

Im Grunde ist es wie ein Hinweis auf eine Fußnote zu lesen und Menschen, die sich selbst (also ihren Namen) mit so einem Sternchen versehen, fordern damit dazu auf, einfach danach zu fragen, was es damit auf sich hat.

Nun habe ich Lila Lisi nicht gefragt, welches Schweinderl – Verzeihung, welche Pronomen – sie* denn gerne hätte. Vielleicht täte es auch ein herkömmliches „sie“ ohne Sternchen. Mit dem Sternchen bin ich gefühlt auf der sicheren Seite. Das sie ist meiner Empfindung und meinem Ordnungsverständnis nach eine Unterkategorie von sie*.

Um das alles korrekt abzubilden müsste ich nun bei den Geschlechtsrollen in der Hierarchie meiner Kategorien wieder großes Durcheinander machen und alle Links überarbeiten. Dazu bin ich ehrlich gesagt zu faul.

Denkt euch also bitte dieses:

  • Geschlechtsrollen
    • Frau*
      • Frau
    • Mann*
      • Mann
    • nicht-binär
      • Mensch

Später mehr über den Workshop zum Thema Unisexismus…

Aufkleber-Postkarte von TROUBLE X

Love yourself!

Liebe Alle,

ich möchte einmal ganz vernehmlich auf die Bremse treten und ganz demonstrativ die Verarbeitung der vielen Eindrücke durch die Tagung entschleunigen. Aufgenommen habe ich gestern drei verschiedene Workshops, aber in mir arbeitet noch die gestrige Eröffnung.

Love yourself! ist das Motto der diesjährigen Tagung.

Es geht um Akzeptanz, Sichtbarkeit und Selbstliebe. Selbstliebe ist die Grundlage für Akzeptanz. Erst wenn ich mich nicht mehr selbst stigmatisiere, kann ich auch erwarten, dass die Menschen in meinem Umfeld diese Schwingung aufnehmen und mir entsprechend rückmelden, dass ich angenommen und angekommen bin. So löst sich dann auch das Stigma im Außen.

Ein Vertreter (oder vielleicht sogar der Leiter) des Feierwerks, dessen Namen ich als Thomas erinnere, (Google sagt: stimmt so, Thomas Kart ist einer der stellvertretenden Geschäftsführer des Feierwerks), Thomas Kart gratulierte uns zu unserer Sichtbarkeit, nachdem Manuel Ricardo Garcia (unter dessen Namen diese Veranstaltung angemeldet ist) die zehnjährige Tagungsgeschichte umschrieben hatte.

Ich bin sehr froh, mich zur diesjährigen Teilnahme an der Tagung entschlossen zu haben, auch wenn ich – und das gehört für mich wiederum zur Selbstliebe – mir sehr viele Alleinzeiten nehmen muss, welche ich allerdings inzwischen genießen kann und nicht mehr als notwendiges Übel aufgrund meiner Behinderung erachte.

Gestern habe ich darüber nachgedacht, dass der Begriff disabled doch nicht so verkehrt ist, um auszudrücken, dass ich leider nicht am Workshop teilnehmen konnte, weil ich mich ins Hotel zurückziehen musste, um mir den aus gesundheitlichen Gründen so dringend benötigten Schlaf zu gönnen. Das ist wirklich ein Augenblick, in dem ich akut disabled bin.

I don’t want praise, I don’t want pity

(Gloria Gaynor in „I am what I am“ (Lyrics))

Jan Suren Möllers aus Berlin (Trans*Tagung Potsdam: „Trans*Vielfältig“) zitierte Gloria Gaynors Hit, um das Spannungsfeld aus unerwünschtem Mitleid und ebenso unerwünschter Heraushebung aus der Masse aufgrund einer Besonderheit zu skizzieren, das mE alle von Diskriminierung und Stigmatisierung bedrohten Menschen beschäftigt.

Das ist nicht nur bei geschlechtlicher Selbstbestimmung und Identität relevant, auch im Zusammenhang mit der Frage, wie sehr ich mich be-hindern – auch von mir selbst. Eine für Trans*leute so typische Anekdote schilderte er, die im Saal zu Gelächter führte, auch wenn man genausogut darüber weinen könnte.

Jan Suren hatte seinem begleitenden Psychotherapeuten seinerzeit (für Unwissende: Es handelt sich um aufgezwungene Therapien, die Voraussetzung sind, damit die Krankenkassen die Kosten für die geschlechtsangleichenden Maßnahmen übernehmen) seine persönliche Lebenssituation geschildert und seinen Wunsch nach geschlechtsangleichenden Maßnahmen Ausdruck verliehen und daraufhin antwortete dieser Psychologe ihm:

Das hört sich ja alles sehr schlüssig an, aber ich sehe bei Ihnen keinen großen Leidensdruck.

Dies hängt wiederum sehr stark damit zusammen, wie die Diagnose F 64.0, welche auch ich mir erkämpfen musste, beschrieben ist.

(Heute habe ich u.a. einen Workshop besucht, der genau dieses Problem aufgreift. Dazu später mehr.)

In meinem Fall führte die Erwartungshaltung, ich solle bitte schön einen angemessenen Leidensdruck haben, damit es auch gerechtfertigt ist, dass die Allgemeinheit die Kosten für eine Verbesserung meiner Lebensqualität trägt, dazu, dass ich diesen Leidensdruck in Form einer mittelschweren bis schweren Depression entwickelte.

Hieran wird vielleicht auch für bisher unbeteiligte Cis*menschen deutlich, unter welch gr0ßem Druck, sich immer wieder legitimieren zu müssen, Trans*leute oder zumindest Transitionierende (dh. aktuell in einem Prozess der Geschlechtsangleichung befindliche Menschen) einen nicht unbeträchtlichen Lebensabschnitt lang stehen. Dieser Legitimierungsdruck ist hauptverantwortlich für eine gewisse Dünnhäutigkeit aller Beteiligten, aufgrund derer es immer wieder zu gelegentlichem friendly fire innerhalb der Trans*Szene kommt. Im Kleinen wie im Großen.

Das macht natürlich nach außen hin einen unschönen Eindruck als wollten wir alle unser eigenes Süppchen kochen. Dem ist nicht so, wie das Entstehen des Bundesverband Trans* im letzten Jahr und das augenblickliche Gelingen dieser bundesweit getragenen Tagung unterstreichen. Jan Suren appellierte abschließend daran, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen.

Auch mit der eingeforderten political correctness kann man es übertreiben und manchmal ist auch etwas Nachsicht und Verständnis für das Gegenüber angebracht.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass heute der internationale Tag für geschlechtliche Selbstbestimmung ist, wie ich bereits gestern ausführte.

Nun habe ich sowohl die Situation vieler Trans*leute angerissen als auch typische Probleme inter*sexueller Menschen beschrieben. Daher ist es an der Zeit, die Brücke zu schlagen und auf das gemeinsame Element hinzuweisen:

Auch Tobias Humer (VIMÖ) aus Österreich hielt (zusammen mit Gabriele Rothuber von der HOSI Salzburg) am Donnerstag eine Eröffnungsrede. Er erzählte, dass er zu einer Frau gemacht wurde, die er nie war und sich dann schließlich für die männliche Geschlechtsrolle entschied. Das ist ganz ähnlich zu meiner eigenen Geschichte und spiegelt mein Erleben wieder, nur dass es in meinem Fall keine Täter_innen gibt, weil ich in diesem weiblichen Körper geboren wurde.

Wir beide wünschen uns Normalität. Normalität jenseits der Normen.

7. Mai: Internationaler Tag für genitale Autonomie

Am Samstag ist wieder weltweiter Tag für genitale Autonomie. Aus diesem Grund entschuldige ich mich bei den ungeübten Leser_innen (gesprochen mit einer kleinen Pause zwischen „Leser“ und „innen“, um die Lücke hörbar zu machen) – entschuldige ich mich nicht für die ungewohnte und daher womöglich anstrengende oder gar abschreckende Schreibweise mit Gender_Gaps und Sternchen*.

Nie gehört vom Welttag für genitale Selbstbestimmung? Davon habe ich selbst erst durch die Eröffnungsreden zur diesjährigen trans*inter*tagung 2016 in München erfahren. Genitale Selbstbestimmung beschäftigt jedoch nicht nur trans*- und inter*sexuelle Menschen.

Am 7. Mai 2012 bewertete das Kölner Landgericht eine medizinisch nicht indizierte „Beschneidung“ an einem nicht einwilligungsfähigen Jungen als eine Straftat.

(Quelle: Worldwide Day of Genital Autonomy)

Die Religionsmündigkeit gibt es zumindest auf dem Papier in Deutschland ab dem 14. Lebensjahr. Es ist aber etwas anderes, ob ein Kind mit Weihwasser in Kontakt kommt oder mit einem Skalpell.  „7. Mai: Internationaler Tag für genitale Autonomie“ weiterlesen