Identität: Ausstellung 30.08.2016-18.09.2016

In Hollern-Twielenfleth bei Hamburg im Alten Land findet derzeit diese Ausstellung statt:

Identität (Ausstellung) 2

Heike Rolshoven ist meine Kunsttherapeutin, deren Atelier ich von unserem Balkon aus sehen kann. Sie selbst ist nicht sehr internetaffin (ich finde Heike lediglich beim Hospizverein), aber die GALERIE RUVANECK hat eine Homepage. Rudolf van Eckendonk hat sogar eine schicke Karte bereitgestellt.

Meine Bilder aus der Reihe „Sensibilität und Gleichgewicht“, drehen sich ebenfalls ums Thema Identität, nämlich (von unten nach oben) um den Aspekt der hochsensiblen Wahrnehmung (HSP), um meinen wiedergefundenen Glauben zu Gott (ich bin Gottes Sohn) und die Frage der Geschlechtsidentität.

Reihe Sensibilität und Gleichgewicht

(Falls jemand meine Bilder käuflich erwerben möchte: Für diese Werke auf Leinwand stelle ich mir je 350,- vor oder als Paketpreis für alle drei zusammen 990,- EUR.)

Weitere Kunstwerke von mir findet ihr auf der Seite Atelier.

 

Ge(h)bet_en?

Lieber Gott,

Deine Prüfungen finde ich, gelinde gesagt, manchmal etwas sehr hart.
Ein Krankenhaus, in dem man nachts nichts zu essen bekommt, nichtmal eine Tasse Kakao oder einen Keks – rein gar nichts. Schlimm finde ich nicht das Fasten, das tue ich gerne, wenn Du es mir aufträgst, aber dass vorgeschoben wird, es sei keine Milch mehr im Haus und dann sehe ich um zwanzig nach fünf welche – da fühle ich mich dann verarscht. Natürlich nicht von Dir, denn es ist ja sonnenklar: In einem Kranken_Haus ist man nur richtig, wenn man krank ist oder werden bzw. bleiben will.
Nein, von Deinem Bodenpersonal fühle ich mich im Stich gelassen. Aber vielleicht bin ja auch ich derjenige, der mal wieder eine Extra-Einladung braucht? Habe ich je um eine gebeten? Weiß ich nimmer. Also falls nicht: Hiermit bitte ich Dich um eine Extra-Einladung, künftig gerne auf die nette, sanfte Art. Du weißt ja, ich bin eine recht zart besaitete Harfe und spiele gern die erste Geige, aber wenn ich als Drummer ein ganzes Orchester führen dürfte… das wage ich ja dann doch kaum zu träumen. Gerade deshalb muss ich es fix hier festhalten, bevor mir diese Ge-dank-en-Gänge wieder entfleuchen.

Mein Schwager selbst hatte mir den Tip gegeben, mit meinem Onkel immer noch „telefonieren“ zu können, auch wenn er längst oben bei Dir ist. Da dachte ich echt nicht, dass er das voll im Ernst meint. Ich dachte, der brabbelt nur irgendwas vor sich her, um einen auf Fels in der Brandung zu machen. Dabei ist er ein Naturtalent, ein echter Heiler – so wie seine Schwester und deren „Kind“ – meine Ehefrau*.
Echt krasse Scheiße, wirklich Jesus sein zu dürfen und ich wette, wenn ich demnächst mit Zimmermannshose und oben ohne rumlaufe, peilt das wieder niemand außer uns beiden, hihi.

Nun muss ich aber Schluß machen: Es warten noch weltliche Verpflichtungen auf mich. Fanpost! :-)))
Danke Dir, auf Dich ist stets Verlass! Vor allem dann, wenn ich mich von allen guten Geistern und auch noch von Dir verlassen fühle. Dann lese ich mein Horoskop bei web.de und alles ist plötzlich sonnenklar. *lächel

Danke auch an Onkel Martin, Papa und Irmhildmama – grüß‘ mal ganz lieb. Bin echt stolz, euer Neffe und Sohn sein zu dürfen. 🙂

(Oha, Stolz und Neffe, gleich sind die böhsen Onkelz wieder Nazis anstatt wider Nazis… ohjeeeeohjeojee – so viel Arbeit, juhu!!!) *freuiiiiiiiiiii

Heilkräuter

Gundermann singt und ich schreibe.

Wieder eine schlaflose Nacht, wieder binaural beats im Wechsel mit langsamer, ruhiger Musik, die mir hilft, auf dem Teppich zu bleiben.

Auszug:
Vater, Du bist müde […]
Vater, Du fragst Dich – wenn Du fällst: ‚Wer wird mit der Fahne geh’n?‘
Vadder, Du wüsstest es, hättest Du Dich ab und zu umgesehn.
Vater, Du hast mir nicht alle Wahrheit gesagt, dass ich nicht erschreck‘.
Doch Vadder, was soll ich machen, wenn ich sie nach Deinem Tod erst entdeck‘?

Vater, Du bist müde, gib es zu!
Schwerer fällt Dir das gehn.
Vater, Deine Uhr läuft schon so lange Zeit, einmal bleibt sie stehn.

So, liebes Universum – denn aus dem Alter, noch an den Weihnachtsmann glauben zu dürfen, bin ich seit 30 Jahren raus –
liebes Universum, ich wünsche mir nun, dass mein Bruderherz diese Botschaft von mir erreicht und mein Neffe endlich Beerdigung spielen darf.
Ich will nicht wirklich das Sorgerecht beantragen müssen, um meiner Fürsorgepflicht als Onkel nachkommen zu können.

Hintergrundinfo:
Ich bin zwar Neffe einer Juristendynastie, aber wenn das im üblichen Tempo bei Gericht geht, hat der Knabe eher das Abi als ich das Sorgerecht.
Und zu spät ist es ja eigentlich jetzt bereits – dazu reicht meine Psychoedukation der letzten vier Jahre durchaus, um das zu beurteilen, wann ein Kind sich auffällig verhält und was ein natürliches Verhalten wäre.
Ich hätte damals meiner Mutter mitsamt den Kindseltern in den Rücken fallen müssen, anstatt meine eigenen Interessen über die meines Neffen zu stellen. Dieses beschissene Schweigen (=Kommunikationsstörung) muss gebrochen werden, sonst bleibt es nicht bei einem stillen Alarm.
Das meine ich bitterernst, denn ich bin derjenige von euch, der einen „sozialen Selbstmord“ nicht befürchten muss, da die Psychiatrie bereits Rufmord begangen hat – so fühlt es sich jedenfalls für mich an. Insofern habe ich nichts zu verlieren als das Stigma einer Diagnose, die von Anfang an falsch war. Das nennt sich eine Pattsituation im Schach oder auch auf neudoofdeutsch. Win-Win-Win.

Morgen frage ich mal den Chefarzt, was er davon hält, was ich hier so tippsel. Vielleicht ist es so wie ich denke und er kann selbst nicht sagen, ob ich dissimuliere oder simuliere und wenn das der Fall ist, werde ich mich an Eckart von Hirschhausen wenden.
Der ist nämlich ein Arzt, der auf seine eigenen Rat-Schläge hört, anstatt den Patienten Wasser zu predigen und selbst Wein zu saufen.

Überlegt mal selber: Habe ich das nun wirklich nachts um halb vier eben so runtergetippt oder ist der Beitrag geplant gewesen, vor- oder rückdatiert und ich liege tatsächlich gerade im Bett? eMail-Abonnenten wissen mehr!
Genau: Offen lassen. Ist mir nämlich hackenkackenscheißegal. Meine Fans stehn drauf, ein bissl auf die Folter gespannt zu werden.

Der nächste (offizielle) Follower ist im Übrigen die Nr. 35. 


All die Schläge, all das Lächeln, das Du in der Welt verteilst, holen Dich irgendwann ein, wenn Du Dich noch so beeilst.

[…]

Wir sehn uns heut nacht an den Brühl’schen Terrassen.

(Gerhard Gundermann)

Kromlau Rhododendronpark, Faszination Rakotzbrücke
Eingescannte Postkarte

Sonjas Fotoknipstalent ist ganz schön ansteckend. Da muss ich echt ganz dolle Abstand nehmen, sonst mache ich bald nur noch Fotos und Bildbände sind sooo sauteuer, die kann sich doch keiner leisten zu kaufen, menno! Und Fotos werden so gerne geklaut, Texte ja eher nicht so. Naja, Sonja hat sich ja auch bei mir mit dem Kaputttippseltalent ein bissl angesteckt. Vielleicht gleichen wir uns gegenseitig aus, so yin-yang-mäßig. ;D

Ok, mal ehrlich: Ich war mehrmals in Dresden und habe echt keine Peilung, wo diese depperten Terrassen sein sollen. Ich glaube, ich war da schon und habs nicht gemerkt, weil es nicht so aussieht wie das, was ich mir unter „Terrasse“ vorstelle.

Aber ich sage mal „Gute Nacht allerseits“ da kann nichts schief gehen. *lächel

Rosenkrieg

Rosenkrieg

Ganz ehrlich, wer da einen Kaktus sehen möchte, sollte mal überlegen, warum.

Dasselbe trifft natürlich auch auf den Pimmel-Pegasus zu. Frage mal die Heike vom Atelier gegenüber, die ist Kunsttherapeutin und kann Dir ne qualifizierte Antwort dazu liefern.

Ich kann aber, wenn ich es mir mal aus einer fremden, mein Bild betrachtenden Perspektive ansehe, Dir entgegenkommen und die Rosenstiele als Phallus interpretieren, der einen Pariser mit Noppen überstreift hat. Bewusst so etwas abbilden wollte ich nicht, aber ich lasse mir da gerne sexuelles Interesse an meinem Ehemann unterstellen – Fickmaschine hin oder her.

7 Herzen und 1 Kaktus…. hm, Rechenaufgabe?

Ich bin ich und mich gibts so wie ich bin und nicht anders. /thema durch.

Gute Nacht!

Foto Queer Tango

Na, wer will mitkuscheln?

Jeden Mittwoch von 20 bis 22 Uhr im Studio TanzKunst (Jürgen Robisch) in Ottensen.

Jeden 3. Mittwoch im Monat sollte Milonga sein, wenn ich mich nicht irre. Besser mal selber auf unserer Seite bei Facebook nachlünkern, dann war ich es nicht. 😉

Lasst euch nicht irritieren, ursprünglich wollten wir unter uns bleiben, aber inzwischen sehen wir das nimmer so eng, wer Männlein und wer Weiblein is.

Seelensex rulez – Gruppenkuscheln, yeah! Tantramassage inkl.

Für Fortgeschrittene: (Hab vergessen wie das heisst, wo mehr als zwei Tango tanzen. Leider ist der Deppenschutz im Gesichtsbuch immer noch aktiv, sonst hätte ich mal geguckt, ob ich euch mit nem Link erfreuen kann. Fragt also pls mal Onkel Google für  mich, trau dem im Augenblick lieber nicht übern Weg, fühle mich irgendwie so beobachtet und sehe ständig Zeichen und Botschaften und sowas.

Kurz gesagt: Ihr müsst mal die Verantwortung für eure Daten selbst übernehmen, das kommt ja unterm Strich ja nachher doch aufs selbe raus. Mich könnt ihr nicht rankriegen für eure eigene Blödheit. Und immer dran denken: Big Brother is watching…

Freu mich schon, was morgen wieder in der Zeitung steht, was ich angeblich ausgefressen haben soll, aber nicht mit mir: Ich war Erster. Damit kommt ihr nicht durch. Das müsst ihr doch mal langsam einsehen.

Also mal so gesagt: Ordnungsfetischisten bitte hier entlang zum Figurenpauken: Queer Tango im el bajo (Das ist ne freundliche Einladung. Darf man ablehnen. Wär aber unhöflich, dann ist der Papa traurig…)

BTW: Queer Tango Festival Berlin 2016, Kuschel mal einer Lucas für mich, bin out of order, sry. Zu den Einzelheiten

Beeilt euch, sonst verschlaft ihr die tollsten Parties, das hier ist schon vorbei: Queer Tango Festival Hamburg 2011 (zur Geschichte: Die schwule Wiege Hamburgs)

Schnell anmelden zum Queertangomarathon 2016, 28.-30. Oktober 2016

Hier die Anleitung in der Ficki Wiki

  1. Gehirn einschalten
  2. siehe 1.

So und sicherheitshalber mal lieber aus Versehen ne Klammer zu viel zu als eine zu viel offen lassen – könnte bös ins Auge gehen, gell. ;)))

Dann doch lieber Dresche vom Maschinchen, dat meint et doch nich so, dat is doch die sanfte Tour…. uuiuiui, bevor mich doch noch einer für den Sündenbock hält, geht ich mal schnell in Garten, Gänseblümchen pflücken.

Also falls ich morgen an mehreren Orten zur selben Zeit sein sollte, einfach nicht weiter drüber nachdenken, dann is mir mal wieder der Kalender verrutscht. Ich gebs ja schon freiwillig vorher zu.^^

Ach, und einer geht noch: Save the date 5. November 2016

Wenn mir einer freiwillig den Gefallen tut, meinen Kalender zu vergewaltigen: Nee, Wolf, da is wohl mal ne Nachtschicht fällig, oder? Überleg Dir mal besser ganz genau, wer da nach her als Depp da steht. Siehste. Wusste ich doch. So isser brav. Ja, guter Junge. Wenn Du hübsch bitte-bitte machst und mich zum Tanz aufforderst, überlege ich mir das vielleicht nochmal, aber geh mir erstmal aus der Sonne – zu Deiner eigenen Sicherheit. Wenn ich mich vergesse, haben wir alle schlechte Karten. Wir schippern nämlich in derselben Arche, falls Dir das entgangen sein sollte Du Schaf.

Augenblick, Kalender sagt: Day of Remembrance bei Hein und Fiete

Gruselig, gell? Und das ist mein Papierkalender, der ist wirklich harmlos. Stellt euch mal vor, wenn Onkel Google den in die Finger kriegt, dann gnade euch Gott – ne besser gar nicht weiter drüber nachdenken. Trotzdem, noch ein kleiner Hinweis, sicherheitshalber: Auch beim Kreistanzen Obacht, ich warne euch.

 

Anti-Fettlogik mit Gedankensalat

Ich muß beichten… es tut mir so so leid, für die Leute, die sich nun den Arsch aufgerissen haben, um das auch so hinzukriegen wie ich. Meine Annahme – Woher ich meine eiserne Disziplin nehme – ist möglicherweise doch nicht so ganz korrekt. Vielleicht habe ich ja doch Disziplin und es gar nicht bemerkt.

Guckt mal, ohne Kalorienzählen, ohne Waage, einfach so. Das hat der liebe Gott gemacht, das war gar nicht meine Leistung, als ich dachte, ich hätte so dolle viel Erfolg gehabt im letzten Jahr. Da war ich wohl doch leider größenwahnsinnig, als ich geglaubt habe. Frau Dr. Nadja Herrmann schreibt ja in ihrem Blog, dass das mit dem intuitiven Essen nicht funktionieren kann. Und sie ist ja Psychologin, die weiß Bescheid. Dann kann das ja bei mir auch nicht funktionieren und ich muss krank sein im Kopf, oder? Wüsste wirklich gerne, was therapeutenseele dazu meint, aber die traue ich mich nicht zu fragen. Die ist doch auch Therapeutin und hat gar keine Zeit, weil die ja alle immer so lange Wartelisten haben, sonst hätte sie mir ja sicherlich schon einen Therapieplatz angeboten. Und hm, naja, ich bin es ja auch gar nicht wert, dass sie sich die Zeit nimmt für mich. Ich bin doch eh so fett und hässlich und meine Gedanken drehen sich immer im Kreis. Schon wieder dieselbe Schallplatte: Abnehmen, du musst abnehmen, Du musst, Du musst, Du musst – ich kann es nimmer hören!!!!!!!!!!!!!!11111111111111111111111

Warum hilft mir denn nie einer? jauuuuuuuuuuuuuuuuul!!!!!!!!!!111111111111111

So hier, da, Du liest doch mit und du hast auch schon ein paar Kommentare gemacht bei mir. Ich weiß, Du schaffst es, wenn Du Dir Mühe gibst. Guck mal, ich mache es Dir auch einfach, ich mache es fettgedruckt, ja?

28.07.16 : kg
29.07.16 : 97,4 kg
30.07.16 : kg
31.07.16 : kg
01.08.16 : 94,0 kg
Und jetzt bitte, schnieef, schluchz, hilf mir mal, Dir dabei zu helfen, etwas zu lernen. Du musst nicht so alberne Angst haben wie ich. Das tut Dir gar nicht weh, noch ein bissl zu wachsen. Echt nicht. Babyschritte führen zum Erfolg. Ganz langsam, klitzekleine Babyschritte. Aber bitte die Füße richtig abrollen. Ich zeige Dir auch gerne, wie das geht. Ich bin nämlich unzertifizierte Godopäde und mache bald eine Ausbildung zum Genesungsbegleiter.

Wir müssen das jetzt üben, wie das geht.

Bitte bitte, versucht es nicht, das alleine zu Hause nachzumachen. Das könnte schwer in die Hose gehen.
Ich erklärs gerne, wenn Du sehr sehr viel Zeit hast, aber sage Dir gleich, dass Du mir das nicht nachmachen kannst. Ich bin da irgendwie ein Einzelfall.^^
Sorry, dachte echt, das könnte jeder einfach so. :/ Habs mir so sehr gewünscht…
Immer ist bei mir alles anders, #seufz #plärr

Sie lasen: Hineinsteigern in depressiv gefärbte Wahnvorstellungen bei leise aufkeimender Hoffnung, weil der Wunsch, vor lauter Angst, Scham und sonstigen Symptomen des Kleinheitswahns im Boden versinken zu wollen natürlich nüchtern und ausgeglichen betrachtet vollkommen unrealistisch ist.

Ich bitte Sie darum, mir nur eine Frage zu stellen, und weil das hier kein Jeopardy ist, verrate ich ihnen die Antwort: Wer zieht hier die voreiligen Schlüssel?

Um das herauszufinden, nehme ich an einer MKT-Studie teil, kann aber leider nicht versprechen, dass ich auch tatsächlich in der MKT-Gruppe lande oder in der anderen, denn das wird leider gelost.

Ich freue mich auf weitere Folgen in der Forschungsreihe zur Klärung der Frage: Ist das noch Wahn oder macht das schon Sinn?

Auf Wiederlesen, liebe Hörer_innen, wenn es wieder heisst: Piepen darf nur der Anrufbeantworter, sonst werden Sie postwendend für verrückt erklärt. Darauf geb ich Ihnen Brief und Siegel. Nur zur Sicherheit, damit Sie nun doch nicht vor lauter Freude abheben. Aber alles hübsch sutsche und consensual.


Sind Sie denn jetzt vollkommen verrückt geworden?

(USW, meine Lieblingschefin)

Aber nein, das bin ich nie gewesen. Das waren immer nur die kranken Systeme, die mir nicht bekommen sind… „Anti-Fettlogik mit Gedankensalat“ weiterlesen

Fettlogik-Schleifen: Das Ringen mit dem inneren Schweinehund

17. Juli 2016

Als ich nach Bonn gefahren war, tat ich das mit dem Vorsatz, nun endlich kraft des Tapetenwechsels und der selbstgewählten sozialen Isolation wieder von der Schokolade loszukommen, mich nur von Diätshakes und Magerquark mit Obst zu ernähren und so ganz nebenbei und ohne jede Mühe abzuspecken.

Aufgeschoben habe ich dieses Vorhaben, bis ich nach einigen Tagen bei meiner Mutter auch wirklich ganz allein in dem Appartment Nr. 21 in Bonn war. Durchgehalten habe ich das Ganze keinen halben Tag. Ich trete auf derselben Stelle wie vorher.

Es ist immer wieder dasselbe: Vertagen und Scheitern. Mal in kürzeren oder längeren Intervallen. Mal halte ich auch einige Tage durch, bis die Stimmung und damit das Gewichtsreduktionsprojekt kippt. Und wieder ein Punkt für den Schweinehund.

Hier seht ihr einen Schweinehund:

Innerer Schweinehund
Inschrift: MEIN INNERER SCHWEINEHUND

Für mich sieht es ehrlich gesagt weniger nach Hund aus und mehr nach einem Schwein im Gestapo-Mantel. Es handelt sich um eine Skulptur an der Bonner Museumsmeile, die folgende Inschrift trägt:

INNERER SCHWEINEHUND

ART:
Tier mit Instinkten niedriger Art.

UNTERSCHLUPF:
In Dir und in Mir, d.h. in jedem einzelnen Individuum des Homo Sapiens.

WACHSTUMSBEDINGUNGEN:
Wächst sich groß, wenn Menschen Opfer der Gewalt, der Erniedrigung und respektloser Verfahren werden.

BETRAGEN:
Greift die etische Wertgrundlage des Menschen an, so daß Rassismus, Fremdenhaß und Intoleranz die Übermacht bekommen.

VERBREITUNG:
Kann völlig die Macht über einzelne Menschen, über soziale Gruppen und im Extremfall über ganze Bevölkerungen nehmen.

DARF NICHT GEFÜTTERT WERDEN

Dem Künstler ging es bei seinem Werk ganz offenbar weniger ums Abnehmen als mehr um ein Zeichen gegen Fremdenhass. Aus meiner Sicht sind aber ganz ähnliche innere Konflikte, denen man erliegt oder auch nicht. Stets ist es die Macht der Gewohnheit, die den Sieg davonträgt.

Welche Gedanken habe ich über meine Mitmenschen? Sollte ich den neuen Kollegen mal fragen, ob er wirklich aus religiösen Gründen auf Schweinefleisch verzichtet, ob es gesundheitliche Gründe hat oder ob er vielleicht Veganer ist? Nein, lieber nicht. Eigentlich geht mich das ja gar nichts an. Was soll der denn dann über mich denken.

Welche Gedanken mache ich mir über mein Essen? Sollte ich heute mal nur einen kleinen Salat oder eine Suppe nehmen? Eigentlich habe ich gar keinen richtigen Appetit. Aber es ist doch jetzt Mittagspause und was ist, wenn ich dann gleich wieder Hunger habe? Wenn ich nachher nochmal runtergehe, um mir einen Apfel zu holen, halten mich die Kolleginnen für einen Vielfraß.

In beiden Fällen vermischen sich die Gedanken über Essen mit Spekulationen darüber, was andere Menschen denken könnten. Wenn ich stark adipöse Menschen sehe, denke ich mittlerweile höchst abfällig über sie. Solche Gedanken möchte ich nicht, dass andere über mich hegen, aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hänge ich in meinem gegenwärtigen (Fr)Essverhalten fest.

Es muss doch möglich sein, mich Babyschrittchen für Babyschrittchen wieder hin zu einem gemäßigteren Ernährungsverhalten zurückzubewegen. Ich habe es schon einmal geschafft und ich kann es wieder schaffen. Ich will es auch. Wirklich!

Morgen starte ich einen neuen Versuch mit der magischen Kohlsuppe nach Marion Grillparzer. Natürlich startet meine Diät erst morgen. Denn heute ist ja noch Schokolade da. 😉

Wer sich für meine inneren Grabenkämpfe der letzten Wochen in der ausführlichen Variante interessiert, kann gerne weiterlesen.

„Fettlogik-Schleifen: Das Ringen mit dem inneren Schweinehund“ weiterlesen

Schriftsteller sein reicht mir; ich muss kein Buch schreiben

17. Juli 2016

Der Traum vom eigenen Buch ist in meinem Falle der davon, eines geschrieben und veröffentlicht zu haben. Weil das zum Schriftsteller-Dasein dazuzugehören scheint, weil alle Welt es von mir erwartet, wenn ich mich als Schriftsteller bezeichne. Bloggen reicht nicht; wer nur bloggt ist ein Blogger und kein Schriftsteller. Schriftsteller schreiben Bücher. Und treten bei Lesungen auf und vielleicht auch mal im Fernsehen.

Es ist der Traum vom Berühmtsein unter Pseudonym – ein bisschen wie ein Rockstar, allerdings unverbindlich: ohne auf der Straße erkannt zu werden und ohne Horden von Fans unter dem Hotelfenster. Autogramme geben ja, aber nur zu den angekündigten Zeiten.

Es ist der Traum vom großen Schulterklopfen, die Sehnsucht nach der Anerkennung meiner Leistung, die ich mir selbst so oft verweigere. Es ist der Traum von der Freiheit, nicht gebunden zu sein an feste Arbeits- und Schlafenszeiten; der Luxus, die Strukturlosigkeit zur Struktur zu erklären.

Bank unter der Rampe
Arbeitsplatz an der frischen Luft

Und so habe ich während eines Spaziergangs auf dieser oben abgelichteten Bank vor einem Regenschauer Schutz gesucht, mein Notizbuch ausgepackt und ein Anschreiben zu einem Exposé verfasst. Und dabei habe ich mich schon fast ein bisschen wie ein Promi gefühlt, als eine Passantin mich im Vorbeigehen anlächelte.

Nur um das gesamte Vorhaben der Veröffentlichung gesammelter Kurzgeschichten und anderer Texte dann bei der nächsten Gelegenheit gleich wieder gedanklich in die Tonne zu treten.

Weil mein Manuskript ja nichts taugt und der Markt darauf nicht gerade gewartet hat und überhaupt und weil es doch eine Frechheit ist, dafür noch Geld verlangen zu w0llen. Weil es doch gar keine Mühe gemacht hat. Arbeit muss doch Mühe machen.

Ich lese gerade Meine Zeit der Trauer von der Romanschriftstellerin Joyce Carol Oates. Ich kenne keinen einzigen Roman von ihr, aber ich frage mich, ob diese berührender sein können als dieses Buch, mit dem sie die Trauer um ihren Ehemann verarbeitet hat und das fast ausschließlich aus Reflektionen besteht. Ihn kannte ich auch nicht, aber ich heule alle paar Seiten wie ein Schlosshund. Dieses Buch ist kein Roman und doch bin ich dankbar, es auf dem Grabbeltisch mit den Mängelexemplaren gefunden zu haben.

Trotzdem würde ich gerne, auch wenn ich es mE nicht zwingend muss, um Schriftsteller zu sein, einen Roman schreiben. Einerseits, um einen geschrieben zu haben und andererseits, weil es auch eine Frage meiner Identität ist. Arbeit ist, so habe ich kürzlich gelesen, ein bedeutender Bestandteil der Identität.

Immerhin ist unsere Arbeit das, was wir den lieben langen Tag machen und worum die meisten unserer Gedanken kreisen. Und da rockt „Hausmann“ einfach nicht so sehr wie „Schriftsteller“. Auch wenn ich da sehr viel produktiver bin, wird das regelmäßig überhört, wenn ich die Frage nach meinem Beruf mit „Hausmann und Schriftsteller“ beantworte. Allerdings ist „Hausmann“ immer noch besser als „Patient“.

Es ist etwas anderes, nur ein paar Kurzgeschichten zustande gebracht und mal hier in der Zeitung platziert zu haben und da einen Wettbewerb gewonnen zu haben oder einen ganzen Roman fertiggestellt und bei einem Verlag untergebracht zu haben. Da liegen gefühlt Welten dazwischen. Dabei ist nüchtern betrachtet ein Roman nichts anderes als mehrere aneinandergereihte Kurzgeschichten, die jeweils die vorhergehende fortsetzen.

Wenn ich überschlage, wie viel ich seit März gebloggt habe, dann müsste das zusammengenommen auch hübsch was ergeben. Aber es ist eben ein anderes Schreiben, wenn ich blogge. Das ist wie Malen, bei dem ich mich ganz auf den Prozess einlasse, und staune, dass mir sogar gefällt, was hinterher herausgekommen ist. Oder wie Tanzen, wenn ich mich von der Musik oder vom Partner führen lasse. Einfach nur genießen dürfen und nicht drüber nachdenken müssen.

Führe ich selbst, muss ich mein Gegenüber sowie andere Tanzpaare im Blick behalten, mich passend zur Musik bewegen und dabei auf die mir bekannten Ausdrucksformen zurückgreifen. Das ist eine ganz andere Herausforderung, so wie eben das Schreiben einer Geschichte, die eine bestimmte Aussage haben soll, ein zielgerichtetes Handeln erfordert. Das fällt mir schwer, aber ich kann es.

Zu Motivationszwecken habe ich mir einen neuen Ordner gekauft. Wenn ich mir vorstelle, die zehn darin abgehefteten Schreibblöcke alle mit der Hand vollgekritzelt zu haben, dann werde ich das hoffentlich nicht einfach so wegschmeißen, sondern wirklich ernsthaft daran weiterarbeiten. Selbst wenn ich davon nur ein Drittel verwenden kann, sollte es noch reichen.

Motivordner
Motivationsordner

Der Vorteil, den Entwurf mit der Hand auf Papier zu schreiben, liegt darin, dass ich nicht gleich ganze Passagen einfach lösche wie am Bildschirm. Der innere Kritiker hat Sendepause. Zudem verlangsamt sich der Gedankenfluss dadurch, dass ich mit der Hand nicht so schnell schreiben kann wie ich tippen kann. Komme ich mit dem Tippen nicht mehr hinterher, sind meine Gedanken ohnehin zu sehr ungerichtet und nicht hinreichend produktiv. Übrigens sind auch andere Areale des Gehirns aktiv, wenn man mit der Hand schreibt.

Ich träume schon wieder mein Leben bzw. davon, wie es werden könnte, aber ich glaube, das Arbeiten als Schriftsteller ist der einzige Weg, auf dem ich sowohl meinen Traum leben als auch mein Leben träumen kann. Durch meine Figuren kann ich ja alle möglichen und unmöglichen Phantasien ausleben, auch über verschiedene Berufstätigkeiten.

Angefangen vom Müllmann, der ich nicht werden durfte, über den Maler und Lackierer bis hin zum Informatiker oder Psychologen. Ich kann nun gedanklich doch noch meine Kochlehre abschließen oder auch ein ganz anderes Leben führen, auf den Strich gehen oder Ballettstar werden – solange ich mich dabei auf Phantasiefiguren beziehe ist das alles realistisch.

Und natürlich kann ich auch darüber schreiben, Schriftsteller zu sein. 😉

 

Rentnersocken

Rentnersocken und Gangart

10 Juli 2016

Schreitest Du schon oder knallst Du noch die Hacken auf? Venenschwäche, Ballen- und Hackengang stehen offenbar in einem Zusammenhang. Zumindest, wenn man Dr. med. Peter Greb glauben möchte, der ein Buch über Ballen- sowie Hackengang geschrieben und den Begriff GODO geprägt hat.

Einen Auszug möchte ich zitieren:

Da die Muskelpumpen beim GODO doppelt und differenzierter aktiviert werden, kann sich venöses Blut nicht so leicht in den Beinen stauen wie beim Hackengang. Der Hackengänger leidet immer an den Folgen einer nur einfachen Muskelpumpe pro Schritt, die beim „Ich will“ aktiviert wird. Ein „Ich will“ benutzt die extrinsische Muskulatur. Eine zweite Pumpaktion entsteht nur beim Ballengang aus dem Auftreten mit dem Vorfuß und dem folgenden intrinsischen Absenken beim Zur-Ruhe-Kommen. Beim Hackengang wird diese zweite Muskelpumpaktion durch die direkte Landung auf der Ferse nie erzeugt. Hackengehend unterdrücken wir also in jedem Schritt die eine der beiden Muskelpumpaktionen und schwächen damit den venösen Teil unseres Kreislaufes. […]

Seiner Ansicht nach hat die Gangart noch weitere Folgen, die über Venenschwäche, Rückenschmerzen und andere Haltungsschäden hinausgehen. Mir reichte aber alleine dieser Abschnitt, um es mal ganz bewusst mit einer neuen Gangart auszuprobieren. Letzte Woche habe ich mir, obwohl ich dieses Buch schon zur Hand gehabt habe, dennoch spezielle Abrollschuhe (MBT-Schuhe) für knapp 250,- EUR im Sanitätshaus gekauft, um dann festzustellen, dass ich mir auch mit diesen neuartigen Schuhen eine neuartige Gangart angewöhnen muss – nämlich der Hackgang auf die Spitze getrieben.

Hintergrund  ist die Tatsache, dass die Messung meiner Venenleitgeschwindigkeit nach einem Jahr trotz Gewichtsreduktion von 30 Kilo zwischen den beiden Messpunkten und trotz nahezu täglich einer Stunde Sport und trotz dem fast ausnahmslosen Tragen der verordneten Kompressionsstrümpfe (ich nenne sie liebevoll meine Rentnersocken, siehe Beitragsbild), die ich täglich mit der Hand wasche, eine deutliche Verschlechterung ergeben hat, so dass ich zur weiterführenden Diagnostik in eine Klinik überwiesen wurde und mir sogar schon eine OP angedroht wurde. Wenn das mal keine Motivation ist, etwas im Leben zu verändern, dann weiß ich es auch nicht.

Noch spekuliere ich zwar auf einen Messfehler, will die Zeit aber auch nicht ungenutzt verstreichen lassen. Zudem gefällt mir der Gedanke, dass zweimal Muskelpumpe pro Schritt vielleicht auch mehr Kalorien verbrennt.

Im ersten Schreck hatte ich geglaubt, die Strümpfe hätten die Verschlechterung verursacht, weil sie den Venen die Arbeit erleichtern und diese daher nachlassen.

Nun habe ich also vorschriftsmäßig mithilfe der Anleitung im Buch den richtigen Stand eingenommen und ein Gefühl für das richtige Abrollen erarbeitet. Es kam mir recht bekannt vor von der Körperarbeit beim Tanzen. Und als ich dann sehr bewusst im Ballengang ging, fühlte ich mich tatsächlich wie im Buch angekündigt exponiert. „Rentnersocken und Gangart“ weiterlesen