Ich habe fertig! (Tag 7)

 

@Sonja: Hömma Liebelein, wenn Du mit dem Lesen nicht hinterherkommst, dann lass Dir doch nicht von Ver-rückten vorschreiben, was Du zu lesen hast, Herzchen.

Pass ma uff, jetzt wirste zwangstherapiert, dann weisste auch, was ich damit meine. So und um Missverständnissen vorzubeugen: Die Welt ist mein Zeuge.

Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich. Lest mal die Zeit. Wirklich, die Zeit solltet ihr euch nehmen. (So macht man übrigens double bind, aber das könnt ihr ja schon.)

Und googlet selber, ihr faulen Luschen, ich bin nich eure Tippse!

Ich glaube, wir verstehen uns. Kontaktformular kennt ihr ja mittlerweile dann auch. Lieber Finger von, Kinners, der Papa muss dringend inne Heia und beim Schlafen darf er nicht gestört werden. Einen Tag die Woche werdet ihr ja wohl mal ohne mich auskommen können. Wenigstens am Sonntag. Der Sonntag ist nämlich der Tag des Herrn, oder deutlicher. SONNTAG IST RUHETAG, ALSO RUHE DA OBEN ODER MUSS ICH EUCH ERST ZWANGSTHERAPIEREN IHR SCHNITZELKLOPFER MIT EURER SCHEISSDAUERBAUSTELLE DA!!! WENN IHR IHR EUCH NICHT BALD BEI MIR ENTSCHULDIGT, IHR ARSCHGEIGEN, UND AUFHÖRT MICH ANZULÜGEN, DANN KANN ICH AUCH MAL MIMIMI BEI DER SAGE MACHEN. ICH LASSE MICH NICHT GERN FÜR DUMM VERKAUFEN. WISST IHR EIGENTLICH, DASS ICH EUCH BEIM FICKEN HÖREN KANN? SOLL ICH EUCH MAL NEN HANDWERKER HOCHSCHICKEN UND NE KAMERA INSTALLIEREN BEI EUCH? VERGESST ES EURE SCHEISSVANILLANUMMER KANN ICH NICHT GEBRAUCHEN UND MAL EHRLICH: Friedlich hatten wir ja schon versucht. Also nächstes mal gehe ich mit der ganzen Bagage einfach mal eins höher und erklär denen, warum ich nicht schlafen kann und wisst ihr was? Die sind dann alle auf meiner Seite. So!

Und jetzt hab ich ne schöne Wichsphantasie, da brauch ich nimmer Hand anlegen, da komm ich schon beim Schreiben und wenn ich mir dann vorstelle, dass wir es in aller Öffentlichkeit miteinander treiben und euch keiner glauben wird, dann wisst ihr auch mal endlich, wer hier wenn beobachtet und jetzt ist hoffentlich endlich Ruhe im Karton, sonst sehe ich mich gezwungen, noch ein Stockwerk höher zu eskalieren. Und was dann passiert, muss ich euch ja nun nicht wirklich noch erklären, oder? Falls euch das wirklich entgangen sein sollte: Ich bin nicht total bekloppt, das ist eure versaute Phantasie. Wenn ich mir in die Karten gucken lasse, dann mache ich das mit Absicht. Das ist nen freundlicher Wink mit dem Zaunpfahl. Aber wer nicht hören will, der muss dann eben gedankenvergewaltigt werden oder so ähnlich. Bastelt euch selber euer Happy End, dafür bin ich nicht zuständig.

So, Herr Jost, begreifst Du jetzt, was der Herr Kollege mir angetan hat mit seiner Tipperei? Aber für ausführlich habt ihr ja keine Zeit…. Tja, dann halt nicht. Dachte ihr wollt mir helfen. War ja nur ne Einladung. Wer nicht will, der hat schon. Dann lutscht eure Pillen selber und therapiert euch gegenseitig und ich penne wann ich will und so können wir dann mal zusammenkommen an irgendeinen Tisch, egal ob rund oder eckig, aber ihr wollt mich ja nicht mitspielen lassen oder warum sonst muss man sich bei euch um die Betten prügeln und erst Pillen fressen, damit man bei euch übernachten darf?

Einvernehmlich ist wohl nicht so eure Sache, was? Das kannst ja auch gleich sagen, dann wirste eben zwangstherapiert. Machen wir doch gerne…. Da hätteste aber auch einfach fragen können. Ich tu Dir doch nix, ich will doch nur spielen… Therapeutisches Rollenspiel halt. Meine Fresse, manche haben aber auch ne extralange Leitung. Naja, die glauben mir ja nicht, wenn ich mich zu erkennen gebe, dann kann ich nicht anders. Selber schuld, wenn ihr mich für verrückt halten wollt. Mir ist das nämlich egal, wer mir sonst noch so hinterherlatscht, ich kann auch auf mich selber aufpassen. Und zählt mal meine Follower, 12 ist doch ein Witz dagegen, oder? Den hab ich auf jeden Fall über, also kann ich ja nur noch Godfather himself sein.

Und morgen früh sag ich dann einfach, ich hatte einen feuchten Traum und diesmal versaut ihr mir den nicht, sonst werdet ihr zum Hauptdarsteller in der Opferrolle.

Und mit dem Gedanken kann ich jetzt auch ruhig einschlafen, da habe ich dann keine Angst mehr. So mache ich das, Herr Doktor, aber Du hast ja keine Lust, mehr als die ersten beiden Sätze zu lesen und ich Dir schon anbiete, ne Kopfkinofilmrolle auszusuchen, solltest Du eigentlich artig danke sagen und nicht so tun als wär ich ein kleines Kind, das alleine Angst im Dunkeln hat und bei Mama aufm Arm will, denn solange Du das nicht kapierst, bleibst Du in der Täter_innen-Rolle, aber vielleicht fragt Dich mal eines Tages ein Reporter, was Du so über mich denkst und dann ist mir das egal, was Du denen für Märchen erzählst, weil in meinem Abschiedsbrief ganz deutlich zu lesen ist, dass Du mir das so gesagt hast, dass ich das so machen soll und wenn Dein Chef ausm Urlaub wieder da ist, dann – ja dann… für den Fall überlege ich mir das doch noch mal und dann bleibe ich doch sicherheitshalber konfessionslos, sonst weiß ich nicht, wie die Geschichte weitergeht.

Und deshalb lasse ich das Ende der Geschichte nun an dieser Stelle, sicherlich im Interesse aller, ganz bewusst offen. Nur für den Fall, dass der Arzt das doch nicht böse meinte. Dann können wir nämlich alle gemeinsam zurückrudern in unserem gemeiinsamen Bötchen, gelle. Vielleicht geht ja mein Wunsch auch so in Erfüllung, ohne dass ich nochmal zum Arzt muss. Abwarten und Teetrinken. Baldriantee, sicherheitshalber. Nee, nix da. Ich geh selber in die Küche, sonst kann ich mich wieder nicht dran erinnern, wo ich war. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser.

Geflüchtete erzählen

Der erste Workshop dieser von Manuel Ricardo Garcia geleiteten Tagung war ein spontan entwickelter, der einen Open Space (diese Lücken im Programm, die sich immer wieder ergeben, auch wenn man sie nicht einplant) besetzte.

Ibrahim Mokdad, der auch einen regulären Workshop anbot, und andere Queer Refugees erzählten aus ihrem Leben. Es war für mich nicht nur emotional, sondern auch kognitiv sehr anstrengend, da beschlossen wurde, das Gespräch auf Englisch zu führen, weil somit weniger übersetzt werden musste. Deshalb habe ich es leider nicht geschafft, wie gewohnt mitzuschreiben und ließ mich stattdessen voll auf seine sehr bewegende Geschichte ein.

Zunächst hatte ich mich gewundert, was für einen seltsamen Akzent dieser Mann mitbringt, bis mir anhand seiner Erzählung klar wurde, dass es sich um einen Sprachfehler handeln muss, der infolge der von ihm erlittenen Misshandlungen zurückgeblieben sein muss.

Er beschrieb, dass man bestraft wird, wenn man schwul ist, ohne irgendetwas getan zu haben. Das muss schlimmer sein als zu der Zeit des §175 bei uns – eher so wie zu der Zeit des 2. Weltkrieges, von der Lutz van Dijk in „Verdammt starke Liebe“ berichtete. (Ein Buch übrigens, das ich bisher nur zur Hälfte gelesen habe, da ich mich den dort beschriebenen Szenen der Folterung, die während der Lesung anklangen, nicht gewachsen fühlte.)

Ibrahim erzählte von seiner Flucht, die keine Sekunde von dem Gedanken an eine soziale Hängematte oder großen Reichtum in Deutschland geprägt war. Er wollte überhaupt nicht nach Deutschland. Er wollte in erster Linie eines: Überleben. Obwohl er schwul ist. Als Fluchtziel hatte er die Niederlande im Sinn, weil er wusste, dass man dort sehr tolerant und liberal ist.

Gestrandet in Köln wusste er gar nicht, was er daran hatte – bzw. was er davon gehabt hätte, wäre er nicht im Flüchtlingslager mit seinen heterosexuellen konservativen Landsleuten zusammengesperrt worden, die ebenfalls ihre ganz eigenen Gründe zu einer Flucht gehabt hatten.

So kam er denn eher vom Regen in die Traufe, denn diese Flüchtlingslager darf man nicht verlassen, solange die Papiere nicht fertig sind und wer je Hartz4 bezogen oder einen Antrag bei der Renten- oder Krankenkasse gestellt hat, weiß, wie scheußlich es sein kann, dem deutschen Behördenapparat ausgeliefert zu sein.

Der Amtsschimmel ist einfach kein Rennpferd und das sage ich als Verwaltungsfachangestellter (Fachrichtung Bundesverwaltung) mit aller Liebe, die mir zu Sachbearbeitern (von denen ich selbst einer war) nach dem Wechsel auf die andere Schreibtischseite noch geblieben ist.

Mittlerweile lebt Ibrahim nicht mehr im Lager und er darf sich – innerhalb Deutschlands – frei bewegen. Das würde sich für mich immer noch eingesperrt anfühlen und ich muss an die ostdeutschen Zweige meiner Familie denken, die noch „Bürger“ (oder „Inhaftierte“) der DDR gewesen sind.

Es sprachen verschiedene Menschen aus dem Libanon, aus der Ukraine, aus Syrien und aus Honduras.

Hier in Deutschland jammern wir wirklich mittlerweile auf sehr hohem Niveau, auch wenn dies berechtigt ist, da es im internationalen Vergleich auch Länder gibt, in denen es sich als nicht-binäre Person (zum Beispiel Schweden, das seit den 60er Jahren ein drittes Pronomen „herm“ für Inbetweens kennt) oder für die Zeit während oder nach der Geschlechtsangleichung angenehmer lebt oder wo bessere Operationen angeboten werden.

Da gruselt natürlich der Blick in ein Land, in dem Menschen aus dem Fenster geworfen werden, einfach weil sie schwul sind (Libanon).

Da schockiert es zu hören, dass junge Transfrauen sich aus Angst vor Missbrauch und anderen gewalttätigen Übergriffen zu Hause einschließen müssen, bis sie vollständiges Passing und dazu passende Papiere haben (Syrien).

Man möchte am liebsten in die Ukraine reisen, um den dortigen equality march zu unterstützen, aber wenn man am eigenen Leben hängt, lässt man es wohl doch lieber bleiben.

In Honduras wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon gute Fortschritte erreicht, auch wenn dort noch viel zu tun ist.

Da frage ich mich natürlich: Was kann ich tun? Wie kann ich Menschen in anderen Ländern helfen? Wie kann ich denen helfen, die hier bei uns bleiben – für unbestimmte Zeit oder auch nur vorübergehend?

Ibrahim hat uns gebeten, uns sichtbar zu machen, damit queere Flüchtlinge uns erkennen können. Das habe ich getan und eine Liste der Projekte, welche queeren Flüchtlingen helfen möchten, angehängt: Here I am

Zudem habe ich Ibrahim vorgeschlagen, gemeinsam ein Buch zu machen. Dafür suche ich schonmal Übersetzer_innen, weil mein Blog noch nicht sehr bekannt ist und ich davon ausgehe, dass es lange dauern wird, bis sich jemand meldet. (Bin sehr ungeduldig, Verzeihung.)

Ich denke, Übersetzer_innen zu sammeln kann nicht schaden. Die kann man immer mal gebrauchen, auch für andere Bücher. 😉

Auf der Seite TransMann findet ihr ab morgen eine Liste bisher erschienener Bücher zum Thema trans*, die natürlich nicht abschließend sein kann. Ich setze mich heute abend daran, sobald ich vom Tanzen zurück bin. Jetzt muss ich erstmal los, mich um meine Karriere als EX-IN-ler kümmern.

Angekommen beim ersten dicken fetten Meilenstein – soziale Angleichung abgeschlossen

Jemand schreibt mich übers dgti-Forum an, ich bekomme eine eMail, und erst dann fällt mir wieder ein, dass ich eigentlich trans bin und es mir eigentlich beschissen zu gehen hat.

Meine Antwort darauf, warum ich mich beim FTM-Portal auf „abwesend“ gesetzt habe und wo ich grade bin im Prozess:


Nein, im FTM-Portal ist nichts vorgefallen.

Es ist nur so, dass die Entwicklung in mir jetzt soweit vorangeschritten ist, dass ich transmüde bin und die soziale Angleichung als (fast) abgeschlossen betrachten möchte.

Ich habe inzwischen einen Alltag,[sic!]

in dem ich in der S-Bahn einpennen kann und mir zugerufen wird: „Junger Mann! Hier ist Endstation.“ Da muss ich mich dann erst wieder be-sinnen, bevor mir aufgeht, dass das so selbstverständlich gar nicht ist.

Beim Einkaufen an der Kasse reicht inzwischen auf die Frage „Ist das Ihre Karte?“ ein irritiertes „Wieso?! Was steht denn drauf?“, um das Mädel rot anlaufen zu lassen.

Was will man mehr? Solange ich mich in meine nicht-körperliche Welt (meine Gedanken, Studium, Forschung, Lesen, Internet, … ) zurückziehen kann, bin ich damit zufrieden.

Wenn ich dann konfrontiert werde mit dem Thema „Geschlecht“, dann zieht mich das runter. Wenn sogar jemand ganz aufgelöst und völlig durcheinander ist und unsicher über seine „Geschlechtsidentität“ und das alles – dann triggert mich das.

Meine Wahrheit habe ich gefunden und die will ich behalten.

Da gebe ich auch offen zu, dass ich Angst habe, durch Gedanken zur Dekonstruktierbarkeit der Binarität der Geschlechter und ähnliche Richtungen… mein Weltbild derart ins Wanken gerät, dass ich mich tatsächlich eines Tages einweisen lassen muss wegen „Störungen der Geschlechtsidentität“.

Deswegen nehme ich da etwas Abstand, zumal ich aufgrund des Studiums (bin mit vollem Eifer dabei in diesem Semester und leite zwei Projekte) mir die Zeit nicht nehmen mag.

Es gibt doch – jetzt endlich wieder – wichtigere Dinge als Transkrempel.

Wie ich bereits angedeutet hatte, habe ich mit den Leuten, die aus meiner Sicht nur trans sind (weil ich sie nicht darüber hinaus kennengelernt habe), jetzt kaum noch bis gar keinen Kontakt mehr.

Nein, die Zusage der KK liegt mir noch nicht vor. Mein Termin bei Schaff ist aber auch erst 2013; so gesehen hat die KK noch etwas Zeit. Die Titten stören mich – erstmal – nicht weiter.

Vom Leben abhalten lasse ich mich nicht und sie sind doch ein gutes Argument, keinen Sport machen zu müssen.

Viel mehr fuckt mich ab, dass ich nicht arbeiten darf bzw. unter diesen Umständen nicht will: Siehe hierzu meinen Blog-Eintrag zu meinen Problemen mit der Sozialversicherungsnummer.

Aber da werde ich jetzt, da mich Deine Nachricht an dieses Thema erinnert, auch tatsächlich anrufen. Danke dafür.

LG Hotte

PS: Und Dir?

_________________

Ich bestehe auf meinem Recht auf Imperfektheit.


Kim Schicklang hatte im FTM-Portal mal dazu aufgerufen, Menschenrechtsverletzungen bei ATME e.V. zu melden. Das habe ich eben genau da getan.

Damit ist das Thema für mich – erstmal – erledigt.

Die Operationen werde ich ohnehin vornehmen lassen, also wird der Richter früher oder später mein Geschlecht – dann auch aus seiner Sicht – anerkennen müssen.

Dann lege ich den Beschluss zur PÄ bei der Versicherung vor und so lange arbeite ich halt nicht. *shrugs

Wenn die (die Politiker | der Staat | die Gesellschaft | die Steuerzahler | die Arbeitnehmer | meine Nachbarn) das so haben möchten?!

Bitte, gern geschehen!


Antidepressiva ausschleichen war erfolgreich. 😀

Habe mich nur aufregen müssen, weil mich der Termin beim Psych überhaupt erst wieder an diesen Transkack und die ganzen Menschenrechtsverletzungen und all die überflüssigen prozessinhärenten* Demütigungen erinnert hat.

*Aufforderung zum Prozessmusterwechsel – again and again and again – irgendwann muss es klappen!

Also nochmal: Wir haben bereits eine SteuerID, die die Menschen lebenslang identifiziert. Da ist eine Sozialversicherungsnummer die ein (in meinem Fall auch noch falsches) Geschlecht ausweist, völlig antiquiert, obsolet, veraltet, überholt, altbacken, unangebracht und peinlich für den deutschen Rechtsstaat.

Nachtrag:

Mir gings derbe shice, als sich abzeichnete, was für einen Prozess ich durchlaufen muss und mir nicht einfach geholfen wird vom Onkel Doktor so wie das zB bei einem gebrochenen Arm der Fall wäre.

Im WS09/10 ging gar nichts mehr. Das war so etwa anderthalb Jahre nachdem ich mein Inting und kurz darauf das Outing hatte.

Und immer wieder fragten die Leute, was denn – wie es mein Lieblingsonkel so schön benannte – mein Projekt der Horstwerdung macht; wie der aktuelle Sachstand ist.

Und jedesmal, wenn mich das jemand fragte, musste ich feststellen, wie viele Knüppel mir zwischen die Beine geworfen worden waren und wie wenig ich vorangekommen war. Das frustrierte mich zusätzlich.

Damit will ich nicht sagen, dass man nicht fragen soll. Damit will ich herausstellen, wie kontraproduktiv es ist, dass dieser Prozess so schleppend und bürokratisch daherkommt – was Kim Schicklang so schön benennt  als Auswirkung der Psychopathologisierung.

Deutsche Rentenversicherung Bund zwingt mich zu einer Entscheidung zwischen meinem Recht auf Arbeit

Wenn der Postmann sich nicht an die Klingel traut….

/abschrift_beginn

Sehr geehrte(r)[sic!] Herr Nachname [sic!]

Ihre Krankenkasse hat uns über die für Sie durchgeführte Änderung Ihres Vornamens informiert und um Vergabe einer neuen Versicherungsnummer gebeten.

Wir sind gern bereit, der Bitte Ihrer Krankenkasse zu entsprechen. Hierfür ist die Vorlage eines richterlichen Beschlusses mit Rechtskraftvermerk erforderlich. Die vorliegenden Unterlagen reichen leider nicht aus. Wir bitten Sie daher, uns eine Beschlusskopie mit Rechtskraftbestätigung zu übersenden.

Sofern das Gericht die Rechtskraft in einem separaten Schreiben bestätigt hat, übersenden Sie uns  bitte davon eine Kopie.

Wir möchten Ihnen mit den nachfolgenden Ausführungen die geltende Rechtslage[sic!] verdeutlichen und auf die damit verbundenen Möglichkeiten hinweisen:

Die Versicherungsnummer in der gesetzlichen Rentenversicherung enthält in der sogenannten Seriennummer – das sind die ersten beiden Ziffern hinter dem Buchstaben – einen Hinweis auf das Geschlecht seines Inhabers (00 bis 49 männlich, 50 bis 99 weiblich).

Die Vergabe einer neuen Versicherungsnummer mit einer das andere[sic?!] Geschlecht kennzeichnende Seriennummre ist aus Rechtsgründen unzulässig

Das Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen (Transsexuellengesetzes – TSG-) unterscheidet[sic!] zwischen der alleinigen Änderung der[sic!] Vornamens (§§ 1 bis 4 TSG) und der gerichtlichen Feststellung, dass eine Person als dem anderen[sic!] Geschlecht zugehörig anzusehen ist (§§ 8 ff. TSG).[sic?]

Allein die Änderung des Vornamens nach den §§ 1 bis 4 TSG bewirkt nicht zugleich, dass der/die[sic!] Betroffene rentenrechtlich von der Änderung an als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen ist.

Es ist weiterhin das bisherige[?!] Geschlecht maßgebend.

In den Fällen, in denen eine Person nach § 8 ff.[sic!] TSG durch gerichtliche Feststellung als dem anderen[?!] Geschlecht zugehörig anzusehen ist, richten sich ihre vom Geschlecht abhängigen Rechte und Pflichten von der Rechtskraft der Entscheidung an nach dem neuen[sic!] Geschlecht, soweit durch Gesetz nicht anderes bestimmt ist. (§ 10 TSG).

Die gesetzliche Rentenversicherung hat in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung auch für die Personen, bei denen lediglich eine Namensänderung gemäß §§ 1 bis 4 TSG erfolgt ist, eine Lösung gefunden, die auch für diese Personen die Vergabe einer neuen Versicherungsnummer ermöglicht. Um auch in diesen Fällen eine richtige[sic!] Rechtsanwendung zu gewährleisten, muss zu der neuen Versicherungsnummer ein interner Hinweis aufgenommen werden, dass nicht das sich aus dieser Versicherungsnummer ergebende Geschlecht, sondern das frühere[sic!] Geschlecht maßgebend ist.

Mit freundlichen[sic?] Grüßen

/abschrift_ende

Es tut so weh! 

  • Dummheit tut wirklich verdammt weh.
  • Und zwar beiden Seiten.

Mir tut es weh, vom freundlich wiehernden Amtsschimmel derart misshandelt zu werden.
Und es schmerzt mich da eine ratlose Person zu sehen, die derart mit der Materie überfordert ist, dass sich zu Grammatik- und Interpunktionsfehlern auch noch so viele inhaltliche Fehler gesellen – und das nicht nur über das Phänomen Transsexualität – sondern die Deutsche Rentenverunsicherung[sic!] ist nicht einmal auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung. Und ich beziehe mich hier Ende März auf eine Entwicklung von Mitte Januar.

Das hätte man durchaus schonmal mitkriegen können, wenn man seine Hausaufgaben machen würde.

Ich werde die Sachbearbeiterin mal versuchen, ans Telefon zu kriegen, um folgende Fragen zu klären:

  1. Welche Unterlagen liegen denn bitteschön vor? Hellsehen kann ich auch nicht.
  2. Welchen Beschluss hätten Sie denn nun gerne? Den von der VÄ oder den von der PÄ oder den, dass ich einfach auf die Kohle scheisse, die Rentenversicherung – die ohnehin für mich nur noch gähnend leere Kassen haben wird – nen durchgeknallten Amtsschimmel sein lasse, mich aus dem System ausklinke und fortan ein fröhliches Leben führen werde?
  3. Welche Rechtslage spekulieren Sie sich denn da zusammen? Vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts können Sie ja noch nichts gewusst haben.
  4. Was Transsexualität ist, hatten wir neulich thematisiert, Kim hat es doch so schön auf den Punkt gebracht aber da sind wir seeehr[sic!] geduldig. -.-

dgti diskutiert Umgestaltung des rechtlichen und medizinischen Wegs

Seit gut einer Woche bin ich bei der dgti im Forum unterwegs.

Dort habe ich erfahren, dass es bereits 2007 von der dgti formulierte Eckpunkte für eine Reform des TSG gab. Ausserdem erhielt ich Kenntnis von einem Gesetzesentwurf der Grünen vom Juni letzten Jahres: Grünen-Fraktion will Transsexuellengesetz ersetzen.

Dieser Gesetzesentwurf ist natürlich schon ein gewaltiger Schritt nach vorne, aber das Gelbe vom Ei ist es noch nicht.

Zur Optimierung des medizinischen Wegs habe ich meiner Phantasie freien Lauf gelassen:

Es gibt einen Ausbildungsberuf des Transitionsbegleiters. Im Unterschied zum herkömmlichen Übergang (http://eltern.bonfig-team.de/uploads/da … iculum.pdf) mit Kindern ist diese Begleitung speziell auf den Umgang mit mehr oder minder erwachsenen Transleuten geschult.
TransBegleiter haben ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte der Transleute und stehen Transleuten in jeder Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite.
Die Kontaktaufnahme ist freiwillig.
Das Angebot umfasst:
[*] Beratung über Chancen und Risiken körperlicher Geschlechtsangleichung (grober Überblick, ersetzt nicht das individuelle Gespräch mit dem Operateur)
[*] Aufklärung über die Wirkungsweise von Geschlechtshormonen
[*] Besprechung von Möglichkeiten, ohne körperliche Angleichung zurechtzukommen
[*] Stylingtips und Passing-Feedback.
[*] Stimmtraining
[*] Unterstützung beim Papierkram (Anschreiben in Sachen VÄ, aber auch Antrag bei der KK)
[*] Bestätigungsschreiben für die Ärzte, dass Beratung in Anspruch genommen wurde

Das sind so in etwa die Leistungen, die ich für wichtig halte. So eine Begleitung hätte ich mir für meinen Weg gewünscht, musste mir jedoch alles zusammensuchen.
Natürlich möchte ich sämtliche Fristen abschaffen, die der MDK verhängt hat. Denn die machen mich krank.

Aber wie man das dann durchsetzen soll, das weiss ich leider auch noch nicht.

Sehr positiv überrascht bin ich übrigens, wie sehr sich inzwischen alles vernetzt, um eine angemessene rechtliche Regelung für alle intersexuellen und Transleute zu finden.

ATME e.V. hat bei Transgender World zum Aktionsbündnis aufgerufen und dgti e.V. spricht jetzt andere wie beispielsweise ATME e.V. und TriQ e.V., aber auch regionale Vereinigungen, gezielt an und lädt zu gemeinsamen Gesprächen ein.

Natürlich können nicht alle einzeln angesprochen werden, zumal es ja sicherlich auch Transleute gibt, die wie ich gar keinem Verein angehören – wer mitreden möchte, mag sich gerne (einfach im Forum an)melden.

Meine erste Podiumsdiskussion – Politik kann richtig lustig sein :D

Wie ich bereits beim Stammi erfahren hatte, ist das Magnus-Hirschfeld-Centrum (MHC) kein Kongresszentrum wie das CCH oder ähnliche grosse Häuser. Es hat vielmehr Kneipenatmosphäre, auch wenn im Saal tatsächlich eine Bühne aufgebaut war. Auf der sass ich diesmal nicht, sondern beobachtete das amüsante Schauspiel vom Publikum aus.

Moderation by Stefan Mielchen & Katrin Jäger

Das Thema der Veranstaltung lautete:

Was sagen die Parteien zur Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*?

Jedoch drehte sich das Gespräch in erster Linie um Geld. Ob man ein neues Gebäude bauen solle oder nicht doch lieber die bereits vorhandenen Infrastrukturen nutzen, ob die 90.000 Euro für die Jugendarbeit nicht zu wenig seien, ob man das Geld nicht lieber geschickter nutzen solle und natürlich müsse man die Haushaltslage bedenken und überhaupt eigentlich viel weniger mehr ausgeben, sondern mehr einsparen. Das übliche halt.

Über Gleichstellung wurde eigentlich überhaupt nicht gesprochen. Finde ich auch gut, denn ich will ja gar nicht gleichgestellt werden. Ich will so sein dürfen, wie ich bin und genau so als normal wahrgenommen werden – nicht als unnormal, aber gleichgestellt.

Stattdessen ging es um Diversifikation, um Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaften und – natürlich, das liebe Geld – um die Abschaffung des Ehegattensplittings. Von der Bühne hörte ich, Lesben würden gegenüber benachteiligt gegenüber Schwulen und gleichzeitig aus den Reihen hinter mir, dem sei überhaupt nicht so. Aber keine Sorge – richtig, das Geld wieder – natürlich zankte man sich darüber, ob nun Lesben stärker finanziell berücksichtigt werden sollten oder nicht.

Den ganzen Krempel fand ich bis hierher auch nur deshalb so lustig, weil es ständig Probleme mit den Mikrofonen gab. Das war manchmal zeitlich so passend laut, leise, rauschend und knackend oder ganz aus, dass ich mich gefragt hab, ob das eventuell beabsichtigt ist. Dies trug auch dazu bei, dass nicht nur das Publikum, sondern auch die Persönlichkeiten auf der Bühne kichern und lachen mussten.

Karen Koop (CDU, ehem. Lehrerin) sprach sich als einzige dafür aus, dass Aufklärung über geschlechtliche Vielfalt nicht in die Lehrpläne gehört. Sie sagte, sie wisse wie das sei, als Lehrer suche man sich die Themen aus dem Lehrplan raus, die man behandeln wolle. Anders kenne ich das auch nicht aus meiner Schulzeit. Dh also, wenn es nicht in den Köpfen der Lehrer drin ist, wird ein solches Lippenbekenntnis im Lehrplan völlig wirkungslos verpuffen.

Kinder sollen auch alle aufziehen dürfen, ob aus Eigenproduktion mithilfe geöffneter Spermabanken oder mittels Adoption. Da fehlt jegliche rechtliche Absicherung für alternative Familien, die aus mehr als zwei Erwachsenen bestehen.

Als wir dann inhaltlich endlich da ankamen, wo es für mich interessant wurde, war die sympathische Dame von der CDU schon nicht mehr da. Der Herr von der SPD liess keine Gelegenheit aus, auf die CDU zu schimpfen, anstelle etwas Konstruktives, wie etwa eine Antwort auf die ihm zuvor gestellte Frage beizutragen.

Die Linke sieht sich in der künftigen Opposition, während die GAL ein schwarz-grünes Bündnis anstrebt. Der Herr von der GAL erinnerte daran, dass die Grünen als einzige Fraktion einen Gesetzesentwurf zur Reform des TSG eingebracht hatten. Nun ja, den kannten wir ja schon (der alte von damals) und etwas Neues haben die sich jetzt hinsichtlich des aktuellsten Urteils nicht einfallen lassen. Aber immerhin, er hat sich als einziger ans Thema Trans* überhaupt rangewagt. Da nehme ich es ihm auch nicht übel, dass er zweimal „umoperiert“ gesagt hat. Er meinte das richtige und vor allem packte er dieses heisse Eisen überhaupt an.

Danach durften Fragen aus dem Publikum gestellt werden. Nachdem eine Frau wissen wollte, was für die Integration ihres heterosexuellen Sohn als Kind homosexueller Eltern getan werden würde, sah ich den Zeitpunkt gekommen, mich auch zu Wort zu melden.

Ich fragte also, was man denn überhaupt unter „Gleichstellung“ verstehe. Ich wollte wissen, warum man nicht einfach von einem „Jugendzentrum“ sprechen kann, warum es ein schwules, schwul-lesbisches, schwul-lesbisch-trans* oder SLBTI-Jugendzentrum sein muss. Mir kommt das nämlich immer so vor, als würde man gerne spezielle Fördertöpfe bereitstellen, solange man damit nur bei einer Separation bleibt und eine Inklusion vermeidet.

Der Herr von der SPD forderte mich auf „Na, gehen Sie doch mal als Schwuler in ein Jugendzentrum in Horn.“ und alles lachte lauthals. Tja, vielleicht sollte ich das wirklich mal tun, um mir selbst ein Bild von der Lage zu machen.

Meine Gedanken  zu den einzelnen Gesprächsteilnehmern:

@ GAL

Herr Dr. Steffen, nur weiter so! Siehe oben.

Meine Kreuzchen mache ich grün.

Links: Dr. Till Steffen, grüne Antworten

@ LINKE

Frau Traversin, Sie möchte ich wirklich gerne in der Opposition sehen. Dieses reinfunken, Dazwischenquatschen, das finde ich enorm wichtig. Vor allem sehe ich es als vorteilhaft an, wenn von vorneherein darauf geachtet wird, dass Gesetze verfassungskonform erlassen werden. Dann können wir uns nämlich ne Menge Arbeit sparen.

Das ein oder andere Kreuz mache ich links.

Links: Angelika Traversin, linke Antworten

@ CDU

Frau Koop, Sie hätten sich menschlich nicht besser präsentieren können. Da bezeichne ich Sie kackfrech als „Herr in pink“ und Sie kontern mit „Ja, mir wurde auch schon gesagt, ich sei der einzige Mann in der Fraktion.“ Ich bin begeistert. Um die CDU mache ich mir eigentlich keine grossen Sorgen, vor allem nicht bei einer schwarz-grünen Koalition.

Ein Sympathiekreuzchen für Sie.

Links: Karen Koop, schwarze Antworten

@ FDP

Robert… muss ich noch was dazu sagen, dass die FDP sich mit Dir schon in die Aussenseiterrolle gefügt hat und tapfer um die 5% kämpft? Schön, dass Du (ich nehme es mir mal heraus, weil ich älter bin als Du) nicht berufsschwul bist. Aber reicht es denn, einfach nur liberal da zu sitzen und nur dann zu antworten, wenn Du gefragt wirst? Nimm Dir doch bitte mal ein Beispiel an Karen Koop, die hat sprichwörtliche Eier in der Hose.

Warum ist keine pdf mit Antworten der FDP auf der Seite des MHC verlinkt? Versteht sich von selbst, dass die Liberalen sich für die Belange der Bürger einsetzen oder wollte man sich noch nicht festlegen, solange man noch nicht weiss, in wessen Fahrwasser man nach der Wahl schwimmen wird bzw. ob überhaupt?

Link: Robert Bläsing

@ SPD

Hallo Michael, wir warn ja schon beim “Du”,

ich hab das immer noch nicht verstanden, warum man nicht in Horn in ein Jugendzentrum gehen sollte, wenn man homo-, bi- oder transsexuell ist?
Wollen Sie “sowas” nicht bei sich haben, vor der Haustür haben, in Horn und machen deshalb extra Schwule Jugendzentren auf?

Meine Frage, was die SPD unter “Gleichstellung” versteht, hatten Sie leider auch nicht beantwortet, sondern für einen weiteren Seitenhieb in Richtung abwesender CDU-Vertreterin genutzt.

Übrigens:
Ich habe gerade erst letzten November eine Ehe mit einem Mann geschlossen. Als schwuler Mann, versteht sich. (Das ging nur deshalb, weil damals nach meiner Geburt nicht mein richtiges Geschlecht eingetragen wurde.)
Das Ehegattensplitting möchte ich doch bitteschön behalten, wenn ich mich schon jedes Mal als transsexuell outen muss, wenn ich von “Ehe” spreche.

Links: Michael Neumann, rote Antworten

20 Stimmen wollen gut verteilt sein. 

FAQ Wahlrecht Hamburger Bürgerschaftswahl

Bundesverfassungsgericht entscheidet: Der OP-Zwang entfällt!

Diese Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts oder besser gesagt das Urteil, auf das sie sich bezieht, hat auf der einen Seite unverhohlene Freude über die Abschaffung des vorherigen Misstands ausgelöst und auf der anderen Seite grosse Unsicherheit und Besorgnis, wie die Krankenkassen auf dieses Veränderung der Rechtslage reagieren werden.

Mich persönlich betrifft das nicht direkt. (Ich müsste meine innenliegenden Geschlechtsorgane ohnehin, rein aus der pragmatischen Überlegung der späteren „Wartbarkeit“ heraus entfernen lassen, damit die Geschlechtsangleichung auch „untenrum“ stattfinden kann.) Trotzdem freue ich mich für jene, deinen eine Angleichung „obenrum“ ausreicht, um sich in ihrem Körper zurechtzufinden.

Natürlich ist das nur ein weiterer Schritt – das entwürdigende, entmündigende Begutachtungsverfahren als Voraussetzung zur Schaffung des angemessenen Rechtsrahmens (geschlechtlich passender Vorname sowie Korrektur des Geschlechtseintrags) besteht leider immer noch. Das ist, so hoffe ich inständig, nur noch eine Frage der Zeit, bis man erkennt, dass mündige Bürger nicht vor durchaus reversiblen Folgen einer Vornamens- und Personenstandsänderung beschützen muss. Es handelt sich – zwar um etwas sehr Bedeutendes – doch letztlich nur um „Papierkram“.

Irgendwann wird sich herumgesprochen haben, dass es sich bei Transsexualität nicht um eine Störung des Geistes, sondern um eine Fehlentwicklung des Körpers handelt, der die Geschlechtsidentität stört.

Als Schwuler fühle ich zudem mit denen, die sich nun darüber ärgern, dass durch die Urteilsbegründung der Unterschied zwischen der Ehe zwischen Mann und Frau und der eingetragenen Lebenspartnerschaften für gleichgeschlechtliche Verbindungen nun auch kulturell zementiert wird.

Ich bin froh, dass wir das Glück hatten, wegen meines falschen Papiergeschlechts eine rechtlich deutlich besser gestellte Ehe schliessen zu dürfen.