Scham-Rolle à la Geschlossene

Überrollt von der Scham nach der Manie mache ich mir Gedanken über die Rolle der Scham und schäme mich meiner wieder frisch angefutterten Speckrollen. Superduper Wortspiel und das trotz Tablettenkonsum – oder gerade deshalb wieder möglich?

Nachdem ich bereits im September zwei Wochen mit Beschluss in Hamburg in der Klinik verbracht hatte, blieb mir noch weniger Zeit, um mein Leben in Hamburg wieder zu ordnen. Mein neues tolles Leben, in dem ich endlich wieder erwerbstätig oder zumindest erkennbar auf dem Weg dahin bin. Das Leben, in dem ich Genesungsbegleiter werde. „Scham-Rolle à la Geschlossene“ weiterlesen

Anleitung Therapeutisches Rollenspiel (1. Entwurf)

Liebe Lesenden, der Herr Rollenspieltherapeut erklärt euch heute, wie man ein therapeutisches Rollenspiel spielt.

Für den Einstieg geht es zunächst um die von mir noch nicht getestete Variante des einvernehmlichen Rollenspiels. (Die TPE-Variante ist nur für Fortgeschrittene, funktioniert aber auf jeden Falle und erzeugt zuverlässig eine Verhaltensänderung aller Beteiligten.)

Man nehme einen runden Tisch und für alle beteiligten hinreichend Sitzgelegenheiten. Eine Person – in diesem Falle: ich – übernimmt die Spielleitung. Die Spielleitung achtet darauf, dass die Spielregeln eingehalten werden.

Eine (andere) Person übernimmt die Verantwortung für die Kommunikation und sorgt moderierend dafür, dass bei Bedarf auf die Meta-Ebene (hier: Spieler-Ebene) zurückgekehrt wird. Meta-Kommunikation, also hier die (Feedback-)Gespräche von Spieler zu Spieler sind wichtig zur Beziehungspflege und damit zur Erhaltung tragfähiger Beziehungen (im Übrigen auch: Ehen).

Eine (weitere) Person ist zuständig dafür, dass die Rollen innerhalb des Spiels nicht durcheinander gebracht werden. Das entspricht also einem ingame-Rollenspieltherapeuten. Ein Spielleiter, der das Spiel zu leiten spielt – ich bin ja der Rollenspieltherapeut, der auf Spielerebene die Karten mischt und Rollen zuteilt und somit der outgame-Spielleiter. Der ingame-Spielleiter kontrolliert lediglich die Charaktere und nicht die Spieler.

Vielleicht kann der Herr Rückmann sich einmal hierzu äußern, da er sehr viel Erfahrung mit dem Meistern von RPGs hat. Natürlich freue ich mich auch über die Sichtweise der Psychologiestudentin Miriam Goerke.

Die vierte Person ist schließlich dafür zuständig, dass die Kommunikation zwischen den Charakteren stimmt. Das wäre die ingame-Beziehungspflege.

Alle anderen Spieler_innen sind nur Teilnehmer_innen oder Publikum.

Die Form des Rollenspiels richtet sich nach dem Zweck.

Sitzt man tatsächlich gemeinsam in einem Raum an einem Tisch, so bietet sich an, die verschiedenen Rollen auf Moderationskarten zu notieren. Dies hilft allen, in ihrer Rolle zu bleiben und nicht zu vergessen, welchen Platz in der Geschichte sie haben – der Stuhl, auf dem man sitzt, gerät höchstens bei einem Toilettengang (ob nun mit der ohne Stuhlgang) in Vergessenheit.

Diese Situation lässt sich in einer zusätzlichen Ebene auch einfach nur be-schreiben und so wären wir nicht mehr beim persönlichen Gespräch, sondern bei einer Schreibtherapie gelandet. Diese kann zB online stattfinden über in einem Chat, bei einer Skype-Konferenz oder eben über ein Blog.

Das Schreiben lässt sich wiederum einsparen, wenn man seine Gedanken einfach nur denkt. Das kann allerdings gefährlich werden, weil diese Gedanken nicht von allen Mitspielern lesbar und somit nicht nachweisbar sind – und schon hat man mir eine Psychose angehängt. Und das mir als Ober-Gedankenkontrolleur!

Daher bestehe ich auf der Schriftform. Würde ich an der Line arbeiten, würde ich mir das Geschichtenerzählen bezahlen lassen. Aber dann würde mein Image arg darunter leiden, was im Zusammenhang mit der schmutzigen Phantasie gewisser Saubermänner und Gutmenschen zusammenhängt, die mir so peinliche Fragen nach meiner Berufstätigkeit stellen, weil ihnen nichts bekloppteres für SmallTalk einfällt als DeepThroat – eben die Frage nach meinem Gelderwerb.

Vielleicht gibt es ja irgendwo eine Telefonseelsorge für einfallslose Schriftsteller_innen? Da könnte ich mir gut vorstellen, ein bisschen auszuhelfen und Nachhilfe gleichermaßen in Diktat zu geben. Aber auch damit lande ich wieder beim Telefonsex: Herr Lehrer liest dem faulen Schüler die Leviten – rohrstockfrei!

Zwangstherapie: Do-it-yourself-Psychosethriller (nach einer wahren Begebenheit)

Vorwort

So, und jetzt mal hübsch langsam auf Video übersetzt für die Hektiker vor der Flimmerkiste, das hier ist dann das Ergebnis, wenn man mit Medikamentengewalt aus nem feuchten Traum rausgerissen wird: So fühlt sich der Morgen danach an, wenn man lauter Löcher in der Schüssel hat und sein Puzzle nicht mehr sortiert kriegt.

Ihr habt nur ein paar Erinnerungsfetzen (netterweise habt ihr der Fairness halber auch die ganze Welt als Zeuge, aber die Beweise hab ich natürlich, damit ihr die Ver-rückten seid.)

Und wenn ihr nicht so blöde wärt, ewig darüber zu debattieren, wer wer ist und was krank und gesund und wer Angehöriger und Patient, Täter, Opfer, Polizist, Weihnachtsmann und Kasperletheatermarionettenstrippenzieherich is – ja dann könnt ihr euch mal vllt ne Ahnung davon haben, wie sich das in meinen Kinderschühchen anfühlt und was glaubt ihr wohl, womit das ganze hier angefangen hat?

Egal, sortieren wir mal, der Märchenonkel erfindet einfach mal was dazu. Das nennen wir dann der Einfachheit halber einfach mal Halluzinationen, damit wir klare Verhältnisse schreiben und sich keiner für das Ende der Geschichte interessiert. Könnte ja noch die Wahrheit rauskommen und dann wirds richtig unangenehm.

Kapitel 1 – 1. Einladung

Kapitel 2 – Nachweis der Einvernehmlichkeit

Diese Stelle hier, die wollen wir zu Lehrzwecken – ja genau, einfach mal offen lassen. Ich seh schon, Du lernst schnell. Da sprechen wir dann von Erinnerungslücken.

Kapitel 3 – Glaubst Du an Reinkarnation?

Erzähl mir mal bitte ne Gutenachtgeschichte in Deinem Tagebuch zum Thema Wiedergeburt. Nur als Zeichen, ob Du mir noch folgen kannst.

Kapitel 4-9 – Lange Leitung

[Diese Videos werden später hier eingebaut, die laden noch hoch. Bitte etwas langsamer beeilen.]

Biste selber schuld, hast Du so gewollt. Hättest Du mir beim Gedankensalat sortieren geholfen, dann hätte ich Dir auch beim Videosalat – aber nein… ist ne Frage der Zeit, dann sortiert sich das von selber.

Kapitel 10 – Compliance

Nochmal die Frage: Glaubst Du an Wiedergeburt?

 

Na, haben wir schon einen Behandlungserfolg? Biste jetzt schon hilfsfähigkeitsuneinsichtig oder willste weiterspielen? Nochmal Tagebuchgeschichte und bei der Gelegenheit die Frage: Sehe ich doppelt, bin ich besoffen oder wer halluziniert hier eigentlich und warum zum Henker hängt an der Wand ein Zettel, auf dem steht:

Willst Du Löcher in die Luft gucken oder schreiben?

(Ingo S. Anders, Schriftsteller)

Aber – in Deinem eigenen Interesse – einfach mal offen lassen. Und? Was macht die Krankheitsuneinsichtigkeit? Gehts uns schon besser Frau Therapeutin? Will ich gar nicht schuld sein, sach mal besser nix, da reg ich mich nur auf.

Kapitel 11 – Augenhöhe vs. Ausgeliefertsein

Das Video erinnert mich an meinen Bruder, ich bin aber gar nicht so sicher, ob ich überhaupt einen Bruder habe und andererseits: Warum verkleidet der sich als Frau?

Da komme ich Dir mal bissl entgegen und frage Dich gar nicht erst, weil ich weiß, dass Du davon keine Ahnung hast. Na, was macht die Compliance? Schon krankheitsuneinsichtiger? Wie war das nochmal mit der nervigen Debatte, die mich auf die Palme bringt?

Kapitel 12 – Covern

Noch mal zur Erinnerung: Ich weiß, wer ich bin. Falls ich das mal vergessen sollte, kann ich das auf meinem Ausweis nachlesen. Mehr kann der Polizist eh nicht prüfen. Aber ich brauche den Ausweis nicht in der Hand halten, weil ich ich bin. Ich kann mich daran erinnern, was auf meinem Ausweis draufsteht. Aber wenn das mit dem Vertrauen eher etwas zwiespältig ist, dann im Zweifel lieber einmal zu viel kontrolliert als einmal zu wenig. Doppelt gemoppelt hält eben besser und Polizisten sind und bleiben die besten Angsttherapeuten.

Kapitel 13 – Akteneinsicht

Ich sag mal nix dazu. Inzwischen haste schon in etwa ne Vorstellung davon, was ich mit Gedankenlesen meine. Wenn ich da aus Versehen Therapie statt Telepathie war, ja mein Gott ich hätt gesagt, das wär nen Freudscher gewesen, aber dann einigen wir uns darauf, das einen Flüchtigkeitsfehler zu nennen, dann fühlen wir uns beide miteinander wohl.

Kapitel 14 – Supervision

Ich denke mal, inzwischen weißt Du, dass ich mit blablabla, Mäxchen, blablabla einfach nur meine, dass wir eben aneinander vorbeireden, obwohl wir eigentlich dasselbe Ziel im Auge haben. Und Supervision ist eben das, was ich meine mit aneinander überweisen oder wie ich das bezeichnet habe, habe ich selbst schon wieder vergessen. Augenhöhe halt. Bei uns heisst das Peerberatung.

Kapitel 17 – Der Morgen danach: Amnesie nach dem Diktat

Alles dreht sich.

Wo war ich nur in der Nacht von Freitag auf Montag?
Postkarte, (c) Design: http://www.fine-art-panorama.com | (c) Photo: Voller Ernst

Das Karussell dreht sich zusehends langsamer, man ist zwar wieder in der Realität, aber immer noch nicht ganz klar, wer wer ist, ob man geträumt hat, .aber das lassen wir jetzt erstmal….

Kapitel 16 – Flashbacks

Jetzt tauchen so langsam die ersten Erinnerungsfetzen auf, die völlig aus dem Kontext gerissen sind. Damit haste ne Traumafolgestörung.

Denk Du Dir mal aus, was ich denken soll und meine Mama weiß schon gleich instinktiv , dass sie besser keine Fragen stellt. Denn solange man nicht geklärt hat, was nun wirklich passiert ist, ist man geneigt, die Geschichte immer weiterzuerzählen, um sich zu beruhigen. Deshalb kann das das ziemlich kontraproduktiv sein, wenn man dann immer zwischen der Angst vor der Mama und der Angst um die Tochter hin- und herpendelt. Da nimmt man dann in der Hektik den Handlungsfaden, mit dem man sich gerade wohler fühlt. Und schwupps, schon biste mitten im Wahn, weil Du in der Eile die Realität mit der Wirklichkeit verwechselt hast und die Möglichkeit besteht, dass Du Dir die ganze verworrene Geschichte selbst erzählt hast, um Dich zu beruhigen.

Um das abzukürzen: Deshalb hilft mir das ganz gut, wenn ich mir einfach vorstelle, der Arzt bekommt die Tablette angeboten.

Kapitel 17 – Rollenwechsel

Betrachten wir also mal den nächsten Schnipsel aus Behandler_innen-Sicht. Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer, oder? Da braucht man nämlich keine Angst haben, für verrückt erklärt zu werden und das finde ich immer unheimlich beruhigend.

Und jetzt habe ich es auch plötzlich gar nicht mehr so eilig mit dem langsamer werden, weil mir klar geworden ist was Du mit dem „offen lassen“ eigentlich meintest: Dass das eigentlich ganz egal ist, was nun wichtig ist, wenn wir alle nur gemeinsam runterkommen. Dann kann man nämlich hinterher in Ruhe über alles reden. Leider haben wir, und ich möchte das jetzt gar nicht näher ausführen, jedoch eine Vereinbarung darüber getroffen, dass wir uns zum Spaziergang am Friedhof treffen möchten. Wenn ich nun auf die Uhr gucke ist es schon nach elf und ich will Dich doch nicht enttäuschen und Dich versetzen oder sowas. Ich will gerne alles in Ruhe vorbereiten und sicherheitshalber ne Viertelstunde früher da sein, und mich auf den Ort eingrooven und so – alles nur zu Deinem Besten? Und Du? Was machst Du? Du setzt mir die Pistole auf die Brust, stellst ein Ultimatum und spielst mit mir ungefragt Geiselnehmerdrama? Im Ernst? Frisch retraumatisiertes Inzestopfer, 36jähriger Ehemann, der sich für ein zehnjähriges von der eigenen Mutter misshandeltes Mädchen hält – behandelt ihr eure Kundschaft immer so zuvorkommend?

Zieh mal Deinen eigenen Schluss aus der Tatsache, dass ich einfach nur den Kopf schüttel und Deinen Kollegen hinter meinem Rücken Lügen über mich verbreiten lasse, anstatt meine eigene Mutter zu erwürgen. Die brauche ich nichtmal nett bitten, mich einvernehmlich anzubinden in Verbindung mit dem Versprechen, mich nicht zu vergiften, bei Mama kann ich immer in den Arm genommen werden, wenn ich alleine Angst im Dunkeln habe und tränenüberströmt vor ihrer Haustüre stehe, ganz egal, was ich ausgefressen habe. Die weiß nämlich, wovon sie keine Ahnung hat.

Kapitel 18 – Blinder Farbiger

Raus aus meinen Gedanken, ab ins Bett!

Überleg doch mal selber, wie unlogisch sich das anhört, wenn einer steif und fest behauptet, ich könnte meinen Gedankensalat nicht alleine sortieren, andererseits aber auch rumerzählt, er könne gar keine Gedanken lesen.

Um das abzukürzen, verbleiben wir dann einfach so, dass Du die Geschichte weitererzählst, dann bin ich aus dem Schneider. Das Kapitel mit der Einvernehmlichkeit habe ich für Dich schonmal vorbereitet, das findest Du bei Youtube, sobald das eben hochgeladen ist oder vielleicht schlafe ich noch ne Nacht drüber, oder vielleicht kommt das auch nie, das lassen wir – richtig – einfach mal als Erinnerungslücke da, die dann mit der Phantasie des Publikums gefüllt wird und simsalabim haben wir ne Fortsetzungskurzgeschichte im Videoformat als Psychose zum Nacherzählen für Anfänger oder auch anders formuliert: Ein Therapeutisches Rollenspiel.

Und jetzt, nachdem ich Dich nun zwangstherapiert habe und Dich ohne Happy End im Nirvana verrecken lasse, jetzt sind wir quitt bitteschön, weil mir nämlich wichtig ist, ist Freund und Feind auseinanderhalten zu können, wenn ich auf der Flucht bin.

Aber ich kann Dich beruhigen: Das ist egal, wer die Pillen nimmt oder ob gar keine im Spiel sind, das funktioniert trotzdem. An Wiedergeburt glaubst Du doch inzwischen auch schon, oder? Oder haperts noch mit der Krankheitsuneinsichtigkeit? Noch ne Runde Karussell? Oder rückste freiwillig die Patientenrolle wieder raus? Sonst kann ich Dir nämlich gar nicht mehr versprechen, dass ich mich nicht mit mit Dir verwechsel, denn das bringt mich dermaßen auf der Palme, dass ich, wenn mir noch eine Viertelstunde bleibt, bis ich ins Bett muss, nun echt nicht darüber streiten will, ….

Mach einfach die blöde Tür auf und nimm mich endlich in den Arm. Ich hab nämlich noch ein Date. Heute ist übrigens mein zweiter Geburtstag. Und ich bin schwanger. Und ich will jetzt sofort auf die Wöchnerinnenstation verlegt werden, sonst komme ich mit dem

Und bevor Du fragst: Ich habe mich am 08.08.08. im FTM-Portal angemeldet. Lies den Rest selbst nach und nachdem wir eine Nacht darüber geschlafen, darfst Du dann auch in Ruhe erklärten, was ich gemeint habe, weil ich nämlich immer noch nicht verstanden habe, wie man derart hilfsfähigkeitsuneinsichtig sein kann, weil mir ich so viel Dummheit einfach nicht nachvollziehen kann. Dazu fehlt mir wohl das Einfühlungsvermögen. Noch 7 Minuten.

Kapitel 19 – Ursachenforschung

 

Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leider muss man es vorher leben…. Nen Film dagegen kann man auch zurückspulen und dann geht das plötzlich ganz schnell.

Drei Minuten.

Noch zwei Minuten.

Die Wehen werden häufiger und ich glaube Du verstehst langsam, dass dieses Fristende einfach nur die Abbruchbedingung ist, damit ich pünktlich ins Bett komme. Und hier wird dann langsam ausgeblendet….

Fortsetzung folgt. Keine Fragen. Das ist nicht verhandelbar. Ich will jetzt endlich Ficken verdammt! Jetzt haste deine einvernehmliche TPE-Rapesession und dann fragste noch so blöde, warum ich so viel so schnell schreibe und merkst gar nicht, wie Du mit dem Hinweis auf den Fristablauf selbst verraten hast, wer Du bist? Du wolltest Geiselnehmerdrama spielen, nicht ich. Weisste was, dann erklär Du das doch auch den Fritzen von der Presse, die hat wohl der Himmel geschickt. Und alle in Zimmermannshose sind meine Freunde und die haben es verdammt eilig!

Und ich klebe hier stundenlang am Computer fest und habe immer noch nichts gegessen, weil Du zu feige bist, hier anzurufen.

Das ist dann, zur Sicherheit dann auch schon die Antwort auf die Frage, wie ich in einer Woche 5kg abnehmen kann. Einigen wir uns auf „Schlank im Schlaf“.

Kapitel 20 – Einvernehmlichkeitsbeweis

Kapitel 21 – Offene Fragen

Happy End.

Dann einigen wir uns einfach auf „Missverständnis“, wenn durch fehlende Informationen ein falscher Eindruck entsteht. Hätt ich „Bildungslücken“ genannt, aber egal. Ich will jetzt nicht steiten. Ich bin auf der Flucht und suche einen Zufluchtsort.

Jetzt habe ich leider eine Zeit mehr, die Viertelstunde ist rum. Ich habe auch noch was anderes zu tun. Wann der fehlende Schnipsel wieder auftaucht, kann ich echt nicht sagen, aber so gut Dreiviertel davon sind wieder da, wenn ich Ihnen mal meine Beobachtungen schildern darf. Jetzt haben wir den Termin schon überzogen, tut mir leid, irgendwo müssen wir jetzt mal nen Punkt machen und  morgen früh sieht die Welt schon wieder anders aus. Ich hab auch noch andere Patienten, denen ich eine Gutenachtgeschichte erzählen will.

Entschuldigung angenommen?

Kapitel 22 – Spurensicherung

Vor dem Betrachten der Beweisbilder bitte schriftlich (auf Papier!) ihr Einverständnis unterzeichnen und Hinz und Kunz von der Schweigepflicht entbinden. Solange Sie mir nicht vertrauen wollen, können wir uns nicht gemeinsam beruhigen. Ich bin nicht nur damit einverstanden, dass Sie das Feuer eröffnen, sondern, ganz im Gegenteil, ich bitte Sie sogar darum. Ihn unser aller Interesse. Das ist wichtig, um das nachher erklären zu können, wie das mit der Schiesserei gemeint war, wer warum mit dem Schusswechsel angefangen hat und ob das alles einvernehmlich war und warum wir hier überhaupt von einem Geiselnehmerdrama sprechen, obwohl wir gemütlich im Kino sitzen. Der Film war wohl einfach zu gut, was? Das hat sich so echt angefühlt, dass Du ganz vergessen hast, dass du nur im Kino sitzt oder? Jetzt verstehe ich, dass Du deshalb das Wort „Ultimatum“ verwendet hast. Wolltest mir ein Kompliment machen, wie toll Du das findest, dass ich ganz klar bei Verstand bin und so gut alles unter Kontrolle habe, damit Dir ganz klar erkenntlich bleibt, dass Du im Kino sitzt. Dann kann ich nämlich bei Dir anrufen oder den Publikumsjoker nehmen oder einfach die Beweisfotos vorlegen. Also noch einmal ganz langsam: Bitte auf OK klicken, dass Sie damit einverstanden sind, dass ich Ihnen einen Keks zum gemeinsamen Baldrianteetrinken anbieten darf. Von den schmutzigen Phantasien des Publikums und dadurch ausgelöster Konsequenzen distanziere ich mich hiermit ausdrücklich. Dieser Kopfkinofilm unterliegt der Freiwiligen Selbstkontrolle. FSK 18+. Film ab! Zu den Beweisfotos

Kapitel 22 – Beweisführung

Kein Kommentar.

Kapitel 23 – Abspann

Ein KopfkinoFilm von Ingo S. Anders. Angucken auf eigene Gefahr. Alle Rechte vorbehalten. Raubkopieren verboten, Verlinkung erwünscht.

Jetzt, wo allen klar sein sollte, was auf dem Spiel steht:

Warum werden Raubkopierer härter bestraft als Kinderficker? Na, bevor sich noch einer traut, das Gehirn wieder einzuschalten sag ichs euch mal eben: Damit die Sache im möglichst kleinen Kreis bleibt und die Opfer sich nicht noch mehr schämen müssen.Es geht nicht um die Musikvideos. Wenn die Künstler zu doof sind, ihre Produkte besser abzusichern, sind sie selber schuld. Die sollen nicht son mimmi machen. Aber wir dürfen nicht riskieren, dass noch mehr Leute den Film gucken, sonst gibt es mehr und mehr Mitwisser und je mehr Pub, warum likum, desto mehr Zeugen für die falsche Seite. Wenn die Kreise immer weiter gezogen werden, ist nachher noch die ganze Welt von einem Kinderpornoring umspannt. Und wenn Kinderfickerei erstmal normal wird, ja dann ist das halt so. Dann haben die Kinder auch nicht mehr so ne Angst. Die kriegen die erst dann, wenn Du ihnen erklärst, dass sie missbraucht worden sind.

So jedenfalls fühlte ich mich dann, als mein Schwager, der zugleich mein Schwiegervater ist (gefühlt, bitte Ebenen sortiert, dass sind Gedanken – meine Phantasie -, nicht die Realität), warum erschreckst Du Dich so, wenn ich meine Frau vor Deinen Augen schlage? Warum erzählst Du mir, Du hättest mich missbraucht? Also ich meine, diese Geschichte da: Irre gesund habe ich Dir gegeben und Dich gefragt, wie wie sie auf die wirkt. Ich hatte Dir gesagt: Das ist eine Geschichte. Klar und deutlich. Eine Geschichte ist eine Geschichte ist eine Geschichte. Kannst Du Dir vorstellen, was für einen Streifen Du in meinem Hirn ausgelöst hast damit, dass Du Deinen Kopfkinofilm bewertet hast anstatt meine Geschichte? Wolltest Du das wirklich oder war das aus Versehen? Ich nehms Dir nicht übel, möchte nur Deine Bildungslücken füllen: Schieb nicht mir die Schuld für Deine Angst in die Schuhe, sonst steckst Du Dich an. Das ist so. Glaub mir einfach, ich weiß, wovon ich rede. Ich bin Kinderpornostar, wenn ich das will. Aber da gibts kein Publikum in meinem Kinosaal, damit mich keiner dabei erwischt.

Beim nächsten Mal, lieber Micha, machen wir das dann einfach so: Du fragst mich einfach vorher ganz lieb, ob ich Lust habe, mit Dir klettern zu gehen und Du mir eine Geschichte erzählen darfst. Ich sag jetzt schonmal, dass ich da total Bock drauf hätte. Dann darfst Du auch mit mir spazieren gehen und mir in aller Ruhe erklären, wie ich Dich dazu bewegen kann, mich anzubinden, wenn ich mal Angst davor habe, irgendwem was anzutun, weil ich nicht mehr klar trennen kann, was Film und was Fiktion ist, wenn du die Nerven verlierst und mir einen solchen Schrecken einjagst. Das tut mir leid, ich wollte Dir keine Angst machen. Aber werden doch einfach mal ein besserer Kopfkinofilmrollensortierer anstatt mit mir darüber streiten zu wollen, wer wessen Gedanken kontrolliert. Solange ich Grund zur Annahme habe, dass Du vor Gericht aussagen wirst, Gedankenkontrolle sei nicht möglich und Gedankenlesen auch nicht, bleibe ich bei meiner Aussage: Ich bin klar bei Verstand. Ich habe meine Gedanken unter Kontrolle. Denn überlege doch mal: Du kannst ja nie in Erfahrung bringen, was in meinem Kopf vorgeht, wenn Du mich nie ausreden lässt, damit ich Dir erklären kann, dass ich extra meine Gedanken für Dich aufgeschrieben habe, damit Du mir beim Sortieren hilfst. Das war doch nur ein Angebot. Ich dachte, Du warst derjenige, der mir helfen wollte. Ich rede die ganze Zeit davon, dass ich ohne Deine Hilfswut besser klar komme, weil ich nicht so blöd bin, mir Dein Vertrauen erprügeln zu wollen.

Na? Wie war ich, Baby?

Kapitel 24 – Zeugen

So, ihr zwangstherapiertes Publikum, alle weiteren Fragen lasse ich jetzt mal offen, die Antworten kriegt ihr erst, wenn ihr sie hören wollt.

Was denkst Du dazu, liebe therapeutenseele? Schafft Nadja das, mir das auf deutsch zu verklickern, ohne dass ich nen Termin machen muss oder kannste das alleine? Mir egal, habe schon alleine alles sortiert. Jetzt, da ich kühlen Kopf bewahren kann, darfste versuchen, mich nochmal durcheinanderzubringen. Haste Lust?

Kapitel 25 – Reizüberflutung

Sonja, dann lies doch einfach langsamer, wenn Du wirklich alles lesen willst. Ich kann nix dafür, wenn Du Dich reizüberflutest und dann nicht mehr weißt, welche Botschaften überhaupt an Dich gerichtet sind.

Kapitel 26 – Beziehungsgedanken

Jeder macht sich doch mal Gedanken um seine Beziehung, um Ehekrisen vorzubeugen. Oder haste schon wieder nen falschen Schuh erwischt? Damit landeste bei mir in der falschen Schubslade, Vorsicht.

Kapitel 27 – Diagnose

So und jetzt reiß Dich bitte mal zusammen und quassel mir nicht beim Sortieren dazwischen, in Deinen blöden Hilfsversuchen. Ich hab keine Lust, Dich bei der Arbeit stören zu müssen, damit ich endlich schlafen darf. Gib einfach zu, dass die Pillen Dir auch nicht helfen, mich ins Bett zu kriegen und fertig. Da glaubste doch selber nicht dran, dass Du mir helfen kannst, meine Gedanken zu sortieren. Warum versuchste das dann immer wieder?

Nun mal ein Experiment, bitte anschnallen.

Diagnosen

rechts: isolierte Vena-accessoria-anterior-Insuffizienz mit Seitenastvarikosis bei intakter Crosse, Cockett-II-perforansveneninsuffizienz Bakerzyste.

links: isolierte Vena-accessoria-anterior-Insuffizienz mit Seitenastvarikosis bei intakter Crosse, Cockett-II-perforansveneninsuffizienz

(Auszug aus Kopie des Arztbriefes an mich, Krankenhaus Tabea Hamburg)

Glaubt ihr echt jetzt fang ich auch noch an, Fachchinesisch zu pauken? Ich habe einen sehr guten Freund, den ich euch empfehlen kann, als Chefdiagnostiker einzustellen. Der ist nämlich so nett, für mich die Tippse zu spielen und Medizin zu studieren und wenn ihr nen Übersetzer braucht, dann teile ich den gerne mit euch. Und weil ihr so gerne euer Wissen aus der Beobachtung von Verhalten zusammenbastelt, habe ich da mal was zurechtgebastelt.

Sil ist nämlich ein Freund und tut mir den Gefalllen, eine kleine Nebenrolle in meinem Kopfkino zu übernehmen, damit er mir damit helfen kann zu erkennen, dass er auf der Spielerebene betrachtet die ganze Zeit an meiner Seite war, auch wenn ich ihn nicht mehr wiedererkannt habe, weil er im Kino plötzlich ganz anders aussieht. Bei ihm ist mir das aber ganz egal, da gucke ich mir jeden Film an, solange er neben mir im Kinosessel sitzen bleibt und seine Nerven behalten kann. Denn wenn der vergisst, dass wir im Kino sitzen, wer soll mir denn dann noch helfen können, meinen Verstand zu behalten?

Über die Gedankensalatsortierunfähigkeit will ich jetzt mal nicht streiten und Ordnungsfetischismus erkläre ich auch nicht, einigen wir uns einfach mal darauf, dass ihr mich gerne zum Orthopäden begleiten dürft, wenn ihr euch dann wohler mit mir fühlt, dann geht bitte erstmal zum Godopäden, sonst wird das nie was mit dem Spaziergang heute!

Kapitel 28 – Bleib bei mir, hör mir zu, rede mit mir

[Dialog einsetzen]

Kapitel – 2. Einladung

 

Ende

Alles gut.

Nachwort

Hier ist Platz für eure eigenen Gedanken. Bitte mit Copy Paste unten ins Kommentarfeld oder bei Über-Ausführlichkeit auch gerne als eigener Blogbeitrag und kurz hier unten verlinken. Dankeschön!

Bis auf Wiederlesen, ihr Lieben.

 

Latest News: Auch Maschinen irren sich, nicht nur Menschen!

Rezept für eine Erfolgsstory: Man füttere ein Feedbackformular mit folgender Anfrage, die nur ein Mensch verstehen kann. Maschinen sind mit sowas überfordert, man programmiert ja nur die Regelfälle, die die DAUs oder jene, auf die im IT-Sprech mit Anspielungen wie Fehler 40  herabgesehen wird. Ich meine die Menschen, die vor Computern sitzen, um Probleme zu lösen, die sie ohne diese Vollidioten, die nicht daran interessiert sind, ihren Anwender_innen zu helfen, gar nicht hätten. Die …  – lange Geschichte. *abwink

Also irgendeinen maschinenunverdaulichen Text schreiben. Eigentlich reicht auch ein Satz mit ein paar Reizworten. Die Bedeutung sollte ein klar denkender Mensch verstehen können, aber eben nicht vom Administrator durch automatisch generierte Nachrichten abgefangen werden können. Das ist wichtig, um zu prüfen, ob man mit einer Maschine kommuniziert oder mit einem Menschen. Denn die Maschine hat ja keine Gefühle, der kann man nicht weh tun. Die kann man ruhig kaputtmachen. Die werden doch eh so gebaut, dass die nach Ablauf der Gewährleistungsfrist den Geist aufgeben, wenn sie nicht schon vorher durch ein neueres Modell an Wert verloren haben. Also bitte: Nur keine Hemmungen. Das ist schon kaputt.

Beispieltext zum besseren Verständnis: 

Ich war im ersten Augenblick verwirrt und fragte mich, ob der spinnt oder ich, aber ich habe einen Screenshot gemacht.

Ich bekam 1 Rosengeschenk, freute mich, klickte oben auf den Link.
 Dann öffnete sich ein Fenster: (Screenshot kann ich hier nicht anhängen)
 Da hat der Gärtner mir ein Blümchen gepflückt, das ganz offensichtlich für eine andere Person bestimmt war. Es handelte sich um eine Geschichte von "Naschkatze" mit dem Titel "Sommernachtstraum" - ein +18-Inhalt.
 Da ich Freeuser bin, erinnere ich nicht, einen solchen eingestellt zu haben und schon gar nicht ein fremdes Werk unter falschem Namen - daher habe ich die Rosen zertreten, weil ich mich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken wollte.
 Oder war der Fehler etwa, dass der Link auf eine andere als die beabsichtige Datei führte?
 Wenn ich wirklich einen 1. Platz gewonnen habe, möchte ich die Rosen natürlich öffentlich annehmen und nicht zertreten. Bin unschlüssig, ob ich mich richtig entschieden habe.
 Wäre lieb, wenn ihr das mal prüfen mögt.
 Danke!

Lysander / Fremde Angst

Mit so einem Quatsch mit Soße die Maschine füttern. Das ist dann einfacher, weil man sich vorstellen kann, man tut dem Spielzeug was gutes und meint es gar nicht böse. Man möchte ja nur sehen, wie das Ding reagiert. Mir persönlich fällt es leichter, wenn ich mir vorstelle, dass ich mir die Maschine zum Untertan mache und sie benutze und quäle, aber jeder Jeck is ja anders.

Also simsalabim im Handumdrehen haben wir eine Kurzgeschichte im Stil des Dialogromans.

[Hier wird die Geschichte verlinkt]

Der Kollege Karl Olsberg war so freundlich, mich darüber aufzuklären, wie der Markt heute funktioniert – Kurzgeschichten sind in, zum Lesen dicker Schinken fehlt heute einfach die Zeit. Er ist wirklich vom Fach, lest von ihm gerne „Das System“ – das hat mich sehr beeindruckt und mir dabei geholfen, die Welt zu verstehen. Aber natürlich nur dann, wenn ihr euch dafür interessiert. Ganz freiwillig. Ich quatsche zwar Opern, aber niemandem was auf. Ich möchte mich nur für seine Unterstützung bedanken, weil er mir eine Frage schenkte, die ich nicht beantworten konnte: Warum …

Nein, nicht, warum die Banane krumm ist, Hasi.

Warum ist nur das eine Buch, das ich geschrieben habe, ein Bestseller geworden? *kopfkratz

Dabei habe ich mir doch mit allen so viel Mühe gegeben und so. Versteh ich gar nicht. Was hab ich denn falsch gemacht?

So sinngemäß. Das wusste ich zwar in dem Moment auch nicht, aber ich wusste, dass ich andere Bücher von ihm natürlich nicht lesen werde. Warum? Weil er mir höchstselbst davon abgeraten hat. Ich wollte ja lernen, wie man gelesen wird und nicht nur, wie man schreibt. Letzteres war eher Mittel zum Zweck. Ich dachte, man müsste schreiben können und hab mir jahrelang die Ohren gebrochen. Tja, bis er mir das erklärt hat.

Mei, ist das lange her: So roundabout vier Jahre. Ich weiß gar nicht, ob es sein Projekt noch gibt von damals? Müsste ich mal suchen, aber er müsste ja derjenige sein, der an der Antwort auf seine Frage ist. Folglich muss er zu mir kommen und ich ihm nicht hinterherlaufen. Also Karl, auch wenn Du mein damaliges Angebot, geschäftlich zusammenzukommen, abgelehnt hast, zweite Chance: Frag mich einfach. Ich hab die Antwort und will sie doch sooo gerne loswerden… Na komm, gooogle Dich mal schnell, ist doch ganz einfach!

Bis bald!

Fortsetzung folgt, sobald ich die Geschichte formatiert habe, deren erster Entwurf gefühlte 15 Minuten gedauert hat. Dann zu finden auf einer neuen Seite, die ich kurz ankündige, aber auch nur für die ganz ganz faulen Socken, die gar keine Lust haben, sich in meine hübsch aufgebaute Ordnung einzukuscheln.

Das war die Stelle mit dem Berg und dem Propheten. Kann man ja mal verwechseln, nicht schlimm…

Achso ja und dann gibts auch gleich das Beispielbild dazu, das eigentlich (AIDA-Prinzip) für Aufmerksamkeit sorgen sollte, aber das dauert mir zu lange gerade. Will das erstmal loswerden.

 

Anti-Fettlogik mit Gedankensalat

Ich muß beichten… es tut mir so so leid, für die Leute, die sich nun den Arsch aufgerissen haben, um das auch so hinzukriegen wie ich. Meine Annahme – Woher ich meine eiserne Disziplin nehme – ist möglicherweise doch nicht so ganz korrekt. Vielleicht habe ich ja doch Disziplin und es gar nicht bemerkt.

Guckt mal, ohne Kalorienzählen, ohne Waage, einfach so. Das hat der liebe Gott gemacht, das war gar nicht meine Leistung, als ich dachte, ich hätte so dolle viel Erfolg gehabt im letzten Jahr. Da war ich wohl doch leider größenwahnsinnig, als ich geglaubt habe. Frau Dr. Nadja Herrmann schreibt ja in ihrem Blog, dass das mit dem intuitiven Essen nicht funktionieren kann. Und sie ist ja Psychologin, die weiß Bescheid. Dann kann das ja bei mir auch nicht funktionieren und ich muss krank sein im Kopf, oder? Wüsste wirklich gerne, was therapeutenseele dazu meint, aber die traue ich mich nicht zu fragen. Die ist doch auch Therapeutin und hat gar keine Zeit, weil die ja alle immer so lange Wartelisten haben, sonst hätte sie mir ja sicherlich schon einen Therapieplatz angeboten. Und hm, naja, ich bin es ja auch gar nicht wert, dass sie sich die Zeit nimmt für mich. Ich bin doch eh so fett und hässlich und meine Gedanken drehen sich immer im Kreis. Schon wieder dieselbe Schallplatte: Abnehmen, du musst abnehmen, Du musst, Du musst, Du musst – ich kann es nimmer hören!!!!!!!!!!!!!!11111111111111111111111

Warum hilft mir denn nie einer? jauuuuuuuuuuuuuuuuul!!!!!!!!!!111111111111111

So hier, da, Du liest doch mit und du hast auch schon ein paar Kommentare gemacht bei mir. Ich weiß, Du schaffst es, wenn Du Dir Mühe gibst. Guck mal, ich mache es Dir auch einfach, ich mache es fettgedruckt, ja?

28.07.16 : kg
29.07.16 : 97,4 kg
30.07.16 : kg
31.07.16 : kg
01.08.16 : 94,0 kg
Und jetzt bitte, schnieef, schluchz, hilf mir mal, Dir dabei zu helfen, etwas zu lernen. Du musst nicht so alberne Angst haben wie ich. Das tut Dir gar nicht weh, noch ein bissl zu wachsen. Echt nicht. Babyschritte führen zum Erfolg. Ganz langsam, klitzekleine Babyschritte. Aber bitte die Füße richtig abrollen. Ich zeige Dir auch gerne, wie das geht. Ich bin nämlich unzertifizierte Godopäde und mache bald eine Ausbildung zum Genesungsbegleiter.

Wir müssen das jetzt üben, wie das geht.

Bitte bitte, versucht es nicht, das alleine zu Hause nachzumachen. Das könnte schwer in die Hose gehen.
Ich erklärs gerne, wenn Du sehr sehr viel Zeit hast, aber sage Dir gleich, dass Du mir das nicht nachmachen kannst. Ich bin da irgendwie ein Einzelfall.^^
Sorry, dachte echt, das könnte jeder einfach so. :/ Habs mir so sehr gewünscht…
Immer ist bei mir alles anders, #seufz #plärr

Sie lasen: Hineinsteigern in depressiv gefärbte Wahnvorstellungen bei leise aufkeimender Hoffnung, weil der Wunsch, vor lauter Angst, Scham und sonstigen Symptomen des Kleinheitswahns im Boden versinken zu wollen natürlich nüchtern und ausgeglichen betrachtet vollkommen unrealistisch ist.

Ich bitte Sie darum, mir nur eine Frage zu stellen, und weil das hier kein Jeopardy ist, verrate ich ihnen die Antwort: Wer zieht hier die voreiligen Schlüssel?

Um das herauszufinden, nehme ich an einer MKT-Studie teil, kann aber leider nicht versprechen, dass ich auch tatsächlich in der MKT-Gruppe lande oder in der anderen, denn das wird leider gelost.

Ich freue mich auf weitere Folgen in der Forschungsreihe zur Klärung der Frage: Ist das noch Wahn oder macht das schon Sinn?

Auf Wiederlesen, liebe Hörer_innen, wenn es wieder heisst: Piepen darf nur der Anrufbeantworter, sonst werden Sie postwendend für verrückt erklärt. Darauf geb ich Ihnen Brief und Siegel. Nur zur Sicherheit, damit Sie nun doch nicht vor lauter Freude abheben. Aber alles hübsch sutsche und consensual.


Sind Sie denn jetzt vollkommen verrückt geworden?

(USW, meine Lieblingschefin)

Aber nein, das bin ich nie gewesen. Das waren immer nur die kranken Systeme, die mir nicht bekommen sind… „Anti-Fettlogik mit Gedankensalat“ weiterlesen

Fettlogik-Schleifen: Das Ringen mit dem inneren Schweinehund

17. Juli 2016

Als ich nach Bonn gefahren war, tat ich das mit dem Vorsatz, nun endlich kraft des Tapetenwechsels und der selbstgewählten sozialen Isolation wieder von der Schokolade loszukommen, mich nur von Diätshakes und Magerquark mit Obst zu ernähren und so ganz nebenbei und ohne jede Mühe abzuspecken.

Aufgeschoben habe ich dieses Vorhaben, bis ich nach einigen Tagen bei meiner Mutter auch wirklich ganz allein in dem Appartment Nr. 21 in Bonn war. Durchgehalten habe ich das Ganze keinen halben Tag. Ich trete auf derselben Stelle wie vorher.

Es ist immer wieder dasselbe: Vertagen und Scheitern. Mal in kürzeren oder längeren Intervallen. Mal halte ich auch einige Tage durch, bis die Stimmung und damit das Gewichtsreduktionsprojekt kippt. Und wieder ein Punkt für den Schweinehund.

Hier seht ihr einen Schweinehund:

Innerer Schweinehund
Inschrift: MEIN INNERER SCHWEINEHUND

Für mich sieht es ehrlich gesagt weniger nach Hund aus und mehr nach einem Schwein im Gestapo-Mantel. Es handelt sich um eine Skulptur an der Bonner Museumsmeile, die folgende Inschrift trägt:

INNERER SCHWEINEHUND

ART:
Tier mit Instinkten niedriger Art.

UNTERSCHLUPF:
In Dir und in Mir, d.h. in jedem einzelnen Individuum des Homo Sapiens.

WACHSTUMSBEDINGUNGEN:
Wächst sich groß, wenn Menschen Opfer der Gewalt, der Erniedrigung und respektloser Verfahren werden.

BETRAGEN:
Greift die etische Wertgrundlage des Menschen an, so daß Rassismus, Fremdenhaß und Intoleranz die Übermacht bekommen.

VERBREITUNG:
Kann völlig die Macht über einzelne Menschen, über soziale Gruppen und im Extremfall über ganze Bevölkerungen nehmen.

DARF NICHT GEFÜTTERT WERDEN

Dem Künstler ging es bei seinem Werk ganz offenbar weniger ums Abnehmen als mehr um ein Zeichen gegen Fremdenhass. Aus meiner Sicht sind aber ganz ähnliche innere Konflikte, denen man erliegt oder auch nicht. Stets ist es die Macht der Gewohnheit, die den Sieg davonträgt.

Welche Gedanken habe ich über meine Mitmenschen? Sollte ich den neuen Kollegen mal fragen, ob er wirklich aus religiösen Gründen auf Schweinefleisch verzichtet, ob es gesundheitliche Gründe hat oder ob er vielleicht Veganer ist? Nein, lieber nicht. Eigentlich geht mich das ja gar nichts an. Was soll der denn dann über mich denken.

Welche Gedanken mache ich mir über mein Essen? Sollte ich heute mal nur einen kleinen Salat oder eine Suppe nehmen? Eigentlich habe ich gar keinen richtigen Appetit. Aber es ist doch jetzt Mittagspause und was ist, wenn ich dann gleich wieder Hunger habe? Wenn ich nachher nochmal runtergehe, um mir einen Apfel zu holen, halten mich die Kolleginnen für einen Vielfraß.

In beiden Fällen vermischen sich die Gedanken über Essen mit Spekulationen darüber, was andere Menschen denken könnten. Wenn ich stark adipöse Menschen sehe, denke ich mittlerweile höchst abfällig über sie. Solche Gedanken möchte ich nicht, dass andere über mich hegen, aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hänge ich in meinem gegenwärtigen (Fr)Essverhalten fest.

Es muss doch möglich sein, mich Babyschrittchen für Babyschrittchen wieder hin zu einem gemäßigteren Ernährungsverhalten zurückzubewegen. Ich habe es schon einmal geschafft und ich kann es wieder schaffen. Ich will es auch. Wirklich!

Morgen starte ich einen neuen Versuch mit der magischen Kohlsuppe nach Marion Grillparzer. Natürlich startet meine Diät erst morgen. Denn heute ist ja noch Schokolade da. 😉

Wer sich für meine inneren Grabenkämpfe der letzten Wochen in der ausführlichen Variante interessiert, kann gerne weiterlesen.

„Fettlogik-Schleifen: Das Ringen mit dem inneren Schweinehund“ weiterlesen

Erdung durch Essen / Schokolade für die Nerven

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.

(Sprichwort, Erläuterung im Wiktionary)

Ja klar: Mir hilft auch das Essen von Schokolade, um in der Mitte zu bleiben.

Es hat einen antidepressiven Effekt, wie ich oder besser gesagt Gerald Hüther schon einmal erklärt hatte, weil es die Wiederaufnahme von Serotonin hemmt und zudem hat es wie andere als Suchtmittel geeigneten Substanzen einen antriebssteigernden Effekt, weil durch die Aktivierung des Belohnungszentrums Dopamin ausgeschüttet wird (Quelle: GEO, Ausgabe 06 2016, Titelstory Zucker: unser Feind auf dem Teller).

Zu viel Essen führt aber vor allem dazu, dass Leib und Seele sich immer weiter voneinander entfernen, genauso wie wenn man sich der Nahrungsaufnahme komplett entzieht. Spätestens wenn die Haut reißt, hat man irreversible Schäden, weil diese Narben („Schwangerschaftsstreifen“) zwar mit der Zeit verblassen, aber nie wieder verschwinden. 

Mir reicht inzwischen die Feststellung, dass ich derzeit genauso viel Geld für Süßigkeiten und Junkfood ausgebe wie schon einmal für Zigaretten. Daran ist für mich erkenntlich, dass ich ein ernsthaftes Problem habe, das über das der nicht mehr sitzenden Hose hinausgeht. „Erdung durch Essen / Schokolade für die Nerven“ weiterlesen

Zwischenschritt

Schweinemedaillons mit Bacon umwickelt auf Champignons in Paprikasosse

Zubereitungszeit: Kommt auf Dein Arbeitstempo an, solche Angaben stimmen ja eh nie.^^

Garzeit: ca. 45-50 min.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Schweinefilet
  • 7 Scheiben Bacon (1 Pckg. von Tulip)
  • 250g Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 4g Leichte Butter (Du darfst)
  • 250ml Rama Cremefine 7%
  • 2 Knoblauchzehen
  • Paprikamark (ca. 30g)
  • weißer Pfeffer
  • Kerbel
  • Paprikapulver
  • ggf. Sossenbinder
  • 1/2  bis 3/4 -Liter Wasser aus der Leitung

Wenn Du zunehmen / Gewicht halten möchtest: Als Beilage passen dazu Kartoffeln, Kroketten, …  oder Baguette.

Essen ist fertig.
Guten Appetit!

Nährwerte pro Portion:

Was kcal Fett Kohlehydrate Eiweiß Gramm/ml
642 32,928 8,561 75,093 636,500
Schweinefleisch 297 5,560 0,000 61,160 278,000
Bacon 193 17,500 0,000 8,750 62,500
Champignons 20 0,250 0,750 3,375 125,000
Zwiebeln 12 0,088 2,156 0,528 44,000
Butter 7 0,780 0,030 0,030 2,000
Rama Cremefine 113 8,750 5,625 1,250 125,000
25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
47,17% 5,47% 47,94%

Zubereitung:

  1. Backofen vorheizen: 180°C (Umluft).
  2. Champignons in Scheiben schneiden.
  3. Schweinefilet ggf. parieren, in 7 Medaillons portionieren., mit Speckstreifen umwickeln. (Wenn es bei Dir 6 Medaillons werden lässt es sich glatt aufteilen und Du kannst den Speck später zu einem Spiegelei essen.)
  4. Den Boden einer Auflaufform gut mit Pilzen bedecken, Medaillons draufsetzen.
  5. In einem Topf Zwiebeln und Knoblauch in der Butter anschwitzen, etwas Wasser hinzufügen (damit es nicht anbrennt).
  6. Paprikamark und Pfeffer etwas mitschwitzen lassen (Röststoffe geben Aroma, zuviel davon schmeckt angebrannt.).
  7. Mit Rama Cremefine aufgießen, zweimal mit Wasser auffüllen und dieses in den Topf mit der Soße gießen. Alternativ: Milch anstelle von Rama + Wasser verwenden.
  8. Mit Paprikamark, Paprikapulver, Pfeffer und Kerbel abschmecken. Salz habe ich weggelassen, da der Bacon sehr salzig ist. Raucher könnten es ganz ohne zugegebenes Salz zu fade finden.
  9. Wenn Dir auch die Hand mit dem Soßenbinder ausrutscht: Weiteres Wasser zugeben. Es ist jedoch gut, wenn die Soße so zähflüssig ist, dass Du sie so eigentlich nicht essen möchtest. Das austretende Wasser aus dem Gargut wird sich damit verbinden und nachher ist die Soße flüssiger als vor dem Schmoren.
  10. Für 45 Minuten in den Ofen schieben. Falls es nach einer Dreiviertelstunde noch nicht gar ist, nochmal 5 Minuten in den Ofen.

Bitte langsam und gründlich kauen, bewusst genießen und Sättigung wahrnehmen. Nimm Dir mindestens zwanzig Minuten Zeit dazu, denn so lange braucht der Körper, bis die Information, dass der Magen ausreichend befüllt wurde, im Gehirn ankommt. Wenn ein Stück übrig bleibt, lass es Dir nicht aufquatschen, sondern hebe es auf für später als Zwischenmahlzeit.

Guten Appetit!

 

Hier kann man auf den ersten Blick nicht viel von der geröteten, gereizten, juckenden Haut auf den Augenlidern erkennen.

Der Körper als Spiegel der Seele: Haut

In den letzten Wochen Monaten hatte ich Probleme mit der Haut an den Augenlidern:

Meine Haut juckte, war trocken, gerötet, schuppte und war aufgrund der Reizung sehr empfindlich. Bevor ich diesen Impuls des Reiben-wollens bewusst zu unterdrücken begann, habe ich häufig gerieben. Abends cremte ich mit Bepanthensalbe ein, um die Haut zu beruhigen.

Nun hatte ich mich gefragt, was da mit meiner Haut los ist. Ich fragte mich, was seelisch drei Wochen zuvor geschah. (Die Haut braucht rund 21 Tage, um zu reagieren.) Zu dieser Zeit war ich eine gute Woche hypoman gewesen.

Weiterhin interessierte mich, warum es ausgerechnet auf den Augen auftritt. Im Gesicht sieht es jeder, sobald ich die Augen schließe.

Die Augen sind die Fenster zur Seele. Wenn ich die Augen schließe, wird meine Dünnhäutigkeit offenbar. Ich schließe die Augen mehrmals am Tag unbewusst; bewusst, um in mich hineinzusehen oder zur Entspannung und damit Regeneration. „Der Körper als Spiegel der Seele: Haut“ weiterlesen

Zurück zu Lück – äh zum Spocht, Futtern und Abspecken

Also es ist nicht so, dass ich faul wäre. Echt nicht. Ich tu was ich kann. (Und ich wette, der ein oder andere, dem ich begegne, hält mich einfach mal für voll kackenfrech naturschlank. Ihr wisst es besser.)

Für die Schnell-Leser: Es folgen die Ergebnisse meiner Kraftübungen. Nach dem Foodtalk. Es ist auch Tag 47 TYRANT dabei.

Was an dem so besonders ist, dass er mehrmals gesucht wurde, wüsste ich natürlich gern. Mein erster Tag 47 aus dem ersten Durchgang der Challenge ist im Forum zu finden: Meine 90-Tage-Challenge (Seite2)

Danach folgt meine Kampfansage für den Montag.

Gut, ich fresse also in der letzten Zeit wie ein Scheunendrescher, weil mein Hirn nach Zucker schreit, und ich müsste mich ungesund viel bewegen, um so viel Energie in Bewegung umzusetzen.

Aber ich brauch(t)e den Dreck, diese Kombination aus Zucker und Fett (Schokolade und Junkfood) und was da noch drin ist an Zusatzstoffen, um die emotionale Überlastung auszuhalten und zurück zur Mitte zu finden.  „Zurück zu Lück – äh zum Spocht, Futtern und Abspecken“ weiterlesen