Eine Diskokugel glitzert in der Dunkelheit.

Depression

Wie sich Depression anfühlt, setze ich als bekannt voraus. Wer es nicht kennt: Du hast nichts verpasst. Dennoch versuche ich es im Folgenden zu beschreiben.

Es geht bei der Bewertung der Intensität der Depressivität nicht um das Ergebnis, wieviel Handlungsfähigkeit man sich hat behalten können, sondern um die Anerkennung der Schwere des Kampfes, den man gegen den zähen Schleim fechtet, in welchem zu versinken man droht, und der einem die Lebenskraft und manchmal den -willen raubt.


Beschreibung verschiedener Ausprägungsgrade einer Depression:

Diese Aufzählung ist nicht abschließend und stellt nur einen Zwischenschritt zusammengetragener Erfahrungen dar.

Stufe – 1:

  • Schwierigkeiten mit dem Aufstehen
  • kann alles nur mit einiger Mühe tun

Stufe – 2:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • negativ gestimmt
  • unzufrieden
  • Gereiztheit

Stufe – 3:

  • kann alles nur mit großer Mühe tun
  • Planungsunfähigkeit
  • Grübelattacken –> Einschlafschwierigkeiten
  • sozialer Rückzug
  • Alles persönlich nehmen / auf sich beziehen
  • Aggressivität

Stufe – 4:

  • Vernachlässigung der Körperpflege (Selbstfürsorge)
  • Appetitlosigkeit oder gesteigerter Appetit (Fressattacken)
  • den ganzen Tag im Bett liegen

Stufe – 5:

  • Mein tiefster Tiefpunkt
  • lebensmüde
  • unfähig, irgendetwas zu tun

 

Erläuterung der verwendeten Skala: Zur Mitte finden

Meine Selbsthilfestrategien je nach Stimmungslage: Was mir geholfen hat

Wie beschissen muss es einem gehen, damit man sich Hilfe von außen suchen darf?

Faustregel: Wenn Du daran zweifelst, es wert zu sein, dass sich jemand Zeit für Dich nimmt, dann hast Du Hilfe dringend nötig!


Das hilft mir aus der Depression (Eskalationsstufen):

  1. Sport: Ausdauersport (hier darf ich sein und ganz in der Bewegung aufgehen), Fortschrittstagebücher, schnelle Musik, Proteine, Zucker / Schokolade, Zink, Rosmarin und Kurkuma, Fisch, Leinöl und Olivenöl
  2. Kontakt zu Menschen suchen, Internet oder Freunde treffen, Einzelgespräche mit meiner Genesungsbegleiterin.
  3. Tageslichtlampe + bei Schlafstörungen binaurale Klänge
  4. Schlafentzug – Achtung: Gefahr des Switch in die Manie. Einfach nur zwei Stunden früher aufstehen als sonst, bei mir wären das sechs anstatt acht Stunden.
  5. Antidepressiva

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