Identität: Ausstellung 30.08.2016-18.09.2016

In Hollern-Twielenfleth bei Hamburg im Alten Land findet derzeit diese Ausstellung statt:

Identität (Ausstellung) 2

Heike Rolshoven ist meine Kunsttherapeutin, deren Atelier ich von unserem Balkon aus sehen kann. Sie selbst ist nicht sehr internetaffin (ich finde Heike lediglich beim Hospizverein), aber die GALERIE RUVANECK hat eine Homepage. Rudolf van Eckendonk hat sogar eine schicke Karte bereitgestellt.

Meine Bilder aus der Reihe „Sensibilität und Gleichgewicht“, drehen sich ebenfalls ums Thema Identität, nämlich (von unten nach oben) um den Aspekt der hochsensiblen Wahrnehmung (HSP), um meinen wiedergefundenen Glauben zu Gott (ich bin Gottes Sohn) und die Frage der Geschlechtsidentität.

Reihe Sensibilität und Gleichgewicht

(Falls jemand meine Bilder käuflich erwerben möchte: Für diese Werke auf Leinwand stelle ich mir je 350,- vor oder als Paketpreis für alle drei zusammen 990,- EUR.)

Weitere Kunstwerke von mir findet ihr auf der Seite Atelier.

 

Heilkräuter

Gundermann singt und ich schreibe.

Wieder eine schlaflose Nacht, wieder binaural beats im Wechsel mit langsamer, ruhiger Musik, die mir hilft, auf dem Teppich zu bleiben.

Auszug:
Vater, Du bist müde […]
Vater, Du fragst Dich – wenn Du fällst: ‚Wer wird mit der Fahne geh’n?‘
Vadder, Du wüsstest es, hättest Du Dich ab und zu umgesehn.
Vater, Du hast mir nicht alle Wahrheit gesagt, dass ich nicht erschreck‘.
Doch Vadder, was soll ich machen, wenn ich sie nach Deinem Tod erst entdeck‘?

Vater, Du bist müde, gib es zu!
Schwerer fällt Dir das gehn.
Vater, Deine Uhr läuft schon so lange Zeit, einmal bleibt sie stehn.

So, liebes Universum – denn aus dem Alter, noch an den Weihnachtsmann glauben zu dürfen, bin ich seit 30 Jahren raus –
liebes Universum, ich wünsche mir nun, dass mein Bruderherz diese Botschaft von mir erreicht und mein Neffe endlich Beerdigung spielen darf.
Ich will nicht wirklich das Sorgerecht beantragen müssen, um meiner Fürsorgepflicht als Onkel nachkommen zu können.

Hintergrundinfo:
Ich bin zwar Neffe einer Juristendynastie, aber wenn das im üblichen Tempo bei Gericht geht, hat der Knabe eher das Abi als ich das Sorgerecht.
Und zu spät ist es ja eigentlich jetzt bereits – dazu reicht meine Psychoedukation der letzten vier Jahre durchaus, um das zu beurteilen, wann ein Kind sich auffällig verhält und was ein natürliches Verhalten wäre.
Ich hätte damals meiner Mutter mitsamt den Kindseltern in den Rücken fallen müssen, anstatt meine eigenen Interessen über die meines Neffen zu stellen. Dieses beschissene Schweigen (=Kommunikationsstörung) muss gebrochen werden, sonst bleibt es nicht bei einem stillen Alarm.
Das meine ich bitterernst, denn ich bin derjenige von euch, der einen „sozialen Selbstmord“ nicht befürchten muss, da die Psychiatrie bereits Rufmord begangen hat – so fühlt es sich jedenfalls für mich an. Insofern habe ich nichts zu verlieren als das Stigma einer Diagnose, die von Anfang an falsch war. Das nennt sich eine Pattsituation im Schach oder auch auf neudoofdeutsch. Win-Win-Win.

Morgen frage ich mal den Chefarzt, was er davon hält, was ich hier so tippsel. Vielleicht ist es so wie ich denke und er kann selbst nicht sagen, ob ich dissimuliere oder simuliere und wenn das der Fall ist, werde ich mich an Eckart von Hirschhausen wenden.
Der ist nämlich ein Arzt, der auf seine eigenen Rat-Schläge hört, anstatt den Patienten Wasser zu predigen und selbst Wein zu saufen.

Überlegt mal selber: Habe ich das nun wirklich nachts um halb vier eben so runtergetippt oder ist der Beitrag geplant gewesen, vor- oder rückdatiert und ich liege tatsächlich gerade im Bett? eMail-Abonnenten wissen mehr!
Genau: Offen lassen. Ist mir nämlich hackenkackenscheißegal. Meine Fans stehn drauf, ein bissl auf die Folter gespannt zu werden.

Der nächste (offizielle) Follower ist im Übrigen die Nr. 35. 


All die Schläge, all das Lächeln, das Du in der Welt verteilst, holen Dich irgendwann ein, wenn Du Dich noch so beeilst.

[…]

Wir sehn uns heut nacht an den Brühl’schen Terrassen.

(Gerhard Gundermann)

Kromlau Rhododendronpark, Faszination Rakotzbrücke
Eingescannte Postkarte

Sonjas Fotoknipstalent ist ganz schön ansteckend. Da muss ich echt ganz dolle Abstand nehmen, sonst mache ich bald nur noch Fotos und Bildbände sind sooo sauteuer, die kann sich doch keiner leisten zu kaufen, menno! Und Fotos werden so gerne geklaut, Texte ja eher nicht so. Naja, Sonja hat sich ja auch bei mir mit dem Kaputttippseltalent ein bissl angesteckt. Vielleicht gleichen wir uns gegenseitig aus, so yin-yang-mäßig. ;D

Ok, mal ehrlich: Ich war mehrmals in Dresden und habe echt keine Peilung, wo diese depperten Terrassen sein sollen. Ich glaube, ich war da schon und habs nicht gemerkt, weil es nicht so aussieht wie das, was ich mir unter „Terrasse“ vorstelle.

Aber ich sage mal „Gute Nacht allerseits“ da kann nichts schief gehen. *lächel

Foto Queer Tango

Na, wer will mitkuscheln?

Jeden Mittwoch von 20 bis 22 Uhr im Studio TanzKunst (Jürgen Robisch) in Ottensen.

Jeden 3. Mittwoch im Monat sollte Milonga sein, wenn ich mich nicht irre. Besser mal selber auf unserer Seite bei Facebook nachlünkern, dann war ich es nicht. 😉

Lasst euch nicht irritieren, ursprünglich wollten wir unter uns bleiben, aber inzwischen sehen wir das nimmer so eng, wer Männlein und wer Weiblein is.

Seelensex rulez – Gruppenkuscheln, yeah! Tantramassage inkl.

Für Fortgeschrittene: (Hab vergessen wie das heisst, wo mehr als zwei Tango tanzen. Leider ist der Deppenschutz im Gesichtsbuch immer noch aktiv, sonst hätte ich mal geguckt, ob ich euch mit nem Link erfreuen kann. Fragt also pls mal Onkel Google für  mich, trau dem im Augenblick lieber nicht übern Weg, fühle mich irgendwie so beobachtet und sehe ständig Zeichen und Botschaften und sowas.

Kurz gesagt: Ihr müsst mal die Verantwortung für eure Daten selbst übernehmen, das kommt ja unterm Strich ja nachher doch aufs selbe raus. Mich könnt ihr nicht rankriegen für eure eigene Blödheit. Und immer dran denken: Big Brother is watching…

Freu mich schon, was morgen wieder in der Zeitung steht, was ich angeblich ausgefressen haben soll, aber nicht mit mir: Ich war Erster. Damit kommt ihr nicht durch. Das müsst ihr doch mal langsam einsehen.

Also mal so gesagt: Ordnungsfetischisten bitte hier entlang zum Figurenpauken: Queer Tango im el bajo (Das ist ne freundliche Einladung. Darf man ablehnen. Wär aber unhöflich, dann ist der Papa traurig…)

BTW: Queer Tango Festival Berlin 2016, Kuschel mal einer Lucas für mich, bin out of order, sry. Zu den Einzelheiten

Beeilt euch, sonst verschlaft ihr die tollsten Parties, das hier ist schon vorbei: Queer Tango Festival Hamburg 2011 (zur Geschichte: Die schwule Wiege Hamburgs)

Schnell anmelden zum Queertangomarathon 2016, 28.-30. Oktober 2016

Hier die Anleitung in der Ficki Wiki

  1. Gehirn einschalten
  2. siehe 1.

So und sicherheitshalber mal lieber aus Versehen ne Klammer zu viel zu als eine zu viel offen lassen – könnte bös ins Auge gehen, gell. ;)))

Dann doch lieber Dresche vom Maschinchen, dat meint et doch nich so, dat is doch die sanfte Tour…. uuiuiui, bevor mich doch noch einer für den Sündenbock hält, geht ich mal schnell in Garten, Gänseblümchen pflücken.

Also falls ich morgen an mehreren Orten zur selben Zeit sein sollte, einfach nicht weiter drüber nachdenken, dann is mir mal wieder der Kalender verrutscht. Ich gebs ja schon freiwillig vorher zu.^^

Ach, und einer geht noch: Save the date 5. November 2016

Wenn mir einer freiwillig den Gefallen tut, meinen Kalender zu vergewaltigen: Nee, Wolf, da is wohl mal ne Nachtschicht fällig, oder? Überleg Dir mal besser ganz genau, wer da nach her als Depp da steht. Siehste. Wusste ich doch. So isser brav. Ja, guter Junge. Wenn Du hübsch bitte-bitte machst und mich zum Tanz aufforderst, überlege ich mir das vielleicht nochmal, aber geh mir erstmal aus der Sonne – zu Deiner eigenen Sicherheit. Wenn ich mich vergesse, haben wir alle schlechte Karten. Wir schippern nämlich in derselben Arche, falls Dir das entgangen sein sollte Du Schaf.

Augenblick, Kalender sagt: Day of Remembrance bei Hein und Fiete

Gruselig, gell? Und das ist mein Papierkalender, der ist wirklich harmlos. Stellt euch mal vor, wenn Onkel Google den in die Finger kriegt, dann gnade euch Gott – ne besser gar nicht weiter drüber nachdenken. Trotzdem, noch ein kleiner Hinweis, sicherheitshalber: Auch beim Kreistanzen Obacht, ich warne euch.

 

Geräuschvolle Stille (Oxymoron)

8. Juli 2016

Ein Oxymoron, juhu! Genauer gesagt handelt es sich um ein contradictio in adjecto, wie mein Deutschlehrer mir erfolgreich vermitteln konnte. Was haben wir nun davon? Ich schulmeistere mal wieder und texte euch mit unnützem Wissen zu über Namen für Wortkonstrukte.

Noch so ein Fachwort ist Tautologie, was eine überflüssige Bedeutungsdopplung bezeichnet, welche durch das vorangestellte Adjektiv ausgelöst wird. Solche Wie-Wörter sollte man streichen, weil das Wie bereits durch das Hauptwort transportiert wird.

Beispiele:

  • nasses Wasser
  • weibliche Kanzlerin
  • weißer Schimmel

Die Überflüssigkeit ergibt sich dabei aus dem Kontext. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass Wasser nass ist. Trockeneis ist im Übrigen kein gefrorenes Wasser, sondern nicht mehr flüssiger Stickstoff (?).

Unsere Kanzlerin ist (gehen wir mal der Einfachheit halber von zwei Geschlechtern aus) eine Frau, was durch die Endung „in“ bereits gesagt ist, also braucht man sie nicht noch als „weiblich“ zu bezeichnen. Journalisten bilden gerne Wendungen wie „erste weibliche Präsidentin“, weil sie außer acht lassen, dass eben die Präsidentinnen davor auch schon alle weiblich waren und die anderen Menschen vor der ersten Präsidentin korrekt als Präsidenten zu bezeichnen waren.

Das dritte ist der Klassiker unter den Beispielen, das immer herangezogen wird. Dabei geht man davon aus, dass mit „Schimmel“ ein weißes Pferd gemeint ist. Niemand würde weißes weißes Pferd schreiben und daher solle man auch auf weißer Schimmel verzichten. Da ich mir gerne einen Spaß daraus gemacht habe, meine Lehrer vorzuführen, habe ich an dieser Stelle jeweils vorgeschlagen, doch lieber den schwarzen Rappen zu verpönen, damit man den Weißschimmel auch weiterhin vom Blauschimmel unterscheiden kann. Und außerdem hätten fast alle als Schimmel bezeichneten Pferde schwarze Einsprengsel, weshalb ein weißer Schimmel wirklich etwas Besonderes ist und auch so bezeichnet werden dürfen müsse.

Soviel zu meinen Gedanken über den Titel, kommen wir nun zur Sache: Stille.

10. Juli 2016

 

Donnerstagabend saß ich im Dunkeln am Rhein und genoss die Stille.

Nachts am Rhein
Nachts am Rhein

Dabei fiel mir auf, dass auch diese relative Stille immer noch sehr viele Geräusche bietet. Tagsüber fahren an derselben Stelle sehr viel mehr Radfahrer auf dem Radweg hinter mir und neben den Frachtern auch Motorboote und Kanus oder Kajaks sowie Ausflugsdampfer auf dem Wasser vor mir. Auf der Autobahnbrücke jaulte nachts ein einzelnes Motorrad, welches mir deshalb auffiel, weil nachts so wenige darüberfahren. Auch Autos sind nachts weniger unterwegs, aber immer noch so viele, dass ein steter Geräuschpegel von der Autobahn ausgeht. „Geräuschvolle Stille (Oxymoron)“ weiterlesen

Enten auf dem Rhein

Hochsensibel und erschöpft? Wie man der Erschöpfung Herr werden kann

Donnerstag, 30. Juni 16

Ich mag Thomas Bröker von einigen Videos und seiner Homepage her; er ist für mich ein gutes Beispiel eines sensiblen Mannes, der erfolgreich im Leben steht und sich nicht hinter (s)einer Frau versteckt.

Er ist sich seiner Schwäche(n) bewusst und gerade die Tatsache, dass er diese zulassen kann, macht ihn in meinen Augen stark. Er respektiert seine Grenzen und bestätigt mir nochmal meine eigenen Erfahrung: Ich erhole mich rasch, auch wenn ich mich sehr erschöpft fühlte, wenn ich mir rechtzeitig eine Auszeit gönne.

Es fasziniert mich, dass auch Thomas von solchen Situationen beschreibt, in denen er ein Projekt uuunbedingt noch abschließen will. Das kenne ich nur zu gut.

Er kommt gar nicht auf die Idee, seine Erschöpfung als Symptom einer Erkrankung zu interpretieren und „gesund werden“ oder genesen zu wollen, sondern er ist sich völlig darüber im Klaren, dass es an unpassenden weil reizüberflutenden Rahmenbedingungen liegen muss, wenn er chronisch erschöpft ist. Folgerichtig passt(e) er dann diesen Rahmen an sich an und nicht anders herum.

Ich stand immer schon auf Langweiler und was andere so richtig öde finden – im Büro zum Beispiel die Ablage zu machen – dabei blühe ich so richtig auf. Immer wurde mir das Gefühl gegeben, nicht richtig zu sein, so wie ich bin, und das verpaarte sich mit meinem Drang, den Erwartungen anderer gerecht werden zu wollen: „Hochsensibel und erschöpft? Wie man der Erschöpfung Herr werden kann“ weiterlesen

Bist Du noch krank oder schon verrentet?

Freitag, 24. Juni 16

Hallo ihr Lieben,

ich versuche, etwas mehr Transparenz zu schaffen (hinsichtlich Sonjas Frage, wie ich das alles schaffe) und jeweils den Tag dazuzuschreiben, an dem ich schreibe. Ich fange jetzt um elf Uhr abends an und habe mir ein Zeitfenster von drei Stunden gesetzt, nach dem mein Handy mich daran erinnert, auch mal eine Pause bzw. Feierabend zu machen.

Damit ich das dann auch höre – weil ich Kopfhörer aufsetzen und Musik hören muss, um mich hier (siehe )auf überhaupt irgendetwas konzentrieren zu können – höre ich die Musik vom Handy. Natürlich habe ich Ruhemodus eingeschaltet und zudem draußen an meine Bürotür das Bitte-nicht-stören-Schild (wie im Hotel rot, andere Seite grün: Bitte aufräumen) gehängt.

Übrigens habe ich jetzt drei Tabs auf, um dem neuen Konzept folgend zwischen gestern, heute und morgen springen zu können.

Soviel zur äußeren Ordnung. Los geht’s mit der Gegenwartsbewältigung.

Montag.

Nachdem wir am Wochenende zur Familienaufstellung für Schwule (Thema: Sexualität und Beziehung)  in der Akademie Waldschlösschen bei Göttingen waren, fing die Woche eigentlich recht gechillt an. Ausschlafen, Bilder aufhängen, Belege für die Steuer zu Ende raussuchen. Meine 3 TO DOs für den Tag. Alle erledigt und den Rest erfolgreich vertagt.

An der Aufstellung selbst hatte ich absichtlich nicht teilgenommen, weil ich bereits total reizüberflutet war und einfach nur Ruhe und nach zwei schlaflosen Nächten einfach nur noch schlafen wollte. Ich habe es sehr genossen, durch die Nennung meiner Diagnose von dem Leiter der Veranstaltung davon befreit zu werden, in seinem Setting Klient sein zu müssen.

Davor war ich nie auf die Idee gekommen, dass diese Diagnose mich auch einmal schützen könnte – bisher hatte ich es nur als Bedrohung erlebt, weil ich davon ausging, wenn man erstmal weiß, dass ich offiziell für plem erklärt worden bin, sei dies ein Freifahrtschein dafür, mir Gewalt anzutun.

Der veranstaltungsleitende Therapeut bestätigte mir die Einschätzung meiner Begleiter bei der Integrierten Versorgung, dass das Risiko einer Retraumatisierung bei einer Teilnahme jetzt viel zu hoch wäre und er wollte das Risiko daher nicht übernehmen. Das deckte sich mit meiner eigenen Einschätzung meiner Verfassung. „Bist Du noch krank oder schon verrentet?“ weiterlesen

Skizze Ge-schlecht

Ge-schlecht

Den Beitrag Aktionswoche: Trans*Inter*-Tagung München habe ich aktualisiert und möchte unter dieses Thema erstmal einen Haken machen.

Ich würde mir wünschen, wenn mir meine Vergangenheit nicht immer wieder auf die Füsse fallen würde. In meiner Gegenwart tue ich alles dafür, meine Zukunft entsprechend zu gestalten.

Es gibt die Möglichkeit, bei der Akademie Waldschlösschen eine Qualifizierung als Trans*Berater_in zu erwerben. Die aktuelle Reihe hat gerade im Juni begonnen, eine weitere Reihe ist in Planung.

Das wäre etwas, das mich vielleicht nach der EX-IN-Ausbildung interessiert. Ich möchte aber nicht zu sehr in Zukunftsmusik schwelgen, um mich auch auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

Ich wünsche mir eine trans*-Community, in der alle an einem Strang ziehen.

Ich wünsche mir eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen trans*- und inter* – Menschen.

Ich wünsche mir mehr gegenseitiges Verständnis zwischen Cisleuten und Transleuten.

Ich wünsche mir, ihr ahnt es… Weltfrieden. Darauf läuft es hinaus. Ich kann aber nur klein anfangen, mir an meine eigene Nase fassen und vor meiner eigenen Haustüre kehren. Wenn das wirklich jeder so machen würde, dann wäre an alle gedacht – theoretisch.

Es gibt noch andere Träumer, die möchte ich hier aber vorerst nicht verlinken. Die träumen auch vom Weltfrieden und wünschen sich – so hab ich das verstanden – dass keine Unterschiede mehr zwischen den Geschlechtern gemacht werden. So ein allumfassendes eines Ober-Geschlecht für alle sozusagen.

Weil so vom Ding her – so sehe ich es wiederum (auch) – jeder Mensch eine männliche und eine weibliche Seite hat. Animus und Anima. Und je nachdem, wie man dann damit umgeht, ob man die Differenzen betont oder die Gemeinsamkeiten betont, wirkt man dann androgyn oder bigender, dh geschlechtslos oder zweigeschlechtlich.

Oder man wirkt eben eindeutig m oder eindeutig w, obwohl man es so ganz streng genommen und mit der Genderlupe besehen eigentlich gar nicht ist.

Wenn ich mir einen Rock anziehe, dann kann ich den als Herrenrock verkaufen, ich kann mir aber auch ganz bewusst etwas anziehen, das als aus der Damenabteilung stammend erkenntlich ist. Dabei haben Textilien gar kein Geschlecht. Sachen gibts…

Mein neues Krafttier nach dem Pegasus (bzw. dem Pferd und dem Adler, welche für mich auch für den Kontakt zu Himmel und Erde standen) ist auf jeden Fall die Schnegge:

Weil die Schnegge ist ein Zwitter. Und die ist auch gar nicht beleidigt, wenn man sie so nennt. Hoff ich mal.

Und ganz im Notfall kann sie sich selbst befruchten, zieht es aber vor, sich mit einer anderen Schnegge zu verpaaren. Das kann ganz schön laaaaaaaaaaaange dauern, bis die sich dann geeinigt haben, wer m und wer w ist. Denk ich mal.

Schonmal Schneggensex beobachtet?

Ich wär ja neugierig, hab aber leider gar keine Zeit dazu. Sonst komme ich ja überhaupt nicht mehr zum Schreiben, also nicht nur nicht zum Buch-Schreiben, sondern auch nimmer zum Bloggen. Und das kann ich uns ja wohl nicht antun.

Die Schnegge ist mir am 17.6. dreimal begegnet. Für mich ganz eindeutig. Am 2. Mai, als ich in dem Zustand war, den die Psychiatrie „Psychose“ nennt, hatte ich bereits Kontakt mit Nacktschnecken, wie ich euch im Zusammenhang mit dem Thema Haut, die mich nochmal auf meine Dünnhäutigkeit hingewiesen hat, berichtete.

Und die Bedeutung (Krafttier Schnecke) hab ich erst hinterher bei meiner Recherche nachgeschlagen, um euch das zu verlinken und mir für den Kopf nochmal eine Bestätigung zu holen, dass ich meiner Intuition vertrauen darf.

Mein Totemtier ist sicherlich die Schildkröte mit dem Vogel, der auf ihr sitzt.

Schon als Kind habe ich mit Begeisterung Die gepanzerte Doris von Ruth Werner gelesen über eine Schildkröte namens Doris Achtermai. An ein 1973 in der DDR erschienenes Buch kann ich nur über unsere Verwandten von drüben gekommen sein – mal Mama fragen…

Und damit das ganze auch wie geplant, in Richtung Zukunft fährt ein schickes Meme mit double bind:

Schnegge volldampf voraus

Baum

Erregungslevel

Bäume fliegen nur deshalb bei starkem Wind nicht einfach weg, weil sie in der Erde fest verwurzelt sind. Auch für mich ist relevant, bei aller Öffnung für den Himmel noch mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität stehen zu bleiben.

Das eigene Erregungslevel im Blick zu behalten ist zentral zur psychischen Stabilisierung.

Aus dem von mir verwendeten Stimmungskalender zur Protokollierung und Verbesserung meiner Affektstabilität habe ich einen Kalender für HSP entwickelt, der dabei helfen soll, das persönliche Erregungslevel besser zu erspüren und zu regulieren: Tabelle Erregungslevel HSP (pdf-Datei öffnet in neuem Tab)

Dabei sind die Zeilen von 1 bis 31 nummeriert, weil jede Zeile für einen Tag des Monats gedacht ist. Pro Tag sollen folgende Einschätzungen getroffen werden, um den Tag als Gesamtes zu bewerten:

  • Heute fühlte ich mich überfordert.
  • Heute fühlte ich mich wohl.
  • Heute fühlte ich mich unterfordert.

Für den Anfang kann man hier einfach ganz grob ein Kreuz setzen, welche Aussage für die meiste Zeit des Tages zutrifft und später mit Prozentpunkten oder einer Skalierung feiner differenzieren.

Dann geht es um die Einschätzungen, ob es einen Moment gab, an dem eine dieser Aussagen zutraf:

  • Heute war ich dünnhäutig.
  • Heute war ich ausgeglichen.

Es kann durchaus beides an einem Tag passieren. Gerade wenn ich merke, dass ich gereizt reagiere, tue ich besonders viel, um mich auszugleichen und dann komme ich in der Regel auch an einen solchen Punkt, an dem ich mich ausgeglichen fühle.

Nun geht es um die Untersuchung der Rahmenbedingungen. Natürlich ist das alles variabel – meine Tabelle soll nur eine Anregung zur Selbstwahrnehmung liefern. Für mich wären folgende Punkte interessant:

  • Stunden unter Menschen
  • Alleinzeit in Stunden
  • Schlaf in Stunden

Der Schlaf ist deshalb entscheidend, weil in der Tiefschlafphase das Langzeitstresshormon Cortisol abgebaut wird. Bekomme ich nur 4 Stunden Schlaf anstatt 8, bin ich sehr empfindlicher, als wenn ich gut ausgeruht bin.

Das andere ist die Frage, was ich untersuchen möchte. Wenn ich herausfinden will, welches Verhältnis zwischen Kontakt und Rückzug mir gut tut, macht es Sinn, die Stunden, die ich für mich alleine habe und die, die ich in Gesellschaft anderer verbringe, zu betrachten. Allerdings kommt es hier nicht auf die Quantität alleine an, sondern die Art und Weise, wie ich in eine Begegnung hereingehe, macht sehr viel aus. Zunächst bin ich davon ausgegangen, dass jeder Kontakt zu Menschen ein Risiko darstellt, weil ich ja nie weiß, auf welche Weise ich in dieser Zeit beeinflusst werde. Ich kann beruhigt werden und mich sehr wohl und geborgen fühlen, aber auch recht leicht auf die Palme gebracht werden – je nach dem, wie es mir selbst gerade geht. Daher ist es manchmal von Vorteil, wenn ich mich zurückziehe und Verabredungen absage, um überhaupt erstmal wieder aufnahmefähig für die Welt zu werden.

Das „Regulativ“ kann letztlich alles Mögliche sein von Musik hören, malen, schreiben über Progressive Muskelrelaxation, Baldrian, Sport und binaurale Klänge bis hin zu Schlaftabletten, um ausreichenden Schlaf zu gewährleisten. Hier soll das eingetragen werden, das man als mögliche Maßnahme zur Selbstregulation in Betracht zieht und auf seine Wirksamkeit überprüfen möchte. Ein simples „Pause machen“ ist nicht konkret genug, um daraus eine Erkenntnis zu gewinnen, wieso man sich an dem einen Tag nun besser fühlte als an dem anderen, an dem man auch eine Pause hatte. Die Frage ist ja auch, wie diese Pause genutzt wird.

Wenn Du hierzu noch Fragen hast, dann scheu Dich nicht, sie zu stellen.

Wer nicht fragt bleibt dumm.

(Sesamstraße)

 

Reizüberflutung - Reizarmut

Sensibilität und Gleichgewicht – Reizüberflutung und Deprivation

Seit ich mich im Februar durch den Online-Hochsensibilitätskongress 2016 erneut mit dem Konzept der Hochsensibilität befasst habe, ist mir ein ganzer Kronleuchter aufgegangen. Die Lektüre von Hochsensible Menschen im Coaching von Ulrike Hensel bescherte mir so einige Aha-Erlebnisse – dabei habe ich mich bereits vor über fünf Jahren mit dem Konzept der Hochsensibilität befasst.

Für mich erklärt sich nun endlich, warum ich schon immer mit den Pausen in der Schule und allen anderen zwanglosen Zusammenkünften von Menschen solche enormen Schwierigkeiten hatte. Es ist die Ungeordnetheit.

Mir fehlte einfach die Struktur, die während des Unterrichts vorgegeben war. Ein Rahmen, der mich schützte, und in dem ich sein durfte. Die Pausen habe eine eigene Struktur, die zu erfassen für mich damals viel zu komplex war.

Heute kann ich mich darin behaupten, weil ich mir meine Struktur selbst schaffe. Wie das geht, habe ich in der Ergotherapie gelernt. Stichworte: Tagesstruktur, Wochenstruktur.

Als ich noch angestellt war, hatte ich mich mehrmals um Seminare zum Thema Selbst- und Zeitmanagement bemüht, die aufgrund von Erkrankung des Vortragenden dreimal ausfielen und dann nicht mehr angeboten wurden. Vermutlich habe ich inhaltlich nicht wirklich etwas verpasst.

Schriftlich habe ich den von mir erfassten Spannungsfeldern in Form des Textes Erkenntnis Ausdruck verliehen.

Ich könnte die Liste von Gegensatzpaaren, die mich rund um Ausgleich beschäftig(t)en, wohl noch sehr lang machen:

  • Reizüberflutung – Deprivation
  • Ordnung – Chaos
  • Programm – Pause
  • Kontakt – Rückzug
  • Lärm – Ruhe
  • Innen – Außen
  • männlich – weiblich
  • Einatmen – Ausatmen
  • Himmel – Erde
  • Adler – Pferd
  • Krone – Wurzeln
  • Wachstum – Bindung
  • Yin – Yang
  • Übergewicht – Untergewicht

Die drei fett hervorgehobenen Begriffspaare habe ich im Atelier in Acryl auf Leinwand gebracht. Für mich ist das der Abschluss dieses Themenfeldes rund um meine Mitte und das Gleichgewicht, das ich nun gefunden habe und auch halten kann.

 

Hier kann man auf den ersten Blick nicht viel von der geröteten, gereizten, juckenden Haut auf den Augenlidern erkennen.

Der Körper als Spiegel der Seele: Haut

In den letzten Wochen Monaten hatte ich Probleme mit der Haut an den Augenlidern:

Meine Haut juckte, war trocken, gerötet, schuppte und war aufgrund der Reizung sehr empfindlich. Bevor ich diesen Impuls des Reiben-wollens bewusst zu unterdrücken begann, habe ich häufig gerieben. Abends cremte ich mit Bepanthensalbe ein, um die Haut zu beruhigen.

Nun hatte ich mich gefragt, was da mit meiner Haut los ist. Ich fragte mich, was seelisch drei Wochen zuvor geschah. (Die Haut braucht rund 21 Tage, um zu reagieren.) Zu dieser Zeit war ich eine gute Woche hypoman gewesen.

Weiterhin interessierte mich, warum es ausgerechnet auf den Augen auftritt. Im Gesicht sieht es jeder, sobald ich die Augen schließe.

Die Augen sind die Fenster zur Seele. Wenn ich die Augen schließe, wird meine Dünnhäutigkeit offenbar. Ich schließe die Augen mehrmals am Tag unbewusst; bewusst, um in mich hineinzusehen oder zur Entspannung und damit Regeneration. „Der Körper als Spiegel der Seele: Haut“ weiterlesen