Foto Queer Tango

Na, wer will mitkuscheln?

Jeden Mittwoch von 20 bis 22 Uhr im Studio TanzKunst (Jürgen Robisch) in Ottensen.

Jeden 3. Mittwoch im Monat sollte Milonga sein, wenn ich mich nicht irre. Besser mal selber auf unserer Seite bei Facebook nachlünkern, dann war ich es nicht. 😉

Lasst euch nicht irritieren, ursprünglich wollten wir unter uns bleiben, aber inzwischen sehen wir das nimmer so eng, wer Männlein und wer Weiblein is.

Seelensex rulez – Gruppenkuscheln, yeah! Tantramassage inkl.

Für Fortgeschrittene: (Hab vergessen wie das heisst, wo mehr als zwei Tango tanzen. Leider ist der Deppenschutz im Gesichtsbuch immer noch aktiv, sonst hätte ich mal geguckt, ob ich euch mit nem Link erfreuen kann. Fragt also pls mal Onkel Google für  mich, trau dem im Augenblick lieber nicht übern Weg, fühle mich irgendwie so beobachtet und sehe ständig Zeichen und Botschaften und sowas.

Kurz gesagt: Ihr müsst mal die Verantwortung für eure Daten selbst übernehmen, das kommt ja unterm Strich ja nachher doch aufs selbe raus. Mich könnt ihr nicht rankriegen für eure eigene Blödheit. Und immer dran denken: Big Brother is watching…

Freu mich schon, was morgen wieder in der Zeitung steht, was ich angeblich ausgefressen haben soll, aber nicht mit mir: Ich war Erster. Damit kommt ihr nicht durch. Das müsst ihr doch mal langsam einsehen.

Also mal so gesagt: Ordnungsfetischisten bitte hier entlang zum Figurenpauken: Queer Tango im el bajo (Das ist ne freundliche Einladung. Darf man ablehnen. Wär aber unhöflich, dann ist der Papa traurig…)

BTW: Queer Tango Festival Berlin 2016, Kuschel mal einer Lucas für mich, bin out of order, sry. Zu den Einzelheiten

Beeilt euch, sonst verschlaft ihr die tollsten Parties, das hier ist schon vorbei: Queer Tango Festival Hamburg 2011 (zur Geschichte: Die schwule Wiege Hamburgs)

Schnell anmelden zum Queertangomarathon 2016, 28.-30. Oktober 2016

Hier die Anleitung in der Ficki Wiki

  1. Gehirn einschalten
  2. siehe 1.

So und sicherheitshalber mal lieber aus Versehen ne Klammer zu viel zu als eine zu viel offen lassen – könnte bös ins Auge gehen, gell. ;)))

Dann doch lieber Dresche vom Maschinchen, dat meint et doch nich so, dat is doch die sanfte Tour…. uuiuiui, bevor mich doch noch einer für den Sündenbock hält, geht ich mal schnell in Garten, Gänseblümchen pflücken.

Also falls ich morgen an mehreren Orten zur selben Zeit sein sollte, einfach nicht weiter drüber nachdenken, dann is mir mal wieder der Kalender verrutscht. Ich gebs ja schon freiwillig vorher zu.^^

Ach, und einer geht noch: Save the date 5. November 2016

Wenn mir einer freiwillig den Gefallen tut, meinen Kalender zu vergewaltigen: Nee, Wolf, da is wohl mal ne Nachtschicht fällig, oder? Überleg Dir mal besser ganz genau, wer da nach her als Depp da steht. Siehste. Wusste ich doch. So isser brav. Ja, guter Junge. Wenn Du hübsch bitte-bitte machst und mich zum Tanz aufforderst, überlege ich mir das vielleicht nochmal, aber geh mir erstmal aus der Sonne – zu Deiner eigenen Sicherheit. Wenn ich mich vergesse, haben wir alle schlechte Karten. Wir schippern nämlich in derselben Arche, falls Dir das entgangen sein sollte Du Schaf.

Augenblick, Kalender sagt: Day of Remembrance bei Hein und Fiete

Gruselig, gell? Und das ist mein Papierkalender, der ist wirklich harmlos. Stellt euch mal vor, wenn Onkel Google den in die Finger kriegt, dann gnade euch Gott – ne besser gar nicht weiter drüber nachdenken. Trotzdem, noch ein kleiner Hinweis, sicherheitshalber: Auch beim Kreistanzen Obacht, ich warne euch.

 

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Rentnersocken

Rentnersocken und Gangart

10 Juli 2016

Schreitest Du schon oder knallst Du noch die Hacken auf? Venenschwäche, Ballen- und Hackengang stehen offenbar in einem Zusammenhang. Zumindest, wenn man Dr. med. Peter Greb glauben möchte, der ein Buch über Ballen- sowie Hackengang geschrieben und den Begriff GODO geprägt hat.

Einen Auszug möchte ich zitieren:

Da die Muskelpumpen beim GODO doppelt und differenzierter aktiviert werden, kann sich venöses Blut nicht so leicht in den Beinen stauen wie beim Hackengang. Der Hackengänger leidet immer an den Folgen einer nur einfachen Muskelpumpe pro Schritt, die beim „Ich will“ aktiviert wird. Ein „Ich will“ benutzt die extrinsische Muskulatur. Eine zweite Pumpaktion entsteht nur beim Ballengang aus dem Auftreten mit dem Vorfuß und dem folgenden intrinsischen Absenken beim Zur-Ruhe-Kommen. Beim Hackengang wird diese zweite Muskelpumpaktion durch die direkte Landung auf der Ferse nie erzeugt. Hackengehend unterdrücken wir also in jedem Schritt die eine der beiden Muskelpumpaktionen und schwächen damit den venösen Teil unseres Kreislaufes. […]

Seiner Ansicht nach hat die Gangart noch weitere Folgen, die über Venenschwäche, Rückenschmerzen und andere Haltungsschäden hinausgehen. Mir reichte aber alleine dieser Abschnitt, um es mal ganz bewusst mit einer neuen Gangart auszuprobieren. Letzte Woche habe ich mir, obwohl ich dieses Buch schon zur Hand gehabt habe, dennoch spezielle Abrollschuhe (MBT-Schuhe) für knapp 250,- EUR im Sanitätshaus gekauft, um dann festzustellen, dass ich mir auch mit diesen neuartigen Schuhen eine neuartige Gangart angewöhnen muss – nämlich der Hackgang auf die Spitze getrieben.

Hintergrund  ist die Tatsache, dass die Messung meiner Venenleitgeschwindigkeit nach einem Jahr trotz Gewichtsreduktion von 30 Kilo zwischen den beiden Messpunkten und trotz nahezu täglich einer Stunde Sport und trotz dem fast ausnahmslosen Tragen der verordneten Kompressionsstrümpfe (ich nenne sie liebevoll meine Rentnersocken, siehe Beitragsbild), die ich täglich mit der Hand wasche, eine deutliche Verschlechterung ergeben hat, so dass ich zur weiterführenden Diagnostik in eine Klinik überwiesen wurde und mir sogar schon eine OP angedroht wurde. Wenn das mal keine Motivation ist, etwas im Leben zu verändern, dann weiß ich es auch nicht.

Noch spekuliere ich zwar auf einen Messfehler, will die Zeit aber auch nicht ungenutzt verstreichen lassen. Zudem gefällt mir der Gedanke, dass zweimal Muskelpumpe pro Schritt vielleicht auch mehr Kalorien verbrennt.

Im ersten Schreck hatte ich geglaubt, die Strümpfe hätten die Verschlechterung verursacht, weil sie den Venen die Arbeit erleichtern und diese daher nachlassen.

Nun habe ich also vorschriftsmäßig mithilfe der Anleitung im Buch den richtigen Stand eingenommen und ein Gefühl für das richtige Abrollen erarbeitet. Es kam mir recht bekannt vor von der Körperarbeit beim Tanzen. Und als ich dann sehr bewusst im Ballengang ging, fühlte ich mich tatsächlich wie im Buch angekündigt exponiert. „Rentnersocken und Gangart“ weiterlesen

Therapieabbruch – Strukturwechsel

Mittwoch, 25. Mai 2016

So ihr Lieben, Schluss mit lustig.

Ich habe an einer Ergotherapie teilgenommen (das dritte Mal insgesamt in den letzten drei Jahren, ich steh total auf Ergo) und hatte vom ersten Moment an das Gefühl, dort nicht gut aufgehoben zu sein. In Begleitung habe ich die Räumlichkeiten das erste Mal aufgesucht und fast schon über meinen Kopf hinweg wurde ein Termin vereinbart. In dem Moment war ich außer mir und nicht in der Lage, das abzulehnen oder anderweitig gestaltend einzugreifen.

Als ich dann dort im Wartebereich saß bestätigte sich noch vor der Bekanntschaft mit der Therapeutin mein Ersteindruck: Das geht gar nicht hier. Die Räume sind viel zu offen gestaltet und es ist grausam hellhörig. Glastüren sind eine nette Sache für Konferenzräume, aber wenn ich therapiert werde in einer Einzelsitzung, wünsche ich dabei keine unnötige Ablenkung.

Gegen Publikum habe ich nichts, solange es sich nicht bewegt. Aber eine im Flur vorbeihuschende Person ist nunmal ein visueller Reiz, der mich unnötig belastet, wenn ich meine volle Konzentration brauche. In diesem Raum habe ich nie sitzen müssen, aber dennoch fiel es mir auf.

Ich habe Verständnis dafür, dass die Türe zum Treppenhaus mit einem Keil blockiert werden muss, weil man zu faul ist, den Klient_innen die Türe einzeln zu öffnen. Trotzdem fände ich es angenehmer, wenn man etwas Geld in die Hand nehmen und eine technisch komfortablere Lösung suchen würde, damit der Schall aus dem Treppenhaus auch dort bleibt.

Was ich aber das allerschlimmste finde, und das habe ich mehrfach und erstmals gleich bei der ersten Begegnung mit der Therapeutin rückgemeldet: „Wenn ich da sitze und warte, dann möchte ich mir nicht anhören müssen, wie ihre Kollegin auf der Toilette strullert.“ „Therapieabbruch – Strukturwechsel“ weiterlesen

Elbstrand nahe Bushaltestelle Friedhof Finkenriek, Wilhelmsburg

Transmann am Elbstrand gesehen!

Sonntag, 22. Mai 2016

Ja, das ist eine Schlagzeile.

Warum?

Es ist doch nichts dabei.

Wenn ihr mir eure Nacktheit zumutet, eure blanken Bäuche der Sonne entgegenreckt, euch ungeplant in alltäglicher Unterwäsche präsentiert und sogar  – auch bebuste Menschen (!) – oben ohne zu sehen sind, dann schließe ich mich dem bunten Treiben einfach an.

Es ist Sommer!

Es ist Sommer und ich tu mal so als wenn das heute ein guter Tag werden soll_Lysander

Es sind 28 Grad und in der direkten Sonne ist es mir zu heiß, so dass ich mir einen Platz unweit der mich mit vorbeifahrenden Zügen beschallenden S-Bahnbrücke im Halbschatten gesucht habe, wo ich sowohl einen Blick auf das Wasser als auch auf eine Ansammlung von Bäumen habe, die sich vielleicht für ein Wäldchen hält.

„Transmann am Elbstrand gesehen!“ weiterlesen

Frühstück am Samstag: Walnusskerne und Brötchen mit Schokoschmier

Was kcal Fett Kohlehydrate Eiweiß Gramm/ml
853 55,446 69,232 15,816 176,000
Brötchen (vom Bäcker) 141 0,504 29,008 5,040 56,000
Its my Life (Brinkers) 199 13,068 17,496 2,412 36,000
Chocolate Symphony No. 2 (Brinkers) 292 20,574 20,898 3,564 54,000
Walnusskerne (Nüsse selbst geknackt) 221 21,300 1,830 4,800 30,000
25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
59,81% 33,28% 7,60%

90-Tage-Challenge Tag 32

Donnerstag. Jetzt muss ich mal beichten. Auch wenn ich hier tolle Magerquark-Rezepte poste, hatte ich trotzdem gestern einen Mega-Fressanfall mit 2809kcal binnen zwei Stunden. Insgesamt kam ich so an dem Tag auf 4660kcal, was mir ein Plus von 2153kcal beschert. Ein so fettes Plus habe ich bisher nie verzeichnet, aber vermutlich liegt das daran, dass ich immer vorher schon das Aufzeichnen abgebrochen hatte.

Ursachenforschung? Die ganze letzte Woche habe ich mein Kreuz bei „gereizte Stimmung“ gesetzt. Irgendwas wurmt mich. Auch wenn ich Momente finde, in denen ich ausgeglichen bin, so ganz im Reinen mit mir bin ich zur Zeit nicht. Heute konnte ich nach langer Zeit wieder ausschlafen, die letzten Wochen schlafe ich überwiegend kurz, kürzer als mir lieb ist.

Eine meiner Vermutungen ist ein Zusammenhang mit dem am Anfang des 12-Wochen-Intervalls recht hohem Testosteronspiegel, weshalb ich auf Testogel wechseln will, um damit eine Tagesamplitude zu bekommen.

Mein Lieblingsworkout habe ich sehr genossen:

RUCKUS Anzahl Runden: 9

Meine Konzentration war tipptopp. Einmal habe ich mich verzählt beim Kreuzheben.

Die Lunges sind kein Problem, gerader Rücken, Arme in den Nacken gelegt und ganz bewusst das Gewicht auf der Ferse, Schritt nach hinten, kurz mit dem Knie den Boden berührt und wieder hoch.

Bei allen Übungen habe ich nur für die Liegestütze gelebt, um diese sechsmal nacheinander ohne die Zwischenpause absolvieren zu können. Mit ganz bewusstem Einatmen beim Runtergehen und Ausatmen beim Hochstemmen ist mir dies bis auf die letzte Runde auch gelungen. Bei den ersten beiden Runden bin ich mir nicht mehr ganz sicher, das ging irgendwie viel zu schnell. Bei der achten Runde hing das Kreuz einmal durch, daraufhin ging ich noch langsamer runter, so dass ich von den Armen her kaum die Wende schaffte, mich wieder hochzustemmen. Aber der Rücken war gerade.

Beim Kreuzheben wackelte ich ein paarmal etwas – das Kreuzheben ist eine härtere Prüfung auf Ausgeglichenheit als der Baum aus dem Yoga. Volle Konzentration auf den rechten Fuß, der mit sattem Kontakt auf dem Boden ruht und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf das linke Bein, das gerade ausgestreckt nach oben in die Waagerechte geht, während die Arme beim Ausatmen zum Boden heruntersinken und die Fingerspitzen dann die (rechte) Fußspitze berühren. Zweimal habe ich fast das Gleichgewicht verloren.

Das Türziehen wie von Anfang an ein Selbstgänger, eher zu hastig absolviert als dass die Haltung nicht korrekt wäre. Um die Klinke gelegtes Handtuch greifen, den Unterkörper mit rechtem Winkel in den Knien als Gewicht nutzend durch Armstreckung nach unten bewegen, Hochziehen, Schultern zusammen.

Und dann den Strich auf der Liste machen und wieder von vorne.


90-Tage-Challenge Tag 33

Freitag. Akute Fettlogiken: „Ich will jetzt nicht unhöflich sein und kann doch nicht als einziger Sekt und Kuchen ablehnen“ und  „Jetzt ist es ja eh egal“. Bilanz: Geschätzte 1000kcal alleine deshalb, weil ich der Einladung gestern abend spontan gefolgt bin.

Wieder ein Plus anstelle eines Defizits, wenn auch bei weitem nicht so drastisch wie am Vortag. Vom 16.03. – 15.04. habe ich ein Gesamtdefizit von 21166kcal erwirtschaftet im Schnitt über 700kcal/Tag. Und jetzt allein in den beiden letzten Tagen ein Plus, das mehr als zehn Prozent des Defizits eines ganzen Monats aufwiegt. Das ist nicht mehr wett zu machen. Muss mir erstmal egal sein, sonst mache ich mich nur unnötig fertig und dann wird es noch schlimmer.

Seit dem beknackten Proteinriegel habe ich Schwierigkeiten und muss mich ständig wieder zusammenreißen und manchmal gelingt mir das eben nicht. Jetzt ist vorbei mit easy am Süßigkeitenregal vorbeischlendern. Auch Umsteigen wird gefährlich, wegen der Süßigkeitenautomaten am Bahnhof.

TYRANT, Zeit: 17:23:25

Beim Aufwärmen habe ich total getrödelt und war mit den Gedanken sonstwo. Beim Workout bin ich wieder viel zu schnell reingegangen. Die Atmung hat mich tierisch durcheinandergebracht. Bei den ersten Kniebeugen habe ich versehentlich die Atemzüge gezählt anstatt der Kniebeugen. Beim Kreuzheben habe ich bis zur letzten Runde mehrmals das Gleichgewicht verloren.

Wenn ich das so lese, lässt es sich zusammenfassen mit: Alles doof, alles scheiße. Also mal gleich den Haken bei „Depression“ setzen.^^

Also weg mit der Aufmerksamkeit davon, wie viel ich esse und wieder dahin, was ich essen möchte und was nicht. Jetzt nach dem Workout Proteine und Kohlenhydrate, sprich Magerquark und Obst. Später als warme Mahlzeit die Pute. Dazu hole ich mir noch frisches Gemüse. Heute abend darf es auch wieder etwas mit Fett sein, z. B. die Walnusskerne. Bis dahin hatte mein Körper Gelegenheit, die beanspruchten Muskeln ungestört zu flicken.

Nochmal der Blick auf den Sport: Was bin ich froh, dass „Sport“ kein Reizwort mehr für mich ist. Geil, dass ich das Workout auch an Tag 33 der Challenge immer noch mit Freude und bis auf einzelne  Ausnahmen konsequent vor dem Frühstück mache. An den letzten Regenerationstagen habe ich das Laufen auf dem Crosstrainer so sehr vermisst, dass ich einfach gelaufen bin und habe es sehr genossen. In den ersten Wochen und Monaten, als das Gerät neu war, war es jedes Mal ein Kampf und kostete mich einiges an Überwindung.

Das heutige Workout war mir ein Ritual und ich habe es gerne absolviert.

Das Hüftheben ist mir nicht jedes Mal leicht gefallen, aber es hat mit dem Einatmen beim Absenken und Ausatmen beim Hochstemmen zunehmend besser geklappt.

Die Kniebeugen waren mir eine Freude und es erstaunt mich immer noch, dass sie mir so leicht fallen, da mir vor einem halben Jahr stets davor gruselte.

Bei den Bodyrocks habe ich sehr deutlich gespürt, wie der Muskel, der das Durchhängen des Beckens bei den Liegestützen vermeiden soll, arbeiten musste und manchmal etwas krampfte. Dagegen halfen mir leichte Dehnübungen sehr.

Das Kreuzheben konnte ich von Runde zu Runde sauberer durchführen.


Gestern habe ich übrigens einen Zettel geschenkt bekommen mit folgendem Spruch:

Ich höre meinen Gedanken aufmerksam zu und weiß, dass sie in jeder Sekunde meine Zukunft erschaffen.

Ich war sofort an depressive Denkmuster erinnert und dachte: Wie wahr.

Magerquark mit Weintrauben

Was kcal Fett Kohlehydrate Eiweiß Gramm/ml
246 1,020 27,040 30,400 355,000
Magerquark 170 0,750 10,000 29,500 250,000
Zucker 12 0,000 3,000 0,000 15,000
Weintrauben, weiss 64 0,270 14,040 0,900 90,000
25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
3,82% 45,08% 50,69%

90-Tage-Challenge Tag 29

Montag. Heute war ich beim Klamottenladen meines Vertrauens und versuchte mich mit der nächstkleineren Konfektionsgröße. Keine Chance. Die Hose, die ich zur Zeit trage, schlägt oben bereits Falten, während sie am Oberschenkel genau richtig sitzt und an den Waden viel zu eng ist. Die Tendenz zeichnete sich bereits vor zwei Wochen ab, aber ich bekam sie geschenkt – gekauft hätte ich die so nicht.

Danach besuchte ich ein Geschäft für Sportbekleidung. Größe M war viel zu weit und auch S ist etwas weit ausgefallen. XS führen sie nicht. Halten die Schweden ihre Zielgruppe innerhalb der Deutschen für dermaßen fett oder sind sie selbst so large? Vor allem obenrum ist zu viel Material, ähnlich wie bei der oben beschriebenen Jeans.

Ich habe die Klamotten trotzdem gekauft; alleine der Eitelkeit wegen, Sportkleidung in Größe S tragen zu können, die nicht so eng sitzt wie Funktionskleidung eigentlich sollte, sondern eben locker. Vielleicht ist ja auch das das bahnbrechende Konzept, was die neue Kette zu gewaltigen Umsätzen führen wird. Warten wir’s ab.

Von Proteinriegeln kann ich übrigens abraten: Heute habe ich einen probiert in einem Fachgeschäft für Sportler-Ernährung und bekam danach großen Durst und Heißhunger auf Süßigkeiten/Schokolade. Ich führe das auf die Zutaten zurück, die so benannt sind, dass es mir – abgesehen von den fettgedruckten Allergnen – überhaupt nichts sagt, aus welchem Tier oder welcher Pflanze es stammen könnte:

Protein Blend (Milk Protein Isolate, Whey Protein Isolate (Milk)),

Soluble Gluco Fibre,

Almonds,

Water,

Chocolate Flavour Cookies (10%) (Protein Blend (Whey Protein Isolate (Milk), Milk Protein Isolate)),

Dextrin Cocoa,

Cocoa Butter,

Flavouring,

Emulsifier (Sunflower Lecithin),

Coconut Oil,

Thickener (Xanthan Gum),

Raising Agent (Baking Soda), Sea Salt, Sweetener (Sucralose)),

White Chocolate Flower Chunks (5%) (Cocoa Butter, Milk Protein Isolate, Bulking Agent (Erythritol), Flavourings, Sea Salt, Sweeteners (Sucralose, Steviol Glycosides)),

Flavourings,

Bulking Agent (Erythritol),

Palm Oil,

Sea salt,

Colour (Calcium Carbonate),

Sweeteners (Sucralose, Steviol Gycosides)

Also, dieser war bis auf Weiteres mein letzter Proteinriegel. Und das nicht wegen des hohen Fettgehalts und 210kcal bei null Sättigung. Mir ist einfach nicht geheuer, was das Zeug in meinem Hirn anstellt.

Zum Sport:

EVAL, Level 1
Bodyrocks:                33 35 35 28
Türziehen:                15 15 16 16
Prisoner Back Lunges:     12 14 14 12
Enge 3-Punkt-Liegestütze: 09 09 06 06

Man sieht sehr schön, wie viel ausgeglichener ich heute bin im Vergleich zu den letzten Tagen. Es hat sich ausgezahlt, mich in der letzten Zeit zurückzuziehen.

Beim Türziehen merkte ich, wie sich die Atmung beschleunigte und atmete langsamer, um mir meine Kräfte einzuteilen und nicht zu schnell zu sein. Bei den Lunges ging mir dann schon ziemlich die Pumpe und ich bekam zusätzliches Herzklopfen beim Gedanken daran, was passieren würde, wenn ich nun das Levelup schaffen sollte.

Dann holte mich bei den Liegestützen die Realität wieder ein. Leider schaffte ich es nur kurz, die Liegestütze ohne die Zwischenpause auf der Matte zu machen – aber immerhin einige Male. Dabei find ich dann auch an zu schwitzen.

Die beiden letzten Sätze konnte ich nicht gescheit zählen (möglicherweise waren es auch 8 Wiederholungen), weil mir aufgefallen war, dass ich falsch atme und ich mich bemühte, dies zu korrigieren. Dabei atmete ich ganz richtig: Beim Hochdrücken aus und beim Absenken ein.

Faustregel: Bei der Anstrengung ausatmen und nach der Anstrengung einatmen. Bei den Kniebeugen ist es andersrum, da atme ich aus, wenn ich mit der Schwerkraft nach unten in die Hocke gehe und während ich mich gegen die Schwerkraft wieder hochdrücke atme ich ein. (Irgendwo hatte ich gelesen, beim Arbeiten gegen die Schwerkraft müsse man ausatmen. Diese Formulierung ist aber irreführend.)

 


90-Tage-Challenge Tag 30

Dienstag. Gestern abend habe ich mir einen Sonntagsquark genehmigt. Der Zucker und das Fett hat mich recht bald müde gemacht, so dass ich gut einschlafen konnte.

Kaloriendefizit hatte ich die beiden letzten Tage so gut wie keins (Montag 23, Dienstag -11).

Ab heute greife ich wieder an, da ich nun gut ausgeruht bin.

OPUS, Level 1, Wiederholungen der 4. Runde 
 Skorpion   29
 Zombie     25
 3Punkt     14
 Fallschirm 59

Alle Zahlen besser als beim letzten OPUS.  Meine Konzentration ist um Längen besser als in der letzten Zeit. Ich konnte alle Zeiten gut einhalten. Durch die kurzen Pausen (nur 15 Sek) kam ich recht bald ins Schwitzen und bekam (wahrscheinlich) einen roten Kopf.

Wieder hat mich die Atmung beschäftigt. Es fiel mir schwer, bei den Liegestütze beim Hochdrücken auszuatmen, aber als ich es mir ganz bewusst vornahm und darauf achtete, ging es dann.

Ohne Zwischenpause klappen die Liegestütze nur wenige Wiederholungen und manchmal hängt sogar das Becken durch. Daher habe ich in den Pausen einen Rundrücken gemacht, um das auszugleichen.

Die anderen Übungen fallen mir alle vergleichsweise leicht.

Heilgesänge

Seit Februar gehe ich, wie ich an Tag 3 der Challenge bereits kurz erwähnte, montags zum Chanten.

Ich nutze das Chanten, um ganz bewusst mit meiner Stimme zu arbeiten, meine Körperwahrnehmung und – koordination zu verbessern und glaube zudem an einen heilsamen Effekt für Körper und Seele. Mir kommt sehr entgegen, dass die Texte und Melodien nicht sehr anspruchsvoll sind und ich mich so besser fallen lassen kann.

Besonders angetan hatte es mir zunächst dieser von uns gesungene Text:

In mir ist Ruhe
In mir ist Stille
In mir ist Frieden
In mir ist Kraft

Dieses Mantra hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben und den Glauben an meine Selbstheilungskräfte gestärkt, weil ich es in Bezug auf meine häufig auftretende innere Unruhe als sehr heilsam empfand. Denn wenn ich mir das immer wieder sage, dass in mir Ruhe ist – und das langsam und ruhig tue – dann wird es in mir auch ruhig, wenn ich nicht vorher schon ausgeglichen war. Das habe ich gestern sehr deutlich gespürt.

Als ich dieses Lied das erste Mal gehört und gesungen habe, bekam ich Gänsehaut:

Fest verwurzelt in der Erde
Offen für die Schätze des Himmels
Wie ein Baum im Gleichgewicht
Spüre ich meine Mitte

Das Themenfeld die Mitte finden und im Gleichgewicht bleiben hat mich die letzten Monate sehr intensiv begleitet, was mit dem Vorbeugen der Phasen meiner schizo-affektiven Störung zusammenhängt.

Dieses Video ist natürlich nur eine mögliche Interpretation dieses Liedes, damit ihr eine ungefähre Vorstellung davon bekommt. In der Gruppe haben wir uns anders dazu bewegt und natürlich war auch kein Baum im Raum. Dafür war mein Gefühl, selbst ein Baum zu sein und mich im Wind zu wiegen, für den Augenblick sehr stark und ich bekam Lust, diesen Moment festzuhalten.

Ich sah während des Singens vor meinem inneren Auge ein Bild von einem Baum, das ich auf Leinwand malen möchte. Ich hatte bei meinem letzten Termin im Atelier schon eine Idee, aber in diesem Moment wurde die Vorstellung konkret. Das Stück wird Teil einer Reihe zu verschiedenen Spannungsfeldern.

 

 

90-Tage-Challenge Tag 19

It’s not about having time – it’s about making time.

(Mark Lauren)

Die morgige Bonusaufgabe lautet, sich diesen Satz an einem gut sichtbaren Ort aufzuhängen. Sich zu vergegenwärtigen, dass man sich nicht nur Zeit nehmen, sondern auch etwas daraus machen muss, kann sehr hilfreich sein im Kampf gegen den inneren Schweinehund. Die Hauptaufgabe für morgen ist nämlich: Eliminiere Deine Ausreden

Sobald der Schweinehund sich Ausreden ausdenkt, soll man sie aufschreiben und die stärksten Gegenargumente dazu notieren. Direkten Gebrauch in Form von Listen habe ich davon nie gemacht, aber es fließt sicherlich in meine Tagebücher mit ein.

Muskelkater habe ich keinen und müsste schon nachlesen, wann ich zuletzt welchen hatte, wenn ich es wissen wollte. Ich denke, auch die Tatsache, dass ich das Mobility-Workout (Aufwärmübungen und Dehnen hinterher) recht kontinuierlich beibehalten habe, erleichtert mir die Workouts bei diesem Durchgang der Challenge. So ging mir eine grundsätzliche Körperspannung, ebenso wie Beweglichkeit, nicht völlig verloren. Beim ersten Durchgang war ich viel zu erschöpft an den Regenerationstagen, um auch noch freiwillig die Muskeln zu beanspruchen, die ich an den anderen Tagen schon gequält hatte. Auch das kalte Abduschen genieße ich inzwischen sehr.

Was mich etwas ärgert, ist, dass das Gewicht derzeit stagniert. Also bleibt mir nur, mich daran zu erinnern, dass ich gerade die Konfektionsgröße 48 zurückerkämpft habe und Muskeln eben mehr wiegen als Fett.

Dabei muss ich der Ehrlichkeit halber erwähnen, dass mein Kaloriendefizit, das ich seit drei Wochen wieder erhebe, von Woche zu Woche kleiner geworden ist. Ich darf nicht wieder den Fehler machen, die Ernährung schleifen zu lassen, um die Challenge zu schaffen. Der Hauptaugenmerk gleich nach der Regeneration sollte auf der Gewichtsreduktion bleiben.

Wie war das noch? Das Sixpack wird zu 80% in der Küche gemacht.

So, noch den wöchentlichen Wohnungsputz erledigt und schon fühle ich mich wieder wohl auf der Matte auf dem Fußboden. Inzwischen spüre ich auch schon deutlich Hunger. Jetzt kann es losgehen mit meinem Lieblingsworkout!

RUCKUS Anzahl Runden: 9

Wow! Als die Eieruhr klingelte, dachte ich trotz Vorwarnung meines Zeitgefühls: Was, jetzt schon? So in der 7. Runde hatte ich zu meinem Tempo gefunden und merkte in der 10. dann, wie ich einen roten Kopf bekam. Es fehlten gerade noch 3x Türziehen zur Vollendung der 10. Runde. Trotzdem bin ich froh, dass die Uhr mich davon abgehalten hat, wie eine Maschine immer weiterzumachen. 10 Runden waren, glaube ich, beim letzten Durchgang meine persönliche Bestleistung.

Meine Konzentration reichte meiner Erinnerung nach kaum aus, um bei den Lunges beim Aufwärmen sowohl 5 Sekunden Dehnung abzuzählen als auch mir zu merken, die wievielte Wiederholung ich gerade machte. Also habe ich abwechselnd entweder immer die Zahl wiederholt, die die Wiederholungen zählte oder die Wiederholungen geraten und dafür die Dehnung gezählt.

Heute ist mir beides gelungen, auch wenn ich manchmal weiter als bis 5 gezählt habe. Das ein oder andere Mal habe ich auch zu viele Wiederholungen gemacht, weil ich ganz versunken weiterzählte, aber dafür habe ich einige unsaubere Wiederholungen gelten lassen.

Bei den Liegestütze ist mir aufgefallen, dass der Schwerpunkt meines Oberkörpers von der Mitte weg zu der Seite des belasteten Beins hin changierte. Erstaunlich, wie fein meine Körperwahrnehmung geworden ist, wenn ich bewusst darauf achte.

Jetzt genieße ich mein Frühstück, während ich dies hier schreibe und wandere dabei mit der Aufmerksamkeit zwischen dem Tippen hier und dem Geschmackserlebnis hin und her. Einfacher ist es, wenn ich mich ins Esszimmer setze und mich ganz aufs Essen einlasse. Das kostet aber sehr viel Zeit, und auf diese Weise des bewusst gewechselten Fokus kann ich Mikropausen sinnvoll nutzen. Ich glaube, das ist das, was als Multitasking bezeichnet wird. Computer bearbeiten ja auch nie wirklich mehrere Prozesse zur selben Zeit, sondern sie teilen die Ressourcen unterschiedlich zu – da spricht man dann von Multithreading, wenn ich das korrekt in Erinnerung habe.

Gegen die häufige Ausrede, ich müsse jetzt die andere Hälfte Quark auch noch essen, damit das nicht heute früh nach Kühlschrank schmeckt, habe ich übrigens eine Behältnis mit Deckel angeschafft und gestern Abend Gebrauch davon gemacht.

Durch das Regal mit der Schokolade kann ich im Supermarkt jetzt total easy schlendern und mir rein aus Neugierde die Auslagen ansehen, um mich über das Angebot zu informieren. Da ist kein Verlangen, kein Suchtdruck, Jieper oder Heißhunger, nichtmal Appetit. Und sollte ein Gedanke auftauchen, wird der beiseite geschoben mit dem Hinweis: Ich mache Diät bis ans Ende der 90 Tage und dann können wir nochmal schauen, ob was Leckeres dabei ist. Es ist nicht das Ende aller Süßigkeiten in meinem Leben, nur eine vorübergehende Maßnahme.

 

Zu sehen ist bildlich dargestellt die wörtliche Umsetzung des Sprichworts: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus."

Neue Reihe: Sprichwörter und Redensarten

Von meinem Opa habe ich ein Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten (von Lutz Röhrich) geerbt. Bisher hatte ich keine Veranlassung, da auch mal reinzusehen. Das finde ich sehr schade, da ich gerne meinen Sprachschatz pflege. Deshalb habe ich diese Reihe begonnen, in der ich freitags Sprichwörter und Redensarten vorstellen möchte.

Diesen Spruch, den meine Mutter häufig sagt(e), habe ich für den Einstieg im Sinn:

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Mittlerweile sage ich den auch, aber wo kommt er her und was bedeutet dieser Satz eigentlich?

Bei GEOlino ist ein Text erschienen, der dieses Sprichwort wunderschön anhand eines szenisch beschriebenen Beispiels erklärt:

So wie man jemanden behandelt, reagiert dieser auch darauf.

Ich habe tatsächlich schon oft die Erfahrung gemacht, dass die Leute meine Schwingungen aufnehmen. Wenn ich gut oder „zu“ gut drauf bin, wirkt das genauso ansteckend wie wenn ich ein langes Gesicht mache. Andersherum lasse auch ich mich mitziehen, wenn ich nicht aufpasse – nach oben oder nach unten. Aufpassen, hieße in dem Fall, sehr bewusst auf meinen Körper achten und bei mir bleiben, um mich innerlich abzugrenzen.

Deshalb ist die Gesellschaft Depressiver für mich sehr angenehm, wenn ich manisch bin. „Neue Reihe: Sprichwörter und Redensarten“ weiterlesen

facebook.com/jungs.tanzen

Kein Sex auf der Tanzfläche!

Ich hätte da mal ein Problem: Wie grenzt ihr Sexualität ab?

Eine passende Schlagzeile zu unserer letzten Milonga wäre etwa: Knisternde Erotik lag in der testosterongeschwängerten Luft und war förmlich mit den Händen zu greifen.

Mein Tanzlehrer Wanja hatte einmal während einer Stunde, halb im Spaß, zu meinem Ehemann und mir gesagt:

Kein Sex auf der Tanzfläche!

Ich nahm dies sicherheitshalber ernst und fasste das als Regel auf. Nur: Wie soll ich diese Regel einhalten, wenn ich nicht weiß, wo Sex anfängt?

Aus meiner Sicht haben wir in unserer Gruppe sehr intime Begegnungen. Die Intimität fängt bei mir bereits an, wenn ich in einer fremden Wohnung bin und aufgefordert werde, die Schuhe auszuziehen. Ich kann mir nicht helfen; in solchen Momenten frage ich mich, ob mir an diesem Ort überhaupt keine Privatsphäre zugestanden wird.

Das Tanzen mit nackten Füßen setzt da nochmal eins drauf. Die erste Zeit hatte ich Gymnastikschläppchen getragen. Auch, um mehr Grip zu haben, weil ich meinen Füßen nicht zutraute, mich zu tragen und mir nicht, diese zu koordinieren, ohne mich unfreiwillig aufs Laminat zu legen.

Inzwischen habe ich die Tanzschuhe meines Vaters geerbt und fühle mich darin sehr wohl und sicher – habe nur manchmal etwas Sorge um die nur besockten oder nackten Füße meines Tanzpartners. Mal sehen, wenn es wärmer draußen wird und der Fußboden nicht mehr so kalt ist, tanze ich vielleicht auch mal nackt – äh, barfuß.

Für mich sind auch die Berührungen während der Körperarbeit keine per se unschuldigen Berührungen. Es kommt immer auf den Kontext an, in dem sie ausgeübt werden. Anfangs fühlte ich mich etwa wie bei der Krankengymnastik – aber da konnte ich mich auch noch nicht entspannen dabei und einfach die Bewegung geschehen lassen. Mittlerweile sind die Grenzen meiner Meinung nach sehr verschwommen.

Der Tango an sich ist, finde ich, selbst auch nicht gerade weit entfernt von Erotik. Ein solcher Tanz ist ein höchst sinnliches Erlebnis und gelegentlich fängt es da schon sehr zu prickeln an. Nicht umsonst wird der Tango auch bei der Paartherapie eingesetzt. Besonders der Queer Tango mit seinem Dialog aus führen und Folgen ist ideal, um die gegenseitige Wahrnehmung und das Respektieren von Grenzen zu schulen.

In der letzten Woche hatten wir dann auch noch Besuch aus Berlin – von dem Tanzlehrer, der mich überhaupt auf den Queer Tango gebracht hatte, war zu Gast. Als er mich berührte, war es um mich geschehen und ich entschied, mich an diesem Abend gehen zu lassen.

Im Nachhinein war ich mir dann sehr unsicher, ob ich mich zu weit habe gehen lassen. Meiner Wahrnehmung nach hatte ich Sex auf der Tanzfläche gehabt und damit fahrlässig eine der geltenden Regeln gebrochen.

Nach dem gestrigen Feedback war mein einziges Vergehen, dass ich nach einer Figur gefragt hatte und Wanja keine Lust gehabt hatte, zu unterrichten.Vielleicht habe ich deshalb eine etwas andere Auffassung dazu, weil ich mit BDSM ohnehin schon meinen gesamten Körper zur erotischen Zone erklärt habe.

Nächste Woche Mittwoch kommt für und zu uns wieder der Akkordeonspieler Armin. Darauf freue ich mich schon ganz besonders, denn beim letzten Mal war das ein sehr außergewöhnliche Erfahrung, bei der Körperarbeit von einem „atmendem“ Musikinstrument geführt zu werden und nicht wie gewohnt von Wiktors Stimme.

Jeden dritten Mittwoch ist bei uns im Studio TanzKunst eine kleine queere Milonga, zu der jeder eingeladen ist, ohne sich zu regelmäßiger Teilnahme am Queer Tango verpflichtet fühlen zu müssen.

Ursprünglich war die Gruppe nur an Jungs gerichtet gewesen, aber nachdem eine Gruppe von Damen (die seither nicht gesehen ward)  angefragt hatte, hatten wir uns trotz aller, vornehmlich meiner, Berührungsängste dazu entschlossen, die Gruppe für alle Geschlechter zu öffnen.

Daher hatte ich gestern das Vergnügen, eine Frau – meiner Wahrnehmung nach recht intim – zu berühren. Ich werde nun aber nicht das Ufer wechseln. (Die meisten) Frauen sind mir einfach zu sanft. Ich mag richtig angepackt werden und brauche eine feste Führung. Und Brüste sind mir eben auch zu weich, damit kann ich überhaupt nichts anfangen.

Naja, zugegeben: An das Becken habe ich mich nicht herangewagt (sie bei mir dagegen schon) und die Brust habe ich sicherlich im beiderseitigem Einvernehmen außen vor gelassen. Wir machen ja kein Tantra oder sowas – der Sex findet nur in meinem Kopf statt.

Übrigens waren wir gestern noch was trinken. Dabei habe ich gelernt: Jazz ist nichts meins. Auf der Bühne stehen mit einem Instrument ja. Tanzen zu improvisierter Musik: Geile Sache. Aber da sitzen und nur zuhören müssen oder gar dazu Gespräche führen ist Folter. Dazu muss ich mich einfach bewegen dürfen und tanzen. Dann ist es wunderschön.

Vielleicht hast Du nun Lust bekommen, mal bei uns mitzumachen:

Hier unten ist die Einladung (der Flyer klebte am Trockner und ist daher etwas ramponiert) und es gibt auch eine Seite im Gesichtsbuch.

facebook.com/jungs.tanzen
Flyer Queer Tango