Gewässer im Göhlbachtal

Und bitte: Action!

Stille Wasser sind tief und schmutzig.

(Ingo S. Anders, Schriftsteller)

D.h.: Heute ist eure schmutzige Phantasie dran.

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Ich habe fertig! (Tag 7)

 

@Sonja: Hömma Liebelein, wenn Du mit dem Lesen nicht hinterherkommst, dann lass Dir doch nicht von Ver-rückten vorschreiben, was Du zu lesen hast, Herzchen.

Pass ma uff, jetzt wirste zwangstherapiert, dann weisste auch, was ich damit meine. So und um Missverständnissen vorzubeugen: Die Welt ist mein Zeuge.

Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich. Lest mal die Zeit. Wirklich, die Zeit solltet ihr euch nehmen. (So macht man übrigens double bind, aber das könnt ihr ja schon.)

Und googlet selber, ihr faulen Luschen, ich bin nich eure Tippse!

Ich glaube, wir verstehen uns. Kontaktformular kennt ihr ja mittlerweile dann auch. Lieber Finger von, Kinners, der Papa muss dringend inne Heia und beim Schlafen darf er nicht gestört werden. Einen Tag die Woche werdet ihr ja wohl mal ohne mich auskommen können. Wenigstens am Sonntag. Der Sonntag ist nämlich der Tag des Herrn, oder deutlicher. SONNTAG IST RUHETAG, ALSO RUHE DA OBEN ODER MUSS ICH EUCH ERST ZWANGSTHERAPIEREN IHR SCHNITZELKLOPFER MIT EURER SCHEISSDAUERBAUSTELLE DA!!! WENN IHR IHR EUCH NICHT BALD BEI MIR ENTSCHULDIGT, IHR ARSCHGEIGEN, UND AUFHÖRT MICH ANZULÜGEN, DANN KANN ICH AUCH MAL MIMIMI BEI DER SAGE MACHEN. ICH LASSE MICH NICHT GERN FÜR DUMM VERKAUFEN. WISST IHR EIGENTLICH, DASS ICH EUCH BEIM FICKEN HÖREN KANN? SOLL ICH EUCH MAL NEN HANDWERKER HOCHSCHICKEN UND NE KAMERA INSTALLIEREN BEI EUCH? VERGESST ES EURE SCHEISSVANILLANUMMER KANN ICH NICHT GEBRAUCHEN UND MAL EHRLICH: Friedlich hatten wir ja schon versucht. Also nächstes mal gehe ich mit der ganzen Bagage einfach mal eins höher und erklär denen, warum ich nicht schlafen kann und wisst ihr was? Die sind dann alle auf meiner Seite. So!

Und jetzt hab ich ne schöne Wichsphantasie, da brauch ich nimmer Hand anlegen, da komm ich schon beim Schreiben und wenn ich mir dann vorstelle, dass wir es in aller Öffentlichkeit miteinander treiben und euch keiner glauben wird, dann wisst ihr auch mal endlich, wer hier wenn beobachtet und jetzt ist hoffentlich endlich Ruhe im Karton, sonst sehe ich mich gezwungen, noch ein Stockwerk höher zu eskalieren. Und was dann passiert, muss ich euch ja nun nicht wirklich noch erklären, oder? Falls euch das wirklich entgangen sein sollte: Ich bin nicht total bekloppt, das ist eure versaute Phantasie. Wenn ich mir in die Karten gucken lasse, dann mache ich das mit Absicht. Das ist nen freundlicher Wink mit dem Zaunpfahl. Aber wer nicht hören will, der muss dann eben gedankenvergewaltigt werden oder so ähnlich. Bastelt euch selber euer Happy End, dafür bin ich nicht zuständig.

So, Herr Jost, begreifst Du jetzt, was der Herr Kollege mir angetan hat mit seiner Tipperei? Aber für ausführlich habt ihr ja keine Zeit…. Tja, dann halt nicht. Dachte ihr wollt mir helfen. War ja nur ne Einladung. Wer nicht will, der hat schon. Dann lutscht eure Pillen selber und therapiert euch gegenseitig und ich penne wann ich will und so können wir dann mal zusammenkommen an irgendeinen Tisch, egal ob rund oder eckig, aber ihr wollt mich ja nicht mitspielen lassen oder warum sonst muss man sich bei euch um die Betten prügeln und erst Pillen fressen, damit man bei euch übernachten darf?

Einvernehmlich ist wohl nicht so eure Sache, was? Das kannst ja auch gleich sagen, dann wirste eben zwangstherapiert. Machen wir doch gerne…. Da hätteste aber auch einfach fragen können. Ich tu Dir doch nix, ich will doch nur spielen… Therapeutisches Rollenspiel halt. Meine Fresse, manche haben aber auch ne extralange Leitung. Naja, die glauben mir ja nicht, wenn ich mich zu erkennen gebe, dann kann ich nicht anders. Selber schuld, wenn ihr mich für verrückt halten wollt. Mir ist das nämlich egal, wer mir sonst noch so hinterherlatscht, ich kann auch auf mich selber aufpassen. Und zählt mal meine Follower, 12 ist doch ein Witz dagegen, oder? Den hab ich auf jeden Fall über, also kann ich ja nur noch Godfather himself sein.

Und morgen früh sag ich dann einfach, ich hatte einen feuchten Traum und diesmal versaut ihr mir den nicht, sonst werdet ihr zum Hauptdarsteller in der Opferrolle.

Und mit dem Gedanken kann ich jetzt auch ruhig einschlafen, da habe ich dann keine Angst mehr. So mache ich das, Herr Doktor, aber Du hast ja keine Lust, mehr als die ersten beiden Sätze zu lesen und ich Dir schon anbiete, ne Kopfkinofilmrolle auszusuchen, solltest Du eigentlich artig danke sagen und nicht so tun als wär ich ein kleines Kind, das alleine Angst im Dunkeln hat und bei Mama aufm Arm will, denn solange Du das nicht kapierst, bleibst Du in der Täter_innen-Rolle, aber vielleicht fragt Dich mal eines Tages ein Reporter, was Du so über mich denkst und dann ist mir das egal, was Du denen für Märchen erzählst, weil in meinem Abschiedsbrief ganz deutlich zu lesen ist, dass Du mir das so gesagt hast, dass ich das so machen soll und wenn Dein Chef ausm Urlaub wieder da ist, dann – ja dann… für den Fall überlege ich mir das doch noch mal und dann bleibe ich doch sicherheitshalber konfessionslos, sonst weiß ich nicht, wie die Geschichte weitergeht.

Und deshalb lasse ich das Ende der Geschichte nun an dieser Stelle, sicherlich im Interesse aller, ganz bewusst offen. Nur für den Fall, dass der Arzt das doch nicht böse meinte. Dann können wir nämlich alle gemeinsam zurückrudern in unserem gemeiinsamen Bötchen, gelle. Vielleicht geht ja mein Wunsch auch so in Erfüllung, ohne dass ich nochmal zum Arzt muss. Abwarten und Teetrinken. Baldriantee, sicherheitshalber. Nee, nix da. Ich geh selber in die Küche, sonst kann ich mich wieder nicht dran erinnern, wo ich war. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser.

Reizüberflutung - Reizarmut

Sensibilität und Gleichgewicht – Reizüberflutung und Deprivation

Seit ich mich im Februar durch den Online-Hochsensibilitätskongress 2016 erneut mit dem Konzept der Hochsensibilität befasst habe, ist mir ein ganzer Kronleuchter aufgegangen. Die Lektüre von Hochsensible Menschen im Coaching von Ulrike Hensel bescherte mir so einige Aha-Erlebnisse – dabei habe ich mich bereits vor über fünf Jahren mit dem Konzept der Hochsensibilität befasst.

Für mich erklärt sich nun endlich, warum ich schon immer mit den Pausen in der Schule und allen anderen zwanglosen Zusammenkünften von Menschen solche enormen Schwierigkeiten hatte. Es ist die Ungeordnetheit.

Mir fehlte einfach die Struktur, die während des Unterrichts vorgegeben war. Ein Rahmen, der mich schützte, und in dem ich sein durfte. Die Pausen habe eine eigene Struktur, die zu erfassen für mich damals viel zu komplex war.

Heute kann ich mich darin behaupten, weil ich mir meine Struktur selbst schaffe. Wie das geht, habe ich in der Ergotherapie gelernt. Stichworte: Tagesstruktur, Wochenstruktur.

Als ich noch angestellt war, hatte ich mich mehrmals um Seminare zum Thema Selbst- und Zeitmanagement bemüht, die aufgrund von Erkrankung des Vortragenden dreimal ausfielen und dann nicht mehr angeboten wurden. Vermutlich habe ich inhaltlich nicht wirklich etwas verpasst.

Schriftlich habe ich den von mir erfassten Spannungsfeldern in Form des Textes Erkenntnis Ausdruck verliehen.

Ich könnte die Liste von Gegensatzpaaren, die mich rund um Ausgleich beschäftig(t)en, wohl noch sehr lang machen:

  • Reizüberflutung – Deprivation
  • Ordnung – Chaos
  • Programm – Pause
  • Kontakt – Rückzug
  • Lärm – Ruhe
  • Innen – Außen
  • männlich – weiblich
  • Einatmen – Ausatmen
  • Himmel – Erde
  • Adler – Pferd
  • Krone – Wurzeln
  • Wachstum – Bindung
  • Yin – Yang
  • Übergewicht – Untergewicht

Die drei fett hervorgehobenen Begriffspaare habe ich im Atelier in Acryl auf Leinwand gebracht. Für mich ist das der Abschluss dieses Themenfeldes rund um meine Mitte und das Gleichgewicht, das ich nun gefunden habe und auch halten kann.

 

Ich vor einem großen Baum, dem viele Äste abgesägt wurden.

Wanderung an der Oberalster

Männer, die gerne in der Natur sind, pinkeln in der Regel auch gerne in den Wald. Jedenfalls stelle ich mir das so vor – ich habe mich noch nicht getraut, direkt nachzufragen. Falls es sie gibt: Zu denen gehöre auch ich.

Ein beeindruckender Baum an der Oberalster.
Kastrierter Baum

Am Samstag vorvergangener Woche habe ich an einer Wanderung an der Oberalster mit Marc von der Outdoor-Gruppe von Startschuss teilgenommen. Für mich hat dieses Wochenende mit den sehr angenehmen Temperaturen (mit derselben dünnen Hose!) nun endgültig den Sommer eingeläutet.

Leider habe ich den beeindruckenden Kirschbaum* in voller Blüte nur mit meinem Hirn geknipst und ihr müsst jetzt mit dem kastrierten Baum vornehmen, der an dem Platz stand, an dem wir gerastet und gespiesen haben.

Bewusst für die anderen offen plauderte ich übers Abnehmen und Nichtrauchen und hörte von der Leidenschaft fürs Radfahren, die ich nicht teile, und tauschte Träume von Fernwanderungen.

Für mich war es das erste Mal, dass ich gut mir Kontakt und Rückzug gut haushalten und so die Wanderung sehr genießen konnte und auch die Gespräche mit vielen verschiedenen Menschen als angenehm erlebt habe.

Nur eine Situation war grenzwertig, als ich alleine ging, während sich vor mir zwei unterhielten und ich deren Gespräch sowie das der beiden hinter mir und der beiden dahinter verfolgte und nur dann, wenn sie sich gegenseitig übertönten, Satzfetzen nicht bei mir ankamen.

Ich nahm also gut 85% der Informationen dieser sechs Sprecher nebst Vogelgezwitscher und anderer Hintergrundgeräusche bewusst auf. Dazu kommen sämtliche visuell aufgenommenen Informationen und Empfindungen meines Körpers, wie Gerüche, Geschmack, Gluckern im Gedärm, brennende Muskeln, schmerzende Knochen,…

Unterm Strich betrachtet habe ich ein episodenhaftes Gedächtnis, dh ich erinnere Erlebnisse wie Filmszenen nebst all dem, was der Zuschauer eines Films – oft zum Glück – nicht mitbekommt. Ein bisschen fühle ich mich wie die Heldin in Unforgettable, die – künstlerisch überhöht – in ihrer Erinnerung zurückgehen kann als spule sie ein Video zurück.

Jetzt beim Schreiben kann ich in aller Ruhe sortieren und die Reize von Außen herauspflücken, in hübsche Worte kleiden und mit dem ein oder anderen Schuss Gedanken meiner damaligen oder jetzigen Innenwelt garnieren. Beispiel:

Dieser Kirschbaum erinnerte mich an die Sommer meiner Kindheit. 
Ich erblickte ihn am Ende einer Biegung des Weges vor einigen 
Häusern am Waldrand und schmeckte sofort die Luft auf meiner
Zunge, die baldigen Regen ankündigte. Es roch nach Elektrizität.
Ein Gewitter nahte.
Die Straße, in der ich aufgewachsen war, war von noch recht 
jungen japanischen Zierkirschen umsäumt - ganz hatte das Geld
für eine Allee nicht gereicht. Lange war ich nicht mehr dort.
Wie groß die Bäume wohl heute sind?
Dieser Baum hier erhebt sich majestätisch vor mir auf seiner
Anhöhe. Seine Blüten sind ein rosa Fest für die Sinne - 
es duftet nach Sommer und das leise Rauschen strahlt die Ruhe
und die Kraft aus, mit der er fest in der Erde verwurzelt ist.

(Naja ok, eigentlich erlebe ich die meisten Düfte als Gestank,
weil sie einfach zu intensiv sind, um angenehm zu sein.
Ich denke, der Detailreichtum ist trotz Weichzeichner und
kitschigem Geschwurbel deutlich geworden.
Dieselbe Erinnerung kann auch sehr viel technischer mit Fach-
wörtern beschrieben werden. Diese Genauigkeit ist sehr hilfreich
beim Erstellen von Bugreports oder bei der Definition von Kenn-
zahlen oder beim Schreiben von User Stories.)

Für Schriftsteller oder Journalisten und alle anderen, die beobachten und darüber berichten wollen ist das natürlich grandios. Für jemanden wie mich, der unterbezahlt in ein Großraumbüro gesetzt wird, dagegen Folter. Zum Glück blieb mir das bisher erspart.

Dies (und anderes, ich möchte hier nicht zu weit ausschweifen) ist eine Folge der sogenannten „Reizfilterstörung“ meiner schizo-affektiven Störung und oder, was ich konzeptionell vorziehe, die niedrigere Wahrnehmungsschwelle aufgrund meiner Hochsensibilität. Die psychische Minderbelastbarkeit bleibt, aber ich kann durch Optimierung meiner Work-Life-Balance so sehr dissimulieren, dass man mir meine Behinderung nicht anmerkt.

In einem Chat wäre es für mich kein Problem, diese Daten alle zu verarbeiten (ich habe auch schon, über Stunden hinweg und ohne Pausen, 15 oder 20 private Chatgespräche gleichzeitig geführt), weil dort 100% der

Ich klettere auf einen Baum.
Ich musste klettern, sonst gäbe es kein Foto.

Informationen von drei Gesprächen bei mir ankommen und ich allen parallel ohne Probleme folgen kann.

Die Aufnahme akustischer Informationen dagegen fällt mir sehr viel schwerer und das Ausblenden der Stimmen der anderen ist allerdings noch schwieriger, weil es erfordert, den Fokus meiner Aufmerksamkeit ganz bewusst auf etwas anderes zu lenken und damit viel Konzentration kostet.

Aus diesem Grund, und weil Menschen sich auch in der S-Bahn unterhalten, habe ich in den ÖPNV immer meine Kopfhörer bei mir und höre Musik, um die dortige Geräuschkulisse zu übertönen.

Zum Glück gab es aber auch Streckenabschnitte, wo wir schweigend neben- oder hintereinander hergingen und ich so die Gedanken in meiner Innenwelt schweifen lassen konnte. Das neben dem Weg verlaufende Gewässer tat sein Übriges zu meinem Ausgleich.

 

Mein persönliches Highlight war wie immer meine Pinkelpause:

Ich habe – und das ist eine andere Geschichte – endlich kein mentales Problem mehr, meine 7-EUR-Pinkelhilfe zu benutzen. Ich musste mich bei Harndrang also nur unauffällig zurückfallen lassen, eine geeignete Stelle ausgucken, am Rand stehen bleiben, die Hose aufmachen, in die Tasche greifen, um mein Hilfsmittel herauszuholen und damit mein Geschäft verrichten.

Der Pee Off von Laura Méritt machts möglich.

Ich hoffe, ihr verzeiht mir, dass aus der Wanderung an der Oberalster eine Wanderung durch meine Innenwelt geworden ist. Die Freiheit nehme ich mir einfach, da mich keiner für meine Arbeit bezahlt.

Als Entschädigung zeige ich euch noch meinen hart erarbeiteten Knackarsch:

Ich erklettere einen Baum.
Äffchen

 

90-Tage-Challenge Tag 24

Muskelkater hatte ich zuletzt vom Brust-Beinschlag beim Schwimmen, als ich am Sonntag beim Schwimmtraining mit Norbert von Startschuss mit einem willigen Opfer, das sich von mir abschleppen ließ, trainiert habe. Wir haben da auf der Anfängerbahn jegliche Freiheiten, was ich sehr schätze. Eine knappe halbe Bahn habe ich geschafft, dann musste ich abbrechen, um nicht selbst abzusaufen. Erst Anfang Mai habe ich wieder Zeit, an dem Kurs  bei der DLRG teilzunehmen. Bis dahin nutze ich die Sonntage, um gezielt Muskeln aufzubauen.

TYRANT, Zeit: 18:23:19

Kuhl! Ich habe es geschafft, langsamer zu sein als an Tag 10!

In der zweiten Runde habe ich mich bewusst gebremst und ansonsten versucht, aus dem Gefühl heraus zu meinem Tempo zu finden. Das hat ganz gut geklappt.

Seit ich herausgefunden habe, dass ich Einatmer bin, achte ich besonders auf die Ausatmung. Mich zu be-lasten ist mir nie sehr schwer gefallen, aber mit dem Ent-lasten hapert es nach wie vor. Siehe mein Problem mit Pausen – ich brauche keinen Arschtritt, um Aufgaben zu erledigen, aber eine Erinnerung an die Pausen und den Feierabend.

Beim Einatmen arbeitet man gegen die Schwerkraft, dh bei den Kniebeugen atme ich aus, wenn es runtergeht und das Hochstemmen beim Einatmen geschieht von alleine. Ein Ausatmer kann vermutlich leichter in die Hocke gehen und hat eher Schwierigkeiten, wieder hochzukommen. Werde mal einen fragen…

Mehr zu den Atemtypen, was ich im Zusammenhang mit der Arbeit an meiner Stimme recherchiert hatte. Es gibt ja keinen Grund, die Koordination zwischen Atem und Bewegung alleine aufs Sprechen oder Singen zu beschränken – im Sport ist das auch sehr gefragt. Ich erinnere mich dunkel, sogar meine Sportlehrerin davon sprechen gehört zu haben.

90-Tage-Challenge Tag 22

Mein letztes EVAL im ersten Drittel. Diese Woche sind es noch drei Workouts, ab der kommenden Woche sind nur noch der Feiertag (jeden Mittwoch feiere ich die Teilung der Arbeitswoche) und das Wochenende der Regeneration vorbehalten.

Heute früh war ich wie auch gestern abend sehr aufgedreht und habe mich ganz bewusst gebremst und versucht, vor allem die Bodyrocks als erste Übung sehr langsam zu machen. Durch langsamere Bewegungen und langsames Atmen beruhigen sich auch die Neurotransmitter im Gehirn.* Deshalb ist das für mich sehr wichtig, wenn es mir besonders gut geht und ich einen sehr starken Antrieb habe, auch zur Ruhe zu kommen und an ausreichende Pausen zur Regeneration zu denken.

EVAL, Level 1
Bodyrocks:                37 34 32 35
Türziehen:                12 13 13 12
Prisoner Back Lunges:     12 12 12 12
Enge 3-Punkt-Liegestütze: 09 08 07 07

Heute war meine Konzentration relativ gut, auch wenn sie schonmal besser war. Bereits gestern beim Schwimmen war meine Koordinationsfähigkeit gefragt, weil ich mir die Abschlagsübung einprägen musste. (Das ist eine bestimmte Übung um die Technik beim Kraulen zu verbessern.)

Das Gehirn muss dabei dem einen Arm den Befehl geben, sich gerade zu strecken, während es dem anderen Arm sagt, dass dieser in angewinkelter Haltung durchgezogen werden soll. Dazu kommt noch der Kopf, der jeweils nur zu einer Seite atmen darf – die Beine steuer ich dann schon aus dem Rückenmark, wie mein Vater sagen würde.

Symmetrische Bewegungen fallen mir allesamt leichter als asymmetrische. Ich würde fast behaupten, das ginge jedem so.

Bei den 3-Punkt-Liegestütze ist es ähnlich: Das eine Bein bleibt gerade angespannt und trägt die gesamte Last, die auf den Unterkörper wirkt, während das andere Bein zwar auch gerade ausgestreckt ist, aber unbelastet bleibt und einen anderen Winkel zum Becken aufweist.

Das ist nicht so einfach, das alles im Kopf geregelt zu kriegen. Gerade dann, wenn ein Bewegungsablauf erst neu erlernt wird. Aber wie beim Auto fahren lernen, wo erst tausend verschiedenen ungewohnte Handgriffe und Blicke auf einen einstürmen, hat man es auch beim Sport irgendwann drauf und es läuft ganz fließend, ohne bewusst darüber nachdenken zu müssen, eben aus dem Rückenmark ab. Und dann trifft wohl auch der Satz, sowas wie Radfahren verlerne man nie – das ist vom Prinzip her eigentlich dasselbe. Eine ganzheitliche, sowohl geistige als auch körperliche Herausforderung.

Ich merke, ich schweife immer wieder ab.^^

Eigentlich gibt es nicht mehr viel zum heutigen Training zu sagen. Ich habe dreimal die Pausenzeit überschritten, weil meine Gedanken woanders waren. Ich finde, ich habe es sehr viel besser hingekriegt, meine Power auf die verschiedenen Übungen zu verteilen, auch wenn es keine besseren Zahlen für die Liegestütze gibt. Es hat sich insgesamt nicht so anstrengend angefühlt, ich war weniger aus der Puste und hatte auch nicht so einen roten Kopf wie neulich.

Ich überlege gerade, wo ich das am besten unterbringe, dass ich überhaupt mit Bewegung angefangen habe, weil das gut für mein Gehirn ist und nicht etwa, weil ich sooo unbedingt abnehmen wollte. -.-

Egal, Schluss jetzt. Gehen Sie bitte weiter, es gibt nichts zu sehen!


 

*) Es gibt ja diese Wechselwirkung zwischen dem Körper und der Seele, wovon psychosomatisch bedeutet, dass ein seelischer Konflikt sich auf der Körperbühne zeigt und somatopsychisch bedeutet, dass der Körper einen Einfluss auf die Seele hat. Jeder weiß, wie gut eine Massage oder ein angenehmes Wannenbad der Entspannung dienlich sein kann oder eben wie sehr es auch die Psyche belastet, wenn man körperliche Schmerzen leiden muss oder wenn man aufgrund von Körperform durch Über- oder Untergewicht, unpassenden Geschlechtsmerkmalen oder aus anderen Gründen mit seinem Körper nicht zufrieden ist.

90-Tage-Challenge Tag 19

It’s not about having time – it’s about making time.

(Mark Lauren)

Die morgige Bonusaufgabe lautet, sich diesen Satz an einem gut sichtbaren Ort aufzuhängen. Sich zu vergegenwärtigen, dass man sich nicht nur Zeit nehmen, sondern auch etwas daraus machen muss, kann sehr hilfreich sein im Kampf gegen den inneren Schweinehund. Die Hauptaufgabe für morgen ist nämlich: Eliminiere Deine Ausreden

Sobald der Schweinehund sich Ausreden ausdenkt, soll man sie aufschreiben und die stärksten Gegenargumente dazu notieren. Direkten Gebrauch in Form von Listen habe ich davon nie gemacht, aber es fließt sicherlich in meine Tagebücher mit ein.

Muskelkater habe ich keinen und müsste schon nachlesen, wann ich zuletzt welchen hatte, wenn ich es wissen wollte. Ich denke, auch die Tatsache, dass ich das Mobility-Workout (Aufwärmübungen und Dehnen hinterher) recht kontinuierlich beibehalten habe, erleichtert mir die Workouts bei diesem Durchgang der Challenge. So ging mir eine grundsätzliche Körperspannung, ebenso wie Beweglichkeit, nicht völlig verloren. Beim ersten Durchgang war ich viel zu erschöpft an den Regenerationstagen, um auch noch freiwillig die Muskeln zu beanspruchen, die ich an den anderen Tagen schon gequält hatte. Auch das kalte Abduschen genieße ich inzwischen sehr.

Was mich etwas ärgert, ist, dass das Gewicht derzeit stagniert. Also bleibt mir nur, mich daran zu erinnern, dass ich gerade die Konfektionsgröße 48 zurückerkämpft habe und Muskeln eben mehr wiegen als Fett.

Dabei muss ich der Ehrlichkeit halber erwähnen, dass mein Kaloriendefizit, das ich seit drei Wochen wieder erhebe, von Woche zu Woche kleiner geworden ist. Ich darf nicht wieder den Fehler machen, die Ernährung schleifen zu lassen, um die Challenge zu schaffen. Der Hauptaugenmerk gleich nach der Regeneration sollte auf der Gewichtsreduktion bleiben.

Wie war das noch? Das Sixpack wird zu 80% in der Küche gemacht.

So, noch den wöchentlichen Wohnungsputz erledigt und schon fühle ich mich wieder wohl auf der Matte auf dem Fußboden. Inzwischen spüre ich auch schon deutlich Hunger. Jetzt kann es losgehen mit meinem Lieblingsworkout!

RUCKUS Anzahl Runden: 9

Wow! Als die Eieruhr klingelte, dachte ich trotz Vorwarnung meines Zeitgefühls: Was, jetzt schon? So in der 7. Runde hatte ich zu meinem Tempo gefunden und merkte in der 10. dann, wie ich einen roten Kopf bekam. Es fehlten gerade noch 3x Türziehen zur Vollendung der 10. Runde. Trotzdem bin ich froh, dass die Uhr mich davon abgehalten hat, wie eine Maschine immer weiterzumachen. 10 Runden waren, glaube ich, beim letzten Durchgang meine persönliche Bestleistung.

Meine Konzentration reichte meiner Erinnerung nach kaum aus, um bei den Lunges beim Aufwärmen sowohl 5 Sekunden Dehnung abzuzählen als auch mir zu merken, die wievielte Wiederholung ich gerade machte. Also habe ich abwechselnd entweder immer die Zahl wiederholt, die die Wiederholungen zählte oder die Wiederholungen geraten und dafür die Dehnung gezählt.

Heute ist mir beides gelungen, auch wenn ich manchmal weiter als bis 5 gezählt habe. Das ein oder andere Mal habe ich auch zu viele Wiederholungen gemacht, weil ich ganz versunken weiterzählte, aber dafür habe ich einige unsaubere Wiederholungen gelten lassen.

Bei den Liegestütze ist mir aufgefallen, dass der Schwerpunkt meines Oberkörpers von der Mitte weg zu der Seite des belasteten Beins hin changierte. Erstaunlich, wie fein meine Körperwahrnehmung geworden ist, wenn ich bewusst darauf achte.

Jetzt genieße ich mein Frühstück, während ich dies hier schreibe und wandere dabei mit der Aufmerksamkeit zwischen dem Tippen hier und dem Geschmackserlebnis hin und her. Einfacher ist es, wenn ich mich ins Esszimmer setze und mich ganz aufs Essen einlasse. Das kostet aber sehr viel Zeit, und auf diese Weise des bewusst gewechselten Fokus kann ich Mikropausen sinnvoll nutzen. Ich glaube, das ist das, was als Multitasking bezeichnet wird. Computer bearbeiten ja auch nie wirklich mehrere Prozesse zur selben Zeit, sondern sie teilen die Ressourcen unterschiedlich zu – da spricht man dann von Multithreading, wenn ich das korrekt in Erinnerung habe.

Gegen die häufige Ausrede, ich müsse jetzt die andere Hälfte Quark auch noch essen, damit das nicht heute früh nach Kühlschrank schmeckt, habe ich übrigens eine Behältnis mit Deckel angeschafft und gestern Abend Gebrauch davon gemacht.

Durch das Regal mit der Schokolade kann ich im Supermarkt jetzt total easy schlendern und mir rein aus Neugierde die Auslagen ansehen, um mich über das Angebot zu informieren. Da ist kein Verlangen, kein Suchtdruck, Jieper oder Heißhunger, nichtmal Appetit. Und sollte ein Gedanke auftauchen, wird der beiseite geschoben mit dem Hinweis: Ich mache Diät bis ans Ende der 90 Tage und dann können wir nochmal schauen, ob was Leckeres dabei ist. Es ist nicht das Ende aller Süßigkeiten in meinem Leben, nur eine vorübergehende Maßnahme.

 

90-Tage-Challenge Tag 17

Heute früh bin ich tatsächlich um 8 Uhr früh aufgestanden, um mein Workout noch vor dem Arzttermin zu machen, damit es nicht wieder so läuft wie am Montag.

OPUS, Level 1, Wiederholungen der 4. Runde 
 Skorpion   29
 Zombie     27
 3Punkt     12
 Fallschirm 58

Leichte Verbesserung gegenüber Tag 3, nur einmal habe ich versehentlich anstelle des Skorpions bereits die Liegestütze gemacht und dann einfach die Übungen vertauscht.

Noch cheate ich bei den Liegestützen, indem ich mich unten ablege und kurz liegen bleibe. Abgesehen von diesen Verschnaufern zwischendurch und ein oder zwei Gelegenheiten, kam ich gut mit der sehr knapp bemessenen Pausenzeit aus (15 Sekunden gegenüber 45 Sekunden Belastung).

90-Tage-Challenge Tag 15

Heute ist einer dieser Tage, an denen der Schweinehund ganz laut nach Pizza schreit. Durch Terminverschiebungen war ich völlig aus dem Trott und konnte mein Workout nicht bereits morgens machen.

Den ganzen Tag über sank meine Laune und abends war ich erstmal erschöpft, habe mich hingelegt und den binauralen Klängen gelauscht und schon mit dem Gedanken gespielt, was wohl passieren würde, wenn ich das Workout heute nicht mehr mache. Ganz falscher Dampfer.

Und das trotz Gute-Laune-Essen, das mit Rosmarin und Kurkuma antidepressiv wirken sollte. Was fehlte, war einfach die Bewegung.

EVAL, Level 1
Bodyrocks:                42 38 38 37
Türziehen:                11 15 11 12
Prisoner Back Lunges:     10 10 11 12
Enge 3-Punkt-Liegestütze:  8  8  7  8

So, erledigt! Bevor ich jetzt anfange, mich dafür fertig zu machen, dass ich so wenig Wiederholungen geschafft habe, muss ich darauf hinweisen, dass ich mit den Pausen sehr gut ausgekommen bin, mich nicht wirklich verzählt habe, nur einmal unsicher war und außerdem meine Trainer immer sagen:

Ein guter Schwimmer ist ein fauler Schwimmer!

Es ist mir zunehmend gelungen, ein gleichmäßiges Tempo zu finden. Okay, das heißt zwar, ich bin wie immer zu schnell rein, aber man sieht ja bereits bei der ersten Übung, dass ich von Satz zu Satz langsamer geworden bin und bei der zweiten Übung ist es sehr deutlich, wie ich versuche, das Tempo zu justieren. Und bei der letzten Übung habe ich es dann endlich. Doof nur, dass ich gerade da dann eben doch nicht mehr geschafft habe.

Geschwitzt habe ich eigentlich erst bei der letzten Übung, was ich immer seltsam finde und für mich fühlt sich das dann an, als wenn ich mich gar nicht richtig anstrenge. Beim Laufen auf dem Crosstrainer ist das nicht viel anders, aber da bin ich es gewohnt, dass ich die ersten zehn Minuten trocken bleibe und bin nach einer Dreiviertelstunde eben doch klatschnass.

Toll ist natürlich, dass ich jetzt fit bin, um in den Tag zu starten – der in einer halben Stunde zu Ende ist. :/

/edit: Die Liegestütze habe ich gut hinbekommen ohne „Welle“, bin nur einmal mit dem Becken kurz eingesackt.

Ein abwischbarer Stundenplan.

Struktur schaffen

Ganz oben im Blog habe ich einen Wochenplan mit den geplanten Themen veröffentlicht. Und es ist mir sogar gelungen, diesen oben anzupinnen.

Für mich persönlich ist ein eingeübter strukturierter Ablauf sehr wichtig, weil der mir Halt gibt in Zeiten, in denen es mir schlecht geht. Und weil ich bei stärkeren Abweichungen vom Plan erkenne, dass ich neben der Spur bin.

Hier möchte ich der Frage einer Leserin nachgehen, wie man eine solche Tages- oder auch Wochenstruktur erschafft und dabei auch Zeiten zur Regeneration (lies: Pausen) einplant.

Vorweg: Werde Dir klar darüber, was Du mit Deiner Zeit anstellen willst und welche persönlichen Bedürfnisse dabei berücksichtigt werden sollen.

  • Völlig chaotisch aus dem Bauch heraus anfangen oder Brainstormen und erstmal herausfinden, was Du für einen Output erreichen möchtest. Was sind Deine Ziele? Was möchtest Du mit Deiner Arbeit erreichen? Wie soll das Produkt beschaffen sein?
  • Diese Ziele in für Dich geeigneter Form festhalten. Ich bevorzuge es, mich mit einem Zettelsalat auf Tisch und notfalls Fußboden auszubreiten.
  • Was für ein Typ bist Du? Musst Du eher an die Pausen erinnert werden oder brauchst Du einen Tritt in den Hintern, um die Arbeit auch anzugehen?
  • Wieviel Freiraum brauchst Du für Unvorhergesehenes? Fühlst Du Dich durch straffe Vorgaben eher eingeschränkt oder bieten sie Dir Halt?
Anleitung Schritt-für-Schritt
  1. Zeitrahmen feststecken Möchtest Du einen einzelnen Tag planen oder eine ganze Woche oder ein Wochenende, an dem eine Veranstaltung stattfindet? Oder geht es nur um die Freizeit? Wieviel Zeit ist ohnehin schon verplant, zum Beispiel durch das Schlafen?
  2. Aufgaben sammeln Sortiere nun das, was Du vorhin notiert hast in drei Kategorien ein. Vieles wirst Du ja sicherlich auch tun wollen wie bisher und nicht alles neu erfinden.
    • Dinge, die ich tun muss (für zB den Arbeitgeber) oder will (für mich).
    • Dinge, die ich tun möchte (die aber auch ausfallen können, ohne dass die Welt untergeht)
    • Dinge, die für mich Regeneration bedeuten, also als Pause gewertet werden können. Das kann auch Sport oder Hausarbeit sein! Je nach persönlichem Empfinden.
  3. Zeitfenster für Aktivitäten erstellen Versuche, abzuschätzen, was wie viel Zeit benötigt und erstelle daraus Zeitblöcke. Zum Beispiel: Zum Schwimmen fahren (60 min) + Schwimmtraining von 15:00-16:30 Uhr inkl Umkleiden + Rückfahrt (60 min) = 14:00 – 17:30 Schwimmen. (Du kannst das auch nach und nach mit Schritt 5 machen.)
  4. Zeitfenster für Pausen erstellen Nach dem gleichen Schema wie die Aktivitäten suchst Du Dir jetzt etwas aus, das für Dich eine Pause bedeutet. Ob das auf dem Sofa liegen ist, mit oder ohne Musik hören, oder ein Spaziergang oder unterwegs in der S-Bahn PMR machen oder ein Eis essen gehen – ganz egal. Wichtig ist, dass Du weisst, was Dir zur Erholung gut tut und dass Du die Bedingungen möglichst unter Kontrolle hast, um auch diese Zeitfenster tatsächlich zur Erholung nutzen zu können. Wichtig ist auch, ins Detail zu gehen und konkret zu werden. Nicht „vor dem Computer sitzen“, sondern „eMails bearbeiten“ oder „Farmspiel spielen“. Allerdings bitte nicht übertreiben im Sinne von „Erdbeeren ernten, Rosen ernten“ etc. – Zeitfenster ab 15 min sind sinnvoll für kleine Pausen, ab 45 min für Arbeitseinheiten.
  5. Ordne die verschiedenen Zeitblöcke in einen Stundenplan ein. Du kannst Dich dabei als erstes an den Terminen außer Haus orientieren, die an bestimmte Wochentage gebunden sind und regelmäßig wiederkehren. Gehe dabei von den größten Zeitblöcken zu den kleinsten vor. Verteile die Zeit für andere und die Zeit für Dich selbst möglichst ausgewogen: Belastung und Entlastung, Arbeit und Pausen, Kontakt und Rückzug, Bewegung und Stillsitzen, Konzentration und Zerstreuung – stelle das in den Vordergrund, wobei Dir der Ausgleich am Wichtigsten ist.
  6. Work-Life-Balance Ein Viertel einer Stunde solltest Du jeweils für Deine Regeneration zur Verfügung zu haben. Solltest Du Dir unsicher sein, beginne mit je 30 Minuten Belastung und Entlastung im Wechsel oder kleineren Einheiten von 20 Minuten und darunter.
  7. Flexibilität schaffen Plane auch Raum für Unvorhergesehenes ein. Welche Zeiträume möchtest Du Dir freihalten für Verabredungen außer der Reihe, die Du spontan mit Leben füllst, indem Du Liegengebliebenes aufarbeitest oder etwas wichtiges Dringendes dazwischenschiebst?  Fehlen diese, müsstest Du von den Dingen, die Du gern tun möchtest welche ausfallen lassen. Andersherum kannst Du dann, wenn dieses Zeitfenster nicht beansprucht wird, die Zeit sinnvoll füllen mit eben diesen Vorhaben. Das funktioniert natürlich auch dann, wenn ein eigentlich fest eingeplanter Termin kurzfristig ausfällt. Dann kannst Du auf das zurückgreifen, das nicht zeitlich gebunden ist, das Du aber gern tun möchtest. Meistens sind das Hobbies wie zB schreiben oder malen.
  8. Struktur einhalten Du kannst einige Hilfsmittel verwenden, die Dir dabei helfen können, den neuen Zeitplan und die mit Dir selbst verabredeten Termine auch einzuhalten.

 

Die Struktur einhalten

Hilfreiche Werkzeuge zum Einhalten von Terminen sind Dinge, die Dich an das erinnern, was Du bisher vernachlässigt hast – die Pausen und den Feierabend oder die Aufgaben.

  • Der fertige Stundenplan, aufgehängt über Deinem Schreibtisch oder in Deiner Jackentasche
  • Eieruhr
  • Wecker
  • Kalender
  • Wiedervorlagemappe
  • Handy mit Erinnerungsfunktion
  • Ein Gegenstand, der die Aufgabe repräsentiert, zB der in den Flur gestellte Staubsauger, der benutzt werden möchte  – funktioniert nur, wenn diese (Un)Ordnung die Ausnahme ist und nicht die Regel, sonst fällt der Gegenstand nicht mehr auf.
  • Taskliste
  • Memoboard