Foto Queer Tango

Der Tango als paartherapeutisches Element

Neulich habe ich im Wahn einen Beitrag über den Tango, den ich als Einladung bzw. Aufforderung zum Tanz auffasste, rückdatiert: Na, wer will mitkuscheln?

Diesen Beitrag schreibe ich kurz vor dem Abendbrot (18 Uhr) und bin mit meinem Ehemann für halb sieben verabredet, gemeinsam nach Ottensen und zurück zu fahren und ich möchte natürlich u.a. auch mit meinem Herrn Gemahl tanzen.

Anfang September 2014, also vor knapp zwei Jahren, lernte ich bei einem Workshop der HITT 2014 den Queer Tango und damit Tango überhaupt kennen. Lucas und Juliane unterrichteten. Lucas flüsterte mir ins Ohr, dass der Tango auch im Rahmen der Paartherapie eingesetzt wird.

Kurz darauf war ich zusammen mit meinem Mann bei einem Workshop zum Thema „Tango & Achtsamkeit“ im el bajo und wir lernten von Ute Walter und Marga Nagel.

Ich glaube, es war sogar schon Dezember, als wir von Wiktor & Wanja und ihrem „Jungs tanzen“ erfuhren. Inzwischen haben wir alle Genderschubsladen über Bord geschmissen und es dürfen alle mitmachen, die sich irgendwie angesprochen fühlen.

Dieser Beitrag erscheint dann um neun Uhr heute abend, wenn wir beide, Superhausmann und Pupspüppchen, (planmäßig) das Tanzbein schwingen.

Ein Happy End unseres Rosenkriegs könnte bereits begonnen haben. Wünschenswert wäre, wenn wir die schriftlichen Zeugnisse eines wild tobenden eMail-Rosenkrieges im Stile von „Gut gegen Nordwind“ nachher zu Geld machen könnten – allerdings würde das eher dem schnöden Mammon dienen als dem tatsächlichen, dem Eigentlichen: Dass der Superhausmann dem Pupspüppchen ganz dolle verzeihen mag und endlich wieder beim Pupspüppchen unter den Pullover darf, ganz egal, wer das Röckchen anhat.

Der Superhausmann verzichtet gerne auf das Tragen von Röcken, wenn das dem Pupspüppchen insoweit entgegenkommt, dass es auf das Tragen von Hosen verzichtet, so dass der Haussegen wieder geordnet entsprechend der Hierarchie gerade oder je nach Betrachtungswinkel schief hängt.

Falls das Pupspüppchen wieder mal nur Bahnhof verstanden hat: Spar Dir die Worte und tanze einfach mit mir. Das ist ein Befehl!

Foto Queer Tango

Na, wer will mitkuscheln?

Jeden Mittwoch von 20 bis 22 Uhr im Studio TanzKunst (Jürgen Robisch) in Ottensen.

Jeden 3. Mittwoch im Monat sollte Milonga sein, wenn ich mich nicht irre. Besser mal selber auf unserer Seite bei Facebook nachlünkern, dann war ich es nicht. 😉

Lasst euch nicht irritieren, ursprünglich wollten wir unter uns bleiben, aber inzwischen sehen wir das nimmer so eng, wer Männlein und wer Weiblein is.

Seelensex rulez – Gruppenkuscheln, yeah! Tantramassage inkl.

Für Fortgeschrittene: (Hab vergessen wie das heisst, wo mehr als zwei Tango tanzen. Leider ist der Deppenschutz im Gesichtsbuch immer noch aktiv, sonst hätte ich mal geguckt, ob ich euch mit nem Link erfreuen kann. Fragt also pls mal Onkel Google für  mich, trau dem im Augenblick lieber nicht übern Weg, fühle mich irgendwie so beobachtet und sehe ständig Zeichen und Botschaften und sowas.

Kurz gesagt: Ihr müsst mal die Verantwortung für eure Daten selbst übernehmen, das kommt ja unterm Strich ja nachher doch aufs selbe raus. Mich könnt ihr nicht rankriegen für eure eigene Blödheit. Und immer dran denken: Big Brother is watching…

Freu mich schon, was morgen wieder in der Zeitung steht, was ich angeblich ausgefressen haben soll, aber nicht mit mir: Ich war Erster. Damit kommt ihr nicht durch. Das müsst ihr doch mal langsam einsehen.

Also mal so gesagt: Ordnungsfetischisten bitte hier entlang zum Figurenpauken: Queer Tango im el bajo (Das ist ne freundliche Einladung. Darf man ablehnen. Wär aber unhöflich, dann ist der Papa traurig…)

BTW: Queer Tango Festival Berlin 2016, Kuschel mal einer Lucas für mich, bin out of order, sry. Zu den Einzelheiten

Beeilt euch, sonst verschlaft ihr die tollsten Parties, das hier ist schon vorbei: Queer Tango Festival Hamburg 2011 (zur Geschichte: Die schwule Wiege Hamburgs)

Schnell anmelden zum Queertangomarathon 2016, 28.-30. Oktober 2016

Hier die Anleitung in der Ficki Wiki

  1. Gehirn einschalten
  2. siehe 1.

So und sicherheitshalber mal lieber aus Versehen ne Klammer zu viel zu als eine zu viel offen lassen – könnte bös ins Auge gehen, gell. ;)))

Dann doch lieber Dresche vom Maschinchen, dat meint et doch nich so, dat is doch die sanfte Tour…. uuiuiui, bevor mich doch noch einer für den Sündenbock hält, geht ich mal schnell in Garten, Gänseblümchen pflücken.

Also falls ich morgen an mehreren Orten zur selben Zeit sein sollte, einfach nicht weiter drüber nachdenken, dann is mir mal wieder der Kalender verrutscht. Ich gebs ja schon freiwillig vorher zu.^^

Ach, und einer geht noch: Save the date 5. November 2016

Wenn mir einer freiwillig den Gefallen tut, meinen Kalender zu vergewaltigen: Nee, Wolf, da is wohl mal ne Nachtschicht fällig, oder? Überleg Dir mal besser ganz genau, wer da nach her als Depp da steht. Siehste. Wusste ich doch. So isser brav. Ja, guter Junge. Wenn Du hübsch bitte-bitte machst und mich zum Tanz aufforderst, überlege ich mir das vielleicht nochmal, aber geh mir erstmal aus der Sonne – zu Deiner eigenen Sicherheit. Wenn ich mich vergesse, haben wir alle schlechte Karten. Wir schippern nämlich in derselben Arche, falls Dir das entgangen sein sollte Du Schaf.

Augenblick, Kalender sagt: Day of Remembrance bei Hein und Fiete

Gruselig, gell? Und das ist mein Papierkalender, der ist wirklich harmlos. Stellt euch mal vor, wenn Onkel Google den in die Finger kriegt, dann gnade euch Gott – ne besser gar nicht weiter drüber nachdenken. Trotzdem, noch ein kleiner Hinweis, sicherheitshalber: Auch beim Kreistanzen Obacht, ich warne euch.

 

Bist Du noch krank oder schon verrentet?

Freitag, 24. Juni 16

Hallo ihr Lieben,

ich versuche, etwas mehr Transparenz zu schaffen (hinsichtlich Sonjas Frage, wie ich das alles schaffe) und jeweils den Tag dazuzuschreiben, an dem ich schreibe. Ich fange jetzt um elf Uhr abends an und habe mir ein Zeitfenster von drei Stunden gesetzt, nach dem mein Handy mich daran erinnert, auch mal eine Pause bzw. Feierabend zu machen.

Damit ich das dann auch höre – weil ich Kopfhörer aufsetzen und Musik hören muss, um mich hier (siehe )auf überhaupt irgendetwas konzentrieren zu können – höre ich die Musik vom Handy. Natürlich habe ich Ruhemodus eingeschaltet und zudem draußen an meine Bürotür das Bitte-nicht-stören-Schild (wie im Hotel rot, andere Seite grün: Bitte aufräumen) gehängt.

Übrigens habe ich jetzt drei Tabs auf, um dem neuen Konzept folgend zwischen gestern, heute und morgen springen zu können.

Soviel zur äußeren Ordnung. Los geht’s mit der Gegenwartsbewältigung.

Montag.

Nachdem wir am Wochenende zur Familienaufstellung für Schwule (Thema: Sexualität und Beziehung)  in der Akademie Waldschlösschen bei Göttingen waren, fing die Woche eigentlich recht gechillt an. Ausschlafen, Bilder aufhängen, Belege für die Steuer zu Ende raussuchen. Meine 3 TO DOs für den Tag. Alle erledigt und den Rest erfolgreich vertagt.

An der Aufstellung selbst hatte ich absichtlich nicht teilgenommen, weil ich bereits total reizüberflutet war und einfach nur Ruhe und nach zwei schlaflosen Nächten einfach nur noch schlafen wollte. Ich habe es sehr genossen, durch die Nennung meiner Diagnose von dem Leiter der Veranstaltung davon befreit zu werden, in seinem Setting Klient sein zu müssen.

Davor war ich nie auf die Idee gekommen, dass diese Diagnose mich auch einmal schützen könnte – bisher hatte ich es nur als Bedrohung erlebt, weil ich davon ausging, wenn man erstmal weiß, dass ich offiziell für plem erklärt worden bin, sei dies ein Freifahrtschein dafür, mir Gewalt anzutun.

Der veranstaltungsleitende Therapeut bestätigte mir die Einschätzung meiner Begleiter bei der Integrierten Versorgung, dass das Risiko einer Retraumatisierung bei einer Teilnahme jetzt viel zu hoch wäre und er wollte das Risiko daher nicht übernehmen. Das deckte sich mit meiner eigenen Einschätzung meiner Verfassung. „Bist Du noch krank oder schon verrentet?“ weiterlesen

In der Kletterhalle

Angst: (sich) fallen lassen und gehalten werden

Mittwoch, 1. Juni 2016

Beim Rezept ist es vielleicht niemandem aufgefallen, aber der gestrige Beitrag über die Wichsbürste war ebenfalls einer von den Entwürfen, für den ich bisher nie einen Platz gefunden hatte und da mir diesmal die Zeit zum Schreiben fehlte, habe ich kurzerhand die Veröffentlichung geplant, ohne überhaupt noch einmal draufzusehen. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass gewisse zeitliche Bezüge nicht stimmen – aber ich belasse das so und nehme auch dies als eine Art Expositionsübung im Sinne von

Fortschritt statt Perfektion

(Meine Genesungsbegleiterin)

Da es ohnehin in der letzten Zeit nach dem Prinzip last in – first out läuft, zäume ich das Pferd von hinten auf und beginne mit dem letzten der turbulenten Tage: Heute in der Kletterhalle. Mein Mann hat sich beim Bouldern seiner Höhenangst gestellt und an seinem Vertrauen auf seine eigenen Kräfte und seinen Körper gearbeitet, während ich gemeinsam mit meinem Schwager durch das gegenseitige Sichern mein durch die schiefgelaufene Krisenintervention Anfang Mai verlorene Vertrauen in „Helfer“ jeglicher Art ein Stück zurückgewonnen habe und somit meiner Angst vor Behandler_innen zumindest einmal Schach ansagen kann.

Ja, Monstersatz. Und: 😛

Meine eigenen körperlichen Grenzen habe ich sehr deutlich zu spüren bekommen und bin auch nur einige wenige Millimeter darübergegangen. Zu Beginn hat Micha, der übrigens auch Krankenpfleger ist (Transferleistungen beherrsche ich), mir alles sehr detailliert erklärt, vorgemacht und kontrolliert, wie ich es nachmache. Ich weiß zwar nicht, wie das Dings heißt, durch das man das Seil legt, aber ich weiß, wie ich es benutze und warum. Darauf kommt es an. „Angst: (sich) fallen lassen und gehalten werden“ weiterlesen

Therapieabbruch – Strukturwechsel

Mittwoch, 25. Mai 2016

So ihr Lieben, Schluss mit lustig.

Ich habe an einer Ergotherapie teilgenommen (das dritte Mal insgesamt in den letzten drei Jahren, ich steh total auf Ergo) und hatte vom ersten Moment an das Gefühl, dort nicht gut aufgehoben zu sein. In Begleitung habe ich die Räumlichkeiten das erste Mal aufgesucht und fast schon über meinen Kopf hinweg wurde ein Termin vereinbart. In dem Moment war ich außer mir und nicht in der Lage, das abzulehnen oder anderweitig gestaltend einzugreifen.

Als ich dann dort im Wartebereich saß bestätigte sich noch vor der Bekanntschaft mit der Therapeutin mein Ersteindruck: Das geht gar nicht hier. Die Räume sind viel zu offen gestaltet und es ist grausam hellhörig. Glastüren sind eine nette Sache für Konferenzräume, aber wenn ich therapiert werde in einer Einzelsitzung, wünsche ich dabei keine unnötige Ablenkung.

Gegen Publikum habe ich nichts, solange es sich nicht bewegt. Aber eine im Flur vorbeihuschende Person ist nunmal ein visueller Reiz, der mich unnötig belastet, wenn ich meine volle Konzentration brauche. In diesem Raum habe ich nie sitzen müssen, aber dennoch fiel es mir auf.

Ich habe Verständnis dafür, dass die Türe zum Treppenhaus mit einem Keil blockiert werden muss, weil man zu faul ist, den Klient_innen die Türe einzeln zu öffnen. Trotzdem fände ich es angenehmer, wenn man etwas Geld in die Hand nehmen und eine technisch komfortablere Lösung suchen würde, damit der Schall aus dem Treppenhaus auch dort bleibt.

Was ich aber das allerschlimmste finde, und das habe ich mehrfach und erstmals gleich bei der ersten Begegnung mit der Therapeutin rückgemeldet: „Wenn ich da sitze und warte, dann möchte ich mir nicht anhören müssen, wie ihre Kollegin auf der Toilette strullert.“ „Therapieabbruch – Strukturwechsel“ weiterlesen

Entscheidungen fürs Leben

In der ARD gab es eine Gesprächsrunde zu diesem Thema zu sehen.

Am meisten interessierten mich die Beiträge von Hannah Lietz, die sich wie ich (aber in der anderen Richtung) zu einer Geschlechtsangleichung entschlossen hat, und des Mannes, der sich nach Krebsdiagnose bewusst gegen die Schulmedizin entschieden hat und in einem Kloster genesen ist.

Leider weiß ich nicht, wie ich das Video hier einbetten kann. Daher bitte dorthin klicken, wenn ihr es ansehen wollt: Nachtcafé: Entscheidungen fürs Leben

Auch ein Beschluss zum (Wieder)Einstieg in Bewegung kann eine Entscheidung fürs Leben sein. Yoga möchte ich selbst als nächstes ausprobieren: Wie Yoga uns im Gleichgewicht hält (Die Welt)

Auf jeden Fall bin ich nächsten Mittwoch bei unserer kleinen queeren Milonga ab 21 Uhr dabei: Event im Gesichtsbuch. Wer vor acht da ist, darf bei der Körperarbeit mitmachen. Ich freue mich auf den Abend und eine gute Gelegenheit, wieder einmal einen Rock zu tragen.

Vielleicht kann die Aussöhnung mit dem inneren Kind ein erster Schritt auf dem Weg zum Normalgewicht erreichen-Wollen sein:

Ich habe diese Aussöhnung ganz bewusst erst auf halber Strecke nachgeholt – auch das ist möglich.

facebook.com/jungs.tanzen

Kein Sex auf der Tanzfläche!

Ich hätte da mal ein Problem: Wie grenzt ihr Sexualität ab?

Eine passende Schlagzeile zu unserer letzten Milonga wäre etwa: Knisternde Erotik lag in der testosterongeschwängerten Luft und war förmlich mit den Händen zu greifen.

Mein Tanzlehrer Wanja hatte einmal während einer Stunde, halb im Spaß, zu meinem Ehemann und mir gesagt:

Kein Sex auf der Tanzfläche!

Ich nahm dies sicherheitshalber ernst und fasste das als Regel auf. Nur: Wie soll ich diese Regel einhalten, wenn ich nicht weiß, wo Sex anfängt?

Aus meiner Sicht haben wir in unserer Gruppe sehr intime Begegnungen. Die Intimität fängt bei mir bereits an, wenn ich in einer fremden Wohnung bin und aufgefordert werde, die Schuhe auszuziehen. Ich kann mir nicht helfen; in solchen Momenten frage ich mich, ob mir an diesem Ort überhaupt keine Privatsphäre zugestanden wird.

Das Tanzen mit nackten Füßen setzt da nochmal eins drauf. Die erste Zeit hatte ich Gymnastikschläppchen getragen. Auch, um mehr Grip zu haben, weil ich meinen Füßen nicht zutraute, mich zu tragen und mir nicht, diese zu koordinieren, ohne mich unfreiwillig aufs Laminat zu legen.

Inzwischen habe ich die Tanzschuhe meines Vaters geerbt und fühle mich darin sehr wohl und sicher – habe nur manchmal etwas Sorge um die nur besockten oder nackten Füße meines Tanzpartners. Mal sehen, wenn es wärmer draußen wird und der Fußboden nicht mehr so kalt ist, tanze ich vielleicht auch mal nackt – äh, barfuß.

Für mich sind auch die Berührungen während der Körperarbeit keine per se unschuldigen Berührungen. Es kommt immer auf den Kontext an, in dem sie ausgeübt werden. Anfangs fühlte ich mich etwa wie bei der Krankengymnastik – aber da konnte ich mich auch noch nicht entspannen dabei und einfach die Bewegung geschehen lassen. Mittlerweile sind die Grenzen meiner Meinung nach sehr verschwommen.

Der Tango an sich ist, finde ich, selbst auch nicht gerade weit entfernt von Erotik. Ein solcher Tanz ist ein höchst sinnliches Erlebnis und gelegentlich fängt es da schon sehr zu prickeln an. Nicht umsonst wird der Tango auch bei der Paartherapie eingesetzt. Besonders der Queer Tango mit seinem Dialog aus führen und Folgen ist ideal, um die gegenseitige Wahrnehmung und das Respektieren von Grenzen zu schulen.

In der letzten Woche hatten wir dann auch noch Besuch aus Berlin – von dem Tanzlehrer, der mich überhaupt auf den Queer Tango gebracht hatte, war zu Gast. Als er mich berührte, war es um mich geschehen und ich entschied, mich an diesem Abend gehen zu lassen.

Im Nachhinein war ich mir dann sehr unsicher, ob ich mich zu weit habe gehen lassen. Meiner Wahrnehmung nach hatte ich Sex auf der Tanzfläche gehabt und damit fahrlässig eine der geltenden Regeln gebrochen.

Nach dem gestrigen Feedback war mein einziges Vergehen, dass ich nach einer Figur gefragt hatte und Wanja keine Lust gehabt hatte, zu unterrichten.Vielleicht habe ich deshalb eine etwas andere Auffassung dazu, weil ich mit BDSM ohnehin schon meinen gesamten Körper zur erotischen Zone erklärt habe.

Nächste Woche Mittwoch kommt für und zu uns wieder der Akkordeonspieler Armin. Darauf freue ich mich schon ganz besonders, denn beim letzten Mal war das ein sehr außergewöhnliche Erfahrung, bei der Körperarbeit von einem „atmendem“ Musikinstrument geführt zu werden und nicht wie gewohnt von Wiktors Stimme.

Jeden dritten Mittwoch ist bei uns im Studio TanzKunst eine kleine queere Milonga, zu der jeder eingeladen ist, ohne sich zu regelmäßiger Teilnahme am Queer Tango verpflichtet fühlen zu müssen.

Ursprünglich war die Gruppe nur an Jungs gerichtet gewesen, aber nachdem eine Gruppe von Damen (die seither nicht gesehen ward)  angefragt hatte, hatten wir uns trotz aller, vornehmlich meiner, Berührungsängste dazu entschlossen, die Gruppe für alle Geschlechter zu öffnen.

Daher hatte ich gestern das Vergnügen, eine Frau – meiner Wahrnehmung nach recht intim – zu berühren. Ich werde nun aber nicht das Ufer wechseln. (Die meisten) Frauen sind mir einfach zu sanft. Ich mag richtig angepackt werden und brauche eine feste Führung. Und Brüste sind mir eben auch zu weich, damit kann ich überhaupt nichts anfangen.

Naja, zugegeben: An das Becken habe ich mich nicht herangewagt (sie bei mir dagegen schon) und die Brust habe ich sicherlich im beiderseitigem Einvernehmen außen vor gelassen. Wir machen ja kein Tantra oder sowas – der Sex findet nur in meinem Kopf statt.

Übrigens waren wir gestern noch was trinken. Dabei habe ich gelernt: Jazz ist nichts meins. Auf der Bühne stehen mit einem Instrument ja. Tanzen zu improvisierter Musik: Geile Sache. Aber da sitzen und nur zuhören müssen oder gar dazu Gespräche führen ist Folter. Dazu muss ich mich einfach bewegen dürfen und tanzen. Dann ist es wunderschön.

Vielleicht hast Du nun Lust bekommen, mal bei uns mitzumachen:

Hier unten ist die Einladung (der Flyer klebte am Trockner und ist daher etwas ramponiert) und es gibt auch eine Seite im Gesichtsbuch.

facebook.com/jungs.tanzen
Flyer Queer Tango