Wunsch an Sportler

Hilf mir bitte, mich mit meiner Besonderheit normal zu fühlen.

So wie es für Dich selbstverständlich ist, ein Mann zu sein, war es für mich immer schon normal, auf Männer zu stehen und mich mit einem Mann an meiner Seite zu zeigen. Nur musste ich es mir erst erkämpfen, selbst auch als Mann wahrgenommen zu werden.

Vielleicht hattest auch Du vor Deinem Coming Out Angst vor Ablehnung. Natürlich habe ich Angst, Du könntest es herumerzählen, dass ich trans* bin, wenn Du es erfährst. Ich möchte nicht, dass die Leute glauben, ich sei mal eine Frau gewesen und mich anders behandeln als andere Männer.

Meine Narben erinnern mich daran, dass ich mal anders aussah. Sprich mich bitte nicht auf sie an, falls sie Dir auffallen sollten. Frage mich nicht nach meinem Genital und solltest Du es zu Gesicht bekommen, sprich mich nicht darauf an, warum es anders aussieht als Deins.

Ich bin ein Mann wie Du. Welche Organe mein Körper hat, ändert nichts daran.

Auch Operationen und Hormone sind kein schönes Gesprächsthema für mich, lediglich ein Entgegenkommen, damit es Dir leichter fällt, mich als Mann zu erkennen.

Wenn Du Dich wirklich dafür interessierst, wie so eine Geschlechtsangleichung möglich ist, dann findest Du dazu jede Menge Informationen im Internet, in Büchern oder Gesprächspartner bei den Hamburger Selbsthilfegruppen Hanse-X-Men oder switch.

Weise mir keine Toilette, Umkleide oder Dusche zu, sondern stelle mir die verschiedenen Möglichkeiten zur Wahl. Ich helfe Dir mit den Pronomen, falls Du die falschen benutzt.

Ein schwuler Transmann aus Deinem Sportverein