Therapieabbruch – Strukturwechsel

Mittwoch, 25. Mai 2016

So ihr Lieben, Schluss mit lustig.

Ich habe an einer Ergotherapie teilgenommen (das dritte Mal insgesamt in den letzten drei Jahren, ich steh total auf Ergo) und hatte vom ersten Moment an das Gefühl, dort nicht gut aufgehoben zu sein. In Begleitung habe ich die Räumlichkeiten das erste Mal aufgesucht und fast schon über meinen Kopf hinweg wurde ein Termin vereinbart. In dem Moment war ich außer mir und nicht in der Lage, das abzulehnen oder anderweitig gestaltend einzugreifen.

Als ich dann dort im Wartebereich saß bestätigte sich noch vor der Bekanntschaft mit der Therapeutin mein Ersteindruck: Das geht gar nicht hier. Die Räume sind viel zu offen gestaltet und es ist grausam hellhörig. Glastüren sind eine nette Sache für Konferenzräume, aber wenn ich therapiert werde in einer Einzelsitzung, wünsche ich dabei keine unnötige Ablenkung.

Gegen Publikum habe ich nichts, solange es sich nicht bewegt. Aber eine im Flur vorbeihuschende Person ist nunmal ein visueller Reiz, der mich unnötig belastet, wenn ich meine volle Konzentration brauche. In diesem Raum habe ich nie sitzen müssen, aber dennoch fiel es mir auf.

Ich habe Verständnis dafür, dass die Türe zum Treppenhaus mit einem Keil blockiert werden muss, weil man zu faul ist, den Klient_innen die Türe einzeln zu öffnen. Trotzdem fände ich es angenehmer, wenn man etwas Geld in die Hand nehmen und eine technisch komfortablere Lösung suchen würde, damit der Schall aus dem Treppenhaus auch dort bleibt.

Was ich aber das allerschlimmste finde, und das habe ich mehrfach und erstmals gleich bei der ersten Begegnung mit der Therapeutin rückgemeldet: „Wenn ich da sitze und warte, dann möchte ich mir nicht anhören müssen, wie ihre Kollegin auf der Toilette strullert.“ „Therapieabbruch – Strukturwechsel“ weiterlesen

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Zurück zu Lück – äh zum Spocht, Futtern und Abspecken

Also es ist nicht so, dass ich faul wäre. Echt nicht. Ich tu was ich kann. (Und ich wette, der ein oder andere, dem ich begegne, hält mich einfach mal für voll kackenfrech naturschlank. Ihr wisst es besser.)

Für die Schnell-Leser: Es folgen die Ergebnisse meiner Kraftübungen. Nach dem Foodtalk. Es ist auch Tag 47 TYRANT dabei.

Was an dem so besonders ist, dass er mehrmals gesucht wurde, wüsste ich natürlich gern. Mein erster Tag 47 aus dem ersten Durchgang der Challenge ist im Forum zu finden: Meine 90-Tage-Challenge (Seite2)

Danach folgt meine Kampfansage für den Montag.

Gut, ich fresse also in der letzten Zeit wie ein Scheunendrescher, weil mein Hirn nach Zucker schreit, und ich müsste mich ungesund viel bewegen, um so viel Energie in Bewegung umzusetzen.

Aber ich brauch(t)e den Dreck, diese Kombination aus Zucker und Fett (Schokolade und Junkfood) und was da noch drin ist an Zusatzstoffen, um die emotionale Überlastung auszuhalten und zurück zur Mitte zu finden.  „Zurück zu Lück – äh zum Spocht, Futtern und Abspecken“ weiterlesen

Garnelen, antidepressiv gewürzt

Rezept gegen Depression

Garnelenschwänze mit gedünstetem Chiccorée, gewürzt mit Rosmarin, Curry und Kurkuma. Zum Nachtisch Walnussquark.

Bei der Zubereitung von Chiccorée entferne ich bei jedem Blatt einzeln den Strunk und es bleibt nur ein etwa V-förmiger Rest übrig.

Garnelenschwänze 178 2,000 40,000 250,000
Chiccorree 50 0,500 6,000 3,000 250,000
Bärlauchöl 66 7,360 8,000
Magerquark mit Zucker 227 0,750 24,360 30,500 265,000
Walnussöl 3 0,012 0,624 0,028 4,000
523 10,622 30,984 73,528 777,000
Anteil Fett Anteil Kohlenhydrate Anteil Eiweiß
18,67% 24,27% 57,60%

Für mich ist diese Kombination aus proteinreicher Speise mit dem Gewürzen Rosmarin und Kurkuma dann gesund, wenn ich merke, dass ich sehr niedergeschlagen bin und sich die Tendenz zur depressiven Verstimmung abzeichnet. Bei ohnehin bereits gesteigertem Antrieb kann ich das dagegen gar nicht gebrauchen.

Auf die hirnchemischen Hintergründe hatte ich bereits vor 14 Tagen hingewiesen: Das serotonerge System…

Ich hatte euch das Rezept versprochen. Viel Spaß damit!

Nochmal: Die antidepressive Wirkung hat nichts mit dem Chiccorée zu tun, diese steht und fällt mit Rosmarin oder Kurkuma und ausreichend proteinhaltiger Nahrung. Letzteres können Fisch oder Fleisch sein, aber ebensogut Hülsenfrüchte.


90-Tage-Challenge Tag 43

Von der Challenge hatte ich mir erlaubt, anderthalb Wochen Urlaub zu nehmen. Mit dem Ernährungstagebuch habe ich noch keine Lust, wieder zu starten. In der Woche in München ohne Waage und ohne Protokoll habe ich über 2kg abgenommen, war also unter 88kg gekommen. Mit der Challenge ging es gestern wieder los:

EVAL, Level 1
Bodyrocks:                26 34 32 36
Türziehen:                17 17 19 18
Prisoner Back Lunges:     12 13 14 14
Enge 3-Punkt-Liegestütze: 11 09 08 08

Die Werte sind allesamt besser trotzdem ich ausgesetzt hatte. Sicherlich hatte ich deshalb keine großen Einbußen, weil ich das Mobility-Workout fortgeführt hatte.

Da ich meine analoge Stoppuhr nicht gefunden habe, habe ich mein Streichelfon als Timer und als Stoppuhr genutzt. Und was soll ich sagen: Ich suche das olle Ding gar nicht mehr. Durch den Timer, der von sich aus ein Geräusch macht, wenn die Zeit um ist, spare ich es mir, auf die Uhr zu schielen und zu prüfen, wie ob die Zeit schon rum ist. Ich hätte mich schon sehr viel früher nach einem geeigneten Hilfsmittel umsehen sollen.

Was das Problem der mangelnden Konzentration beim Zählen angeht, habe ich herausgefunden, dass ich bei den Lunges zum Aufwärmen auch einfach anders zählen kann: 1.1, 1.2, 1.3, 1.4., 1.5 und dann die fünf Sekunden auf der anderen Seite 2.1, 2.2, … usw. – viel entspannter. 🙂

Aber warum denn einfach, wenn es auch kompliziert geht. 😉

Wenn ich nun brav bin und nicht zu viel Eis esse etc. brauche ich auch erstmal kein (Ernährungstage)Buch zu führen.

90-Tage-Challenge Tag 44

Vorgestern hatte ich noch Gelüste und schlich abends um den Süßigkeitenautomaten herum. Zum Glück war mein Mann bei mir und hat mich davon überzeugt, dass es keinen Sinn macht, nun irgendetwas anderes haben zu wollen, nachdem der Automat, der das enthält, für das ich mich entschieden hatte, mein Geld nicht akzeptiert. So ist mir die Technik doch irgendwie zu Hilfe gekommen.

Wie damals, als der Zigarettenautomat mein Geld nicht annahm und ich so das Rauchen aufhörte. Es ist eigentlich mit jeder Sucht dasselbe, egal ob Nikotin, Alkohol, Zucker, Tabletten, … : Man muss bereit sein zu einer Veränderung und willens, für seine Freiheit vorübergehend durch die Scheiße zu gehen.

Natürlich ist es beim Essen bedeutend schwieriger, weil man zum einen nicht gänzlich aufs Essen an sich verzichten kann und zum anderen das anteilige Verzichten auf bestimmte Zutaten wie zB Zucker oder zumindest das verminderte Zuführen mit einem riesigen Mehraufwand an Zeit und Kosten verbunden ist. Das Rauchen aufzugeben oder die Finger von Drogen zu lassen wird einem sehr viel einfacher gemacht.

OPUS, Level 1, Wiederholungen der 4. Runde 
 Skorpion   26
 Zombie     27
 3Punkt     12
 Fallschirm 57

Heute merkte ich schon deutlicher, dass ich früher an meine Grenzen komme als mir lieb wäre. Beim letzten OPUS hatte ich höhere Zahlen da stehen. Allerdings hatte ich auch heute früh zuerst Matratzensport und dabei habe ich wohl schon meine Glykogenspeicher geleert…


Noch eine Anekdote zu Chiccorée

Meine Mutter probiert leidenschaftlich gern neue Kochrezepte aus. Ich glaube, es macht ihr genauso wie mir Spaß, Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu befolgen. Eines eigentlich schönen Tages, zu Ehren des Besuchs der Schwiegereltern in unserem Hause, hatte sie ein ganz besonderes Rezept ausgesucht: Gedünsteter Chiccorée.

Das war sicherlich nicht das einzige auf dem Teller und wahrscheinlich einfach nur die einen Fisch begleitende raffinierte Beilage, aber da es meine erste Bekanntschaft mit diesem Gemüse war, hinterließ es einen bleibenden Eindruck.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie es ihr ergangen sein muss. Zwei Kinder im nervigen vorpubertären Alter, die Schwiegereltern im Haus, der Gourmet himself, ihr Göttergatte, mitten am Tag daheim und ein neues Rezept mit einer Zutat, die sie bis dahin noch nie verarbeitet hatte.

Nun schrieb das Leben folgende Geschichte: Der gute pflanzliche Lebensmittel kam halb roh, halb angebrannt auf die Teller, ohne von der nichts ahnenden Köchin seines höchst bitteren Strunks beraubt worden zu sein. Das war nicht weiter wild; auch ich gebe gern mein Bestes und wenn das nicht gut genug ist, versuche ich immer noch das Beste daraus zu machen.

Grausam wurde es erst, als wir alle wussten, wie scheußlich es schmeckte und wir Kinder dann trotzdem oder gerade deshalb mit vereinten Kräften vonseiten der Erwachsenen am Tisch zum Herunterwürgen dieses misslungenen Gerichts genötigt wurden.

Mein Bruder hat sich mit 50 Pfennig, die meine Oma ihm dafür anbot, bestechen lassen. Ich weigerte mich standhaft und verzichtete dafür auf alle folgenden Gänge einschließlich Nachtisch sowie auf Fernsehkonsum in der nächsten Zeit, aber ich nahm mir davon mit, dass meine Geschmacksnerven bei Tisch genauso wenig zu sagen hatten wie ich und diesbezügliche Signale meines Gehirns genauso ignoriert zu werden hatten wie mein Sättigungsgefühl.

An jedem anderen Tag hätte der feine Geschmack meines Vaters mich alleine schon aus seinem eigenen Interesse heraus vor solchen Eskapaden beschützt – aber gegen seine eigene Mutter konnte er sich wohl auch nicht zur Wehr setzen.

Ich glaube, dieses Erlebnis hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich später für die Kochlehre entschied. In deren Verlauf lernte ich u.a. wie man Chiccorée verarbeitet und wagte mich auch an eine Rohverkostung. Es war – ohne Strunk – nichtssagend gewöhnlich, vielleicht etwas nussiger als andere Salatsorten.

Weil aber alle Salate irgendwie immer ein bisschen „nach Wiese“ schmecken, bin ich immer noch kein Freund von Rohkost.

Obiges Rezept habt ihr nun einer Mutprobe zu verdanken, die ich mir in diesem Jahr selbst gestellt habe: Iss etwas Gesundes, was du früher nicht mochtest!

Auf Anregung von Mark Lauren hatte ich mir vorgenommen, eine Speise zu essen, die ich in meiner Kindheit gar nicht mochte. Tatsächlich schmeckte der Chiccorée nun hervorragend und erinnerte mich am ehesten an gedünstete dünn geschnittene Gurkenscheiben. Ich habe mir zwar ein halbes Jahr Zeit gelassen, bis ich diese Herausforderung angenommen habe, aber ich habe es nicht bereut.

 

Das serotonerge System und wie es durch Nahrung beeinflusst wird

Gerald Hüther erklärt u.a. die Hintergründe, warum mir das Schokoladefressen abends nach einem stressigen Tag bei innerer Unruhe zum Einschlafen geholfen hat.

Das Fasten, erklärt er weiter, wirkt wie ein Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

Die Wirkung ist, dass der Serotoninspiegel steigt und das Wohlgefühl zunimmt. Das ist der Hintergrund, warum ich mich phasenweise mit dem Abnehmen und intermittierendem Fasten sehr wohl fühle und warum auch Pro-Ana-Fans tun, was sie tun.

Ich faste nur vorübergehend – von der letzten Mahlzeit vor dem Schlafengehen bis ich am nächsten Tag Hunger bekomme oder mein Workout absolviert habe – und mit dem Ziel, Normalgewicht zu erreichen.


Im folgenden Video einer Ernährungsberaterin wird sehr schön erklärt, was der Körper benötigt, um Serotonin herzustellen:

  • Tryptophan (eine Aminosäure aus Proteinen)
  • Eisen
  • Folsäure
  • Magnesium
  • Vitamin B6

(Anfänglich sehr lange blabla, interessantes Schaubild bei 22:06.)
Fehlt das Licht, wird das Serotonin in Melatonin umgewandelt. Melatonin ist das, was müde macht.
Um Infekten vorzubeugen, kann man mehr Curcuma (in Curry oder direkt Kurkuma) oder Rosmarinsäure (zB in Rosmarin) zu sich nehmen.

Bei mir hat das auch einen stimmungssteigernden Effekt, wenn ich meine Garnelen damit würze. Mein Rezept gegen Depression ist für eine Veröffentlichung in 14 Tagen, am Freitag, den 13. Mai geplant.

Wenn man nun zwar genug Serotonin im Körper hat, sich aber nicht ausreichend bewegt, kommt es nicht im Gehirn an, weil es die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Deshalb wird auch immer wieder Sport oder alternative Bewegung gleich welcher Form (Spaziergang, Gartenarbeit, Tätigkeiten im Haushalt, …) gepredigt.

Dem Appell zu mehr Bewegung schließe ich mich inhaltlich an, will aber auch nicht die Sportmuffel unter meinen Lesern vergraulen, zu denen ich selbst über die Hälfte meines Lebens zählte. Ich habe mich nur meinem Gehirn zuliebe zu bewegen begonnen und nicht aus Spaß an der Freud‘.

Der Anfang war wirklich überaus hart und damit meine ich nicht den sanften Einstieg über Bewegungstherapie zweimal wöchentlich 30 Minuten bis hin zu 2 Std/Woche Badminton, gefolgt von Entspannungs- und Körperwahrnehmungen auf der Matte.

Übel war der Beginn auf dem Crosstrainer mit dreimal die Woche je 20 Minuten auf Herzfrequenz 120. Für kürzere Einheiten lohnte es sich nicht wirklich, sich überhaupt umzuziehen. Ich schaffte es jedoch kaum, das richtige Tempo zu finden, ständig schimpfte die Maschine „Herzfrequenz zu hoch – Geschwindigkeit verringern!“ oder es wurde unweigerlich der Widerstand immer mehr und immer mehr erhöht, weil ich einfach verzweifelt nach Luft japste und deshalb so langsam lief, dass der Puls schon wieder unter die geforderte Frequenz gefallen war. Nach vier Monaten wog fing es an, mir zu gefallen.

Heute sind natürlich 20 Minuten gar nichts, da bin ich nichtmal richtig warm – ja selbst ein Sprint nach dem Bus bringt mich nicht ins Schwitzen. Und die Herzfrequenz 120 laufe ich zur Entspannung, einfach weil ich mich so wohl fühle bei monotoner Bewegung: Es beruhigt und erdet mich.

Meine „Geistes“krankheit hat mich dazu gezwungen, meinen Körper dazu zu benutzen, mein Gehirn in seiner Regeneration zu unterstützen. Und auch um meine Affektlabilität in den Griff zu bekommen, habe ich mich angefangen, mit dem Thema Ernährung tiefer auseinanderzusetzen.


Hier geht es bei einem sehr ausführlichen Vortrag noch weiter in die Tiefe um Tryptophan und Co und man lernt, was man alles bei der Ernährung beachten kann hinsichtlich Depressionen.

Da habe ich erfahren, dass Fisch auch gut ist, um Depressionen vorzubeugen, ebenfalls Walnusskerne. Die sind zudem noch prima fürs Bindegewebe (Stichwort Hautüberschuss). Intuitiv hatte ich also schon sehr viel richtig gemacht, bevor ich das erfuhr. Ich mag das Zeug einfach seit meiner Kindheit.

In meinen Quark mache ich seitdem abends und an Regenerationstagen auch zum Frühstück Leinöl (Omega 3) oder Olivenöl (Omega 3 und antientzündlich).


90-Tage-Challenge Tag 39

Donnerstag. Tag 1 ohne Schokolade/Süßkram. Guter Tag.

Eine gemeinsame Reflexion mit Bingedine auf ihr SOS hin hat mir sehr dabei geholfen, zum Abnehmen-Wollen zurückzufinden. Noch bin ich nicht dazu gekommen, die verlinkte Seite auch mit Leben zu füllen.

(Es fühlt sich für mich – wie auch schon neulich bei der Seite über Ernährung – mehr nach einer Verpflichtung euch Lesern gegenüber an als dass ich das Gefühl hätte, mich darüber jetzt unbedingt mitteilen zu müssen. Da ich heute meinen freien Tag habe, werde ich das nachliefern, sobald es aus mir herauswill.)

Meine heutige Antwort auf das Warum: Dieser enorme Kalorienüberschuss in Form von vornehmlich Zucker versorgt das Gehirn schlichtweg mit einer Energie, die es offenbar dazu benötigt, damit ich wieder Antrieb bekomme. Das mit der depressiven Verstimmung verbundene Gefühl von Antriebsmangel hat sich jetzt wieder gelegt. Jedenfalls finde ich auch die Fresslust aus einem Gefühl der Energie-und Kraftlosigkeit heraus sehr plausibel.

Laut einer Studie gibt es einen Zusammenhang zwischen Depressionen und hohem Schokoladenkonsum. Die Kausalität konnte dort nicht geklärt werden. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich sagen, dass ich mich durch Schokoladenkonsum noch depressiver fühle – allerdings nicht aus Selbstvorwürfen heraus.

Neues Workout mit neuer Übung:

BURNER Anzahl Runden: 7

Neuer Rekord! Bei meinem ersten BURNER während des ersten Durchgangs der Challenge waren es nur 6 Runden.


90-Tage-Challenge Tag 40

Wow, da erkenne auch ich als Milchmädchen ohne Taschenrechner, dass das deutlich mehr als ein Drittel und schon fast die Hälfte von 90 Tagen sind.

Freitag. Tag 2 ohne Schokolade, aber mit sehr süß angemachtem Magerquark.

Neues Workout mit bekannten Übungen:

JOKER, Zeit: 12:17:79

Neuer Rekord! Mein erstes JOKER während des ersten Durchgangs der Challenge dauerte 16 Minuten und 09 Sekunden.

Ich habe mich nun zu einer Protokollpause entschieden. Dh ich setze mit dem Ernährungstagebuch und dem Kalorienzählen aus bis nach meiner Rückkehr aus München.


Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, woher depressive Symptome kommen können und die auch mit der Ernährung im Zusammenhang steht:

(Der letzte Teil mit der blonden Dame ist nicht zu empfehlen, aber den Erfahrungsbericht der ersten Frau fand ich sehr beeindruckend.)

Auf der anderen Seite sind Zink und Eisen Gegenspieler und auch ein Zinkmangel kann Depressionen auslösen (Runow).  Zinkmangel-Test
Ein Zuviel von Fruktose (aus Obst, aber auch Fertiggerichte) kann ebenfalls Depressionen zur Folge haben (Runow).

Ein Mangel von Vitamin B12 kann zu Halluzinationen führen (Quelle).
Mit Schizophrenie in Verbindung steht die Zöliakie, weil bei manchen Menschen das Gluten die Symptome auslösen kann. (Runow)

Bei mir hatte ich eine Histapenie vermutet und einfach mal ausprobiert, ob mir eine zusätzliche Zufuhr von Zink helfen könnte und ich fühle mich damit einfach besser. Als nächsten Schritt will ich von den Nahrungsergänzungsmitteln weg und diese Nährstoffe in den Lebensmitteln direkt finden.

Bei der nächsten Gelegenheit werde ich mal sachte ausprobieren, ob ich mich mit Obst von der Tendenz zur Manie zurück zur Mitte bewegen kann. Zucker wie er in Schokolade und anderen Süßigkeiten enthalten ist, hat bei mir einen antriebssteigernden Effekt (dh das beschleunigt die Gedanken, auch wenn ich mich in eine Grübel-Karussell befinde). In der Kombination mit Fett kommt es jedoch zu dem von Gerald Hüther beschriebenen „Betthupferl-Effekt“ – dieser wird der Grund für meine Fressanfälle bei depressiver Verstimmung sein. Eine aus dem Ruder gelaufene Selbstheilungsstrategie.

Aus meinem Ernährungstagebuch

Ein Regenerationstag bei mir ist wohl so etwas ähnliches wie ein Cheat Day. Ein Tag, an dem ganz bewusst mein Wohlbefinden im Vordergrund steht und das Gewicht ganz von allein verschwinden darf.

Mein Frühstück am Samstag für sich betrachtet kommt von den Werten her schlecht weg:

25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
59,81% 33,28% 7,60%

Aber wenn das nur ein Tag in der Woche ist mit rd. 900 kcal Frühstück und die anderen sechs Tage je nur rd. 300kcal bringen zB mit dem Bananenquark,

25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
7,40% 56,28% 36,17%

dann brauche ich keinen Taschenrechner, um zu wissen, dass das im Durchschnitt sehr viel weniger Kalorien sind, als wenn ich mir unter der Woche ein 900kcal-Frühstück reinpfeife und am Wochenende mit Schokocroissant plus Nutellabrötchen noch eins draufzusetzen.

Unter der Woche gibt es den Magerquark nicht wie verlinkt in der Luxusvariante für den Sonntag, sondern direkt nach dem Workout ohne Fett und mit 15g braunem Zucker anstatt Vanillinzucker. Obst dazu und fertig. Mit einer Portion Weintrauben (zb 90g = 64kcal) bin ich damit unter 250kcal für die erste Mahlzeit des Tages, die mich idR für drei bis vier Stunden satt macht.

Beim Magerquark mit Weintrauben sehen die Werte schon ganz anders aus:

25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
3,82% 45,08% 50,69%

Also mal die Durchschnittswerte für eine fiktive Woche mit MO-FR Magerquark mit Trauben, SA das opulente Schlemmermahl und SO Bananenquark:

Was kcal Fett Kohlehydrate Eiweiß Gramm/ml
Wochendurchschnitt Frühstück 348 9,051 36,580 28,378 332,857

Kuhl, oder? Und die Werte in Prozent:

25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
23,93% 43,10% 33,43%

Wenn Dir jetzt beim Lesen bereits der Kopf qualmt, ist das Kalorienzählen mithilfe einer solchen Tabelle, wie ich sie als Ernährungstagebuch pflege, nicht die richtige Methode für Dich.


Berechnung des Grundumsatzes

Falls Du Lust bekommen hast, es damit zu versuchen: Ich berechne meinen Kalorienverbrauch mithilfe der Harris-Benedict-Formel:

Grundumsatz bei Männern:
Grundumsatz [kcal/24 h] = 66,47 + (13,7 × Körpergewicht [kg]) + (5 × Körpergröße [cm]) − (6,8 × Alter [Jahre])
Grundumsatz bei Frauen:
Grundumsatz [kcal/24 h] = 655,1 + (9,6 × Körpergewicht [kg]) + (1,8 × Körpergröße [cm]) − (4,7 × Alter [Jahre])

Diese Werte habe ich stets im Blick:

Harris-Benedict-Formel
Gewicht 89,4
Größe 175
Alter 36
Grundumsatz (s. o.g. Formel) 1921
Leistungsumsatz (= Verbrauch lt. Anzeige am Crosstrainer oder lt. Verbrauchsrechner – Grundumsatz pro Stunde)
Verdauungsumsatz (= (Grundumsatz + Leistungsumsatz) x 1.07) 135
Kalorienverbrauch (= Grundumsatz + Leistungsumsatz + Verdauungsumsatz) 2056
Grundumsatz pro Stunde (= Grundumsatz /24) 80
1g Fett = 9,2kcal 55,8682472826
1g Kohlehydrate = 4,1kcal 167,1505284553
1g Eiweiß = 4,1kcal 125,3628963415
Kalorienzufuhr (= Summe kcal/Tag) 853
Kaloriendefizit (= Kalorienverbrauch – Kalorienzufuhr) -1.203

Damit solltest Du in der Lage sein, Dir Deine eigene Tabelle zu basteln.

Wenn Du zu faul dazu bist oder keine Zeit dazu hast, kannst Du auch meine Vorlage runterladen: Ernährungstagebuch


90-Tage-Challenge Tag 36

Montag. Keine Schokolade.  Das macht es noch nicht zu einem guten Tag, aber das ist ein Anfang. Kakao im Quark.

HAMMER, Wiederholungen des jeweils letzten Satzes
 
Skorpion   25
Kreuzheben 17
Fallschirm 53
Lunges     18

Quälend langsam darauf zugeschlichen und in Zeitlupe durchgeführt, aber ich habe es gemacht. Wenn ich hier nicht bloggen würde, hätte der Schweinehund möglicherweise schon wieder gewonnen. Hat er aber nicht.


90-Tage-Challenge Tag 37

Dienstag. Irgendwie habe ich die Kurve gekriegt. Sei es durch das Singen gestern, das Schreiben, die Putensteaks mit Kurkuma und Rosmarin, den Zuspruch durch Freunde oder die weniger ausgedehnte Nachtruhe.

ANVIL, Wiederholungen des jeweils letzten Satzes
Hüftheben  11
PBLunges   18
Türziehen  25
Kreuzheben 18

Neues Workout mit bekannten Übungen. Die Koordination mit der Atmung gegen die Schwerkraft war kein Problem, als sei es nie Thema gewesen. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, das richtige Tempo zu haben und weder unter- noch überfordert zu sein.


Die allermeisten wirklich erfolgreichen Fitness-Sportler trainieren allein. Denn jeder, der nicht mindestens so motiviert ist wie du, ist ein Hindernis für dich. Klar kann die Gruppe oder die Begleitung pushen. Sie kann aber auch dazu verleiten, sich hinter ihr zu verstecken.

(Mark Lauren)

Auch wenn ich das schonmal zitiert habe, aber es beeindruckt mich nach wie vor. Mark schreibt weiterhin von Michael Jordan, der von vielen als der beste Basketballer aller Zeiten angesehen wird. Für Jordan selbst stellt es sich so dar, dass er in seiner Karriere 300 Spiele verloren hat und mehr als 9000 Würfe nicht getroffen hat – 26 davon hätten den Sieg am Ende eines Spiels bedeutet. Aber er hat einfach immer weitergemacht, trotz Niederlage und Fehlschlägen.

Vielleicht erklärt sich durch dieses Ding mit der Wahrnehmung – Selbstwahrnehmung vs. Wahrnehmung von außen – , dass ich oft rückgemeldet bekomme, was für ein toller Typ und wie diszipliniert ich doch wäre, obwohl ich mich manchmal so beschissen, alles andere als herausragend und eher wabbelig wie Pudding fühle.

In solchen Momenten kann ich das dann gar nicht glauben und denke, man will mich nur aufmuntern und stellt mich toller dar als ich bin. Wenn ich mir nun vorstelle, in einer Depression oder depressiven Verstimmung fühlt man sich krankheitsbedingt kleiner als man ist, dann passt das insgesamt ins Bild und bildet das Pendant zur Manie, in der man sich für toller hält als man ist. Die Wahrheit muss irgendwo dazwischen liegen im Raum von „normal“.

Vielleicht hatte Jordan auch so Tage, an denen er am liebsten im Bett liegen geblieben wäre. Und wahrscheinlich ist er auch an denen trotzdem zum Training gegangen. Dann hat er vielleicht keine Bestleistung erbracht, aber er hat sich zumindest nicht gedrückt. Ihm kann ich das zugestehen, aber wenn es um mich selbst geht, dann habe ich mich bereits gedrückt, wenn ich nur zwanzig Minuten zu spät zum Singen komme. Ver-rückt.

Frühstück am Samstag: Walnusskerne und Brötchen mit Schokoschmier

Was kcal Fett Kohlehydrate Eiweiß Gramm/ml
853 55,446 69,232 15,816 176,000
Brötchen (vom Bäcker) 141 0,504 29,008 5,040 56,000
Its my Life (Brinkers) 199 13,068 17,496 2,412 36,000
Chocolate Symphony No. 2 (Brinkers) 292 20,574 20,898 3,564 54,000
Walnusskerne (Nüsse selbst geknackt) 221 21,300 1,830 4,800 30,000
25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
59,81% 33,28% 7,60%

90-Tage-Challenge Tag 32

Donnerstag. Jetzt muss ich mal beichten. Auch wenn ich hier tolle Magerquark-Rezepte poste, hatte ich trotzdem gestern einen Mega-Fressanfall mit 2809kcal binnen zwei Stunden. Insgesamt kam ich so an dem Tag auf 4660kcal, was mir ein Plus von 2153kcal beschert. Ein so fettes Plus habe ich bisher nie verzeichnet, aber vermutlich liegt das daran, dass ich immer vorher schon das Aufzeichnen abgebrochen hatte.

Ursachenforschung? Die ganze letzte Woche habe ich mein Kreuz bei „gereizte Stimmung“ gesetzt. Irgendwas wurmt mich. Auch wenn ich Momente finde, in denen ich ausgeglichen bin, so ganz im Reinen mit mir bin ich zur Zeit nicht. Heute konnte ich nach langer Zeit wieder ausschlafen, die letzten Wochen schlafe ich überwiegend kurz, kürzer als mir lieb ist.

Eine meiner Vermutungen ist ein Zusammenhang mit dem am Anfang des 12-Wochen-Intervalls recht hohem Testosteronspiegel, weshalb ich auf Testogel wechseln will, um damit eine Tagesamplitude zu bekommen.

Mein Lieblingsworkout habe ich sehr genossen:

RUCKUS Anzahl Runden: 9

Meine Konzentration war tipptopp. Einmal habe ich mich verzählt beim Kreuzheben.

Die Lunges sind kein Problem, gerader Rücken, Arme in den Nacken gelegt und ganz bewusst das Gewicht auf der Ferse, Schritt nach hinten, kurz mit dem Knie den Boden berührt und wieder hoch.

Bei allen Übungen habe ich nur für die Liegestütze gelebt, um diese sechsmal nacheinander ohne die Zwischenpause absolvieren zu können. Mit ganz bewusstem Einatmen beim Runtergehen und Ausatmen beim Hochstemmen ist mir dies bis auf die letzte Runde auch gelungen. Bei den ersten beiden Runden bin ich mir nicht mehr ganz sicher, das ging irgendwie viel zu schnell. Bei der achten Runde hing das Kreuz einmal durch, daraufhin ging ich noch langsamer runter, so dass ich von den Armen her kaum die Wende schaffte, mich wieder hochzustemmen. Aber der Rücken war gerade.

Beim Kreuzheben wackelte ich ein paarmal etwas – das Kreuzheben ist eine härtere Prüfung auf Ausgeglichenheit als der Baum aus dem Yoga. Volle Konzentration auf den rechten Fuß, der mit sattem Kontakt auf dem Boden ruht und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf das linke Bein, das gerade ausgestreckt nach oben in die Waagerechte geht, während die Arme beim Ausatmen zum Boden heruntersinken und die Fingerspitzen dann die (rechte) Fußspitze berühren. Zweimal habe ich fast das Gleichgewicht verloren.

Das Türziehen wie von Anfang an ein Selbstgänger, eher zu hastig absolviert als dass die Haltung nicht korrekt wäre. Um die Klinke gelegtes Handtuch greifen, den Unterkörper mit rechtem Winkel in den Knien als Gewicht nutzend durch Armstreckung nach unten bewegen, Hochziehen, Schultern zusammen.

Und dann den Strich auf der Liste machen und wieder von vorne.


90-Tage-Challenge Tag 33

Freitag. Akute Fettlogiken: „Ich will jetzt nicht unhöflich sein und kann doch nicht als einziger Sekt und Kuchen ablehnen“ und  „Jetzt ist es ja eh egal“. Bilanz: Geschätzte 1000kcal alleine deshalb, weil ich der Einladung gestern abend spontan gefolgt bin.

Wieder ein Plus anstelle eines Defizits, wenn auch bei weitem nicht so drastisch wie am Vortag. Vom 16.03. – 15.04. habe ich ein Gesamtdefizit von 21166kcal erwirtschaftet im Schnitt über 700kcal/Tag. Und jetzt allein in den beiden letzten Tagen ein Plus, das mehr als zehn Prozent des Defizits eines ganzen Monats aufwiegt. Das ist nicht mehr wett zu machen. Muss mir erstmal egal sein, sonst mache ich mich nur unnötig fertig und dann wird es noch schlimmer.

Seit dem beknackten Proteinriegel habe ich Schwierigkeiten und muss mich ständig wieder zusammenreißen und manchmal gelingt mir das eben nicht. Jetzt ist vorbei mit easy am Süßigkeitenregal vorbeischlendern. Auch Umsteigen wird gefährlich, wegen der Süßigkeitenautomaten am Bahnhof.

TYRANT, Zeit: 17:23:25

Beim Aufwärmen habe ich total getrödelt und war mit den Gedanken sonstwo. Beim Workout bin ich wieder viel zu schnell reingegangen. Die Atmung hat mich tierisch durcheinandergebracht. Bei den ersten Kniebeugen habe ich versehentlich die Atemzüge gezählt anstatt der Kniebeugen. Beim Kreuzheben habe ich bis zur letzten Runde mehrmals das Gleichgewicht verloren.

Wenn ich das so lese, lässt es sich zusammenfassen mit: Alles doof, alles scheiße. Also mal gleich den Haken bei „Depression“ setzen.^^

Also weg mit der Aufmerksamkeit davon, wie viel ich esse und wieder dahin, was ich essen möchte und was nicht. Jetzt nach dem Workout Proteine und Kohlenhydrate, sprich Magerquark und Obst. Später als warme Mahlzeit die Pute. Dazu hole ich mir noch frisches Gemüse. Heute abend darf es auch wieder etwas mit Fett sein, z. B. die Walnusskerne. Bis dahin hatte mein Körper Gelegenheit, die beanspruchten Muskeln ungestört zu flicken.

Nochmal der Blick auf den Sport: Was bin ich froh, dass „Sport“ kein Reizwort mehr für mich ist. Geil, dass ich das Workout auch an Tag 33 der Challenge immer noch mit Freude und bis auf einzelne  Ausnahmen konsequent vor dem Frühstück mache. An den letzten Regenerationstagen habe ich das Laufen auf dem Crosstrainer so sehr vermisst, dass ich einfach gelaufen bin und habe es sehr genossen. In den ersten Wochen und Monaten, als das Gerät neu war, war es jedes Mal ein Kampf und kostete mich einiges an Überwindung.

Das heutige Workout war mir ein Ritual und ich habe es gerne absolviert.

Das Hüftheben ist mir nicht jedes Mal leicht gefallen, aber es hat mit dem Einatmen beim Absenken und Ausatmen beim Hochstemmen zunehmend besser geklappt.

Die Kniebeugen waren mir eine Freude und es erstaunt mich immer noch, dass sie mir so leicht fallen, da mir vor einem halben Jahr stets davor gruselte.

Bei den Bodyrocks habe ich sehr deutlich gespürt, wie der Muskel, der das Durchhängen des Beckens bei den Liegestützen vermeiden soll, arbeiten musste und manchmal etwas krampfte. Dagegen halfen mir leichte Dehnübungen sehr.

Das Kreuzheben konnte ich von Runde zu Runde sauberer durchführen.


Gestern habe ich übrigens einen Zettel geschenkt bekommen mit folgendem Spruch:

Ich höre meinen Gedanken aufmerksam zu und weiß, dass sie in jeder Sekunde meine Zukunft erschaffen.

Ich war sofort an depressive Denkmuster erinnert und dachte: Wie wahr.

Magerquark mit Weintrauben

Was kcal Fett Kohlehydrate Eiweiß Gramm/ml
246 1,020 27,040 30,400 355,000
Magerquark 170 0,750 10,000 29,500 250,000
Zucker 12 0,000 3,000 0,000 15,000
Weintrauben, weiss 64 0,270 14,040 0,900 90,000
25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
3,82% 45,08% 50,69%

90-Tage-Challenge Tag 29

Montag. Heute war ich beim Klamottenladen meines Vertrauens und versuchte mich mit der nächstkleineren Konfektionsgröße. Keine Chance. Die Hose, die ich zur Zeit trage, schlägt oben bereits Falten, während sie am Oberschenkel genau richtig sitzt und an den Waden viel zu eng ist. Die Tendenz zeichnete sich bereits vor zwei Wochen ab, aber ich bekam sie geschenkt – gekauft hätte ich die so nicht.

Danach besuchte ich ein Geschäft für Sportbekleidung. Größe M war viel zu weit und auch S ist etwas weit ausgefallen. XS führen sie nicht. Halten die Schweden ihre Zielgruppe innerhalb der Deutschen für dermaßen fett oder sind sie selbst so large? Vor allem obenrum ist zu viel Material, ähnlich wie bei der oben beschriebenen Jeans.

Ich habe die Klamotten trotzdem gekauft; alleine der Eitelkeit wegen, Sportkleidung in Größe S tragen zu können, die nicht so eng sitzt wie Funktionskleidung eigentlich sollte, sondern eben locker. Vielleicht ist ja auch das das bahnbrechende Konzept, was die neue Kette zu gewaltigen Umsätzen führen wird. Warten wir’s ab.

Von Proteinriegeln kann ich übrigens abraten: Heute habe ich einen probiert in einem Fachgeschäft für Sportler-Ernährung und bekam danach großen Durst und Heißhunger auf Süßigkeiten/Schokolade. Ich führe das auf die Zutaten zurück, die so benannt sind, dass es mir – abgesehen von den fettgedruckten Allergnen – überhaupt nichts sagt, aus welchem Tier oder welcher Pflanze es stammen könnte:

Protein Blend (Milk Protein Isolate, Whey Protein Isolate (Milk)),

Soluble Gluco Fibre,

Almonds,

Water,

Chocolate Flavour Cookies (10%) (Protein Blend (Whey Protein Isolate (Milk), Milk Protein Isolate)),

Dextrin Cocoa,

Cocoa Butter,

Flavouring,

Emulsifier (Sunflower Lecithin),

Coconut Oil,

Thickener (Xanthan Gum),

Raising Agent (Baking Soda), Sea Salt, Sweetener (Sucralose)),

White Chocolate Flower Chunks (5%) (Cocoa Butter, Milk Protein Isolate, Bulking Agent (Erythritol), Flavourings, Sea Salt, Sweeteners (Sucralose, Steviol Glycosides)),

Flavourings,

Bulking Agent (Erythritol),

Palm Oil,

Sea salt,

Colour (Calcium Carbonate),

Sweeteners (Sucralose, Steviol Gycosides)

Also, dieser war bis auf Weiteres mein letzter Proteinriegel. Und das nicht wegen des hohen Fettgehalts und 210kcal bei null Sättigung. Mir ist einfach nicht geheuer, was das Zeug in meinem Hirn anstellt.

Zum Sport:

EVAL, Level 1
Bodyrocks:                33 35 35 28
Türziehen:                15 15 16 16
Prisoner Back Lunges:     12 14 14 12
Enge 3-Punkt-Liegestütze: 09 09 06 06

Man sieht sehr schön, wie viel ausgeglichener ich heute bin im Vergleich zu den letzten Tagen. Es hat sich ausgezahlt, mich in der letzten Zeit zurückzuziehen.

Beim Türziehen merkte ich, wie sich die Atmung beschleunigte und atmete langsamer, um mir meine Kräfte einzuteilen und nicht zu schnell zu sein. Bei den Lunges ging mir dann schon ziemlich die Pumpe und ich bekam zusätzliches Herzklopfen beim Gedanken daran, was passieren würde, wenn ich nun das Levelup schaffen sollte.

Dann holte mich bei den Liegestützen die Realität wieder ein. Leider schaffte ich es nur kurz, die Liegestütze ohne die Zwischenpause auf der Matte zu machen – aber immerhin einige Male. Dabei find ich dann auch an zu schwitzen.

Die beiden letzten Sätze konnte ich nicht gescheit zählen (möglicherweise waren es auch 8 Wiederholungen), weil mir aufgefallen war, dass ich falsch atme und ich mich bemühte, dies zu korrigieren. Dabei atmete ich ganz richtig: Beim Hochdrücken aus und beim Absenken ein.

Faustregel: Bei der Anstrengung ausatmen und nach der Anstrengung einatmen. Bei den Kniebeugen ist es andersrum, da atme ich aus, wenn ich mit der Schwerkraft nach unten in die Hocke gehe und während ich mich gegen die Schwerkraft wieder hochdrücke atme ich ein. (Irgendwo hatte ich gelesen, beim Arbeiten gegen die Schwerkraft müsse man ausatmen. Diese Formulierung ist aber irreführend.)

 


90-Tage-Challenge Tag 30

Dienstag. Gestern abend habe ich mir einen Sonntagsquark genehmigt. Der Zucker und das Fett hat mich recht bald müde gemacht, so dass ich gut einschlafen konnte.

Kaloriendefizit hatte ich die beiden letzten Tage so gut wie keins (Montag 23, Dienstag -11).

Ab heute greife ich wieder an, da ich nun gut ausgeruht bin.

OPUS, Level 1, Wiederholungen der 4. Runde 
 Skorpion   29
 Zombie     25
 3Punkt     14
 Fallschirm 59

Alle Zahlen besser als beim letzten OPUS.  Meine Konzentration ist um Längen besser als in der letzten Zeit. Ich konnte alle Zeiten gut einhalten. Durch die kurzen Pausen (nur 15 Sek) kam ich recht bald ins Schwitzen und bekam (wahrscheinlich) einen roten Kopf.

Wieder hat mich die Atmung beschäftigt. Es fiel mir schwer, bei den Liegestütze beim Hochdrücken auszuatmen, aber als ich es mir ganz bewusst vornahm und darauf achtete, ging es dann.

Ohne Zwischenpause klappen die Liegestütze nur wenige Wiederholungen und manchmal hängt sogar das Becken durch. Daher habe ich in den Pausen einen Rundrücken gemacht, um das auszugleichen.

Die anderen Übungen fallen mir alle vergleichsweise leicht.

Neuer Wochenplan

Um mir mehr Zeit für die Arbeit an den Seiten zu verschaffen, plane ich nur noch einen Beitrag pro Tag zu bloggen:

Montag Ich stelle meine Vorbilder vor
Dienstag Rezept / Kalorienzählen + 90-Tage-Challenge
Mittwoch Thema offen
Donnerstag trans*
Freitag Rezept + 90-Tage-Challenge
Samstag Genesung
Sonntag Rückblick

Bei der 90-Tage-Challenge fasse ich je zwei Workouts zusammen.

90-Tage-Challenge Tag 26

Kein Vorgeplänkel heute. Warum hier die Schriftart im Editor plötzlich anders ist, weiß ich nicht. Es irritiert mich gerade maßlos. Das ganze Format ist dahin, aber das kann mich gerade mal.

 

HAMMER, Wiederholungen des jeweils letzten Satzes
 
Skorpion   24
Kreuzheben 16
Fallschirm 50
Lunges     16

Ich habe dreimal die Pause überzogen und einmal war ich so in der Bewegung versunken, dass ich die Belastungszeit überzogen habe. Zähle ich mit, ist es einfacher, den Fokus auf der Bewegung zu halten. Zähle ich nicht, driften die Gedanken weg und ich bleibe einfach liegen. In beiden Fällen verliere ich die Struktur und ich kann diesen verdammten Beobachter, der alles protokollieren will, nicht abschalten. Auch nicht bei den Sätzen, in denen ich nicht zählen muss. Da öffnet sich dann der Raum für die Verarbeitung: Das, was gestern war, kommt jetzt hoch.

Wahrscheinlich wäre es heute besser, wenn ich einfach auf dem Crosstrainer laufe und die Gedanken schweifen und die Gefühle brodeln lasse. Das plane ich mir für heute nachmittag ein. Sonst bin ich nicht fit genug, um den Chat zu moderieren. Dazu muss ich „leer“ genug sein, um aufnehmen zu können. Momentan ist mein Faß so 98% voll würde ich schätzen.

/edit:

Bei der letzten Übung war mir etwas schwindelig. Warum? Keine Ahnung.

/edit.


Off Topic – Geschwurbel:

Mir gehts im Moment gerade nicht gut, weil sehr vieles von gestern abend hochgekommen ist und sich mischt mit alten Gefühlen. Schön: Ich merke es. Ich kann darauf reagieren.

Ich will hier weniger rumschwurbeln. Ich will diese Gedanken beiseite schieben und in anderen, eigenen Beiträgen zur Sprache bringen. Es gelingt mir wieder nicht, das Skalpell hier anzusetzen und trennscharf zu sein. Ich schaffe es auch rein zeitlich nicht, alles ausführlich und gut ausformuliert darzustellen. Dann bin ich schon längst wieder weiter.

Da ist diese Scheissangst, mit Normalgewicht doch wieder für eine Frau gehalten zu werden. Ich weiß, dass das nicht rational ist. Trotzdem ist sie wieder aufgeflammt, nachdem ich sie auf eine Sorge hatte reduzieren zu können.

Ich will nicht wieder durch das Tal der Tränen. Es reicht.

Heute hat mich beim Aufwärmen ein Anruf gestört. Technisch war das möglich, weil die Klingelsperre zur Zeit nur von 22 bis 8 Uhr an ist. Das Gespräch war für 13 – 14 Uhr vereinbart. Sowas regt mich auf, maßlos. Ich war nicht vorbereitet.

Auch gestern war ich nicht darauf vorbereitet, dass das so wichtige von mir für das Psychoseseminar vorgeschlagene Thema Hochsensibilität gleich am zweiten Termin drankommt, weil es die Liste mit den Themen an ebendiesem zweiten Termin im Semester erst gibt. Ich hatte mir vorgenommen, das Protokoll zu führen, falls sich kein Student dazu bereiterklärt. Weil mir das Thema so wichtig ist. Dadurch hatte ich nun enorme Schwierigkeiten, mich selbst einzubringen. In der zweiten Hälfte habe ich es trotzdem versucht, was auf Kosten der Qualität des Protokolls ging. Besser ein schlechtes Protokoll als gar keins, dachte ich. Viel schlimmer aber finde ich, dass nun das Gespräch einen so ungünstigen Verlauf genommen hat, dass es auf Erstteilnehmer so wirkte, als sei hochsensibel und psychotisch zu sein gleichzusetzen. Das ist fatal – genau das Gegenteil von dem, was ich hatte erreichen wollen, schlimmer noch: Ein Imageschaden für die HSP- und nun fühle ich mich schuldig, das Thema überhaupt eingebracht zu haben und habe offensichtlich die Prioritäten falsch gesetzt. Wichtiger als ein Protokoll eines Gesprächs ist doch das Gespräch selbst und dieses habe ich nicht ausreichend aktiv mitgestaltet.

Damit fühle ich mich jetzt wieder sehr, sehr begrenzt und auch behindert durch mein Sosein. Wenn ich das jetzt hier so schreibe, macht das vielleicht den Eindruck, Hochsensibilität sei eine Behinderung – nein, das ist nicht der Fall. aber auf die Imagepflege kann ich jetzt im Augenblick keine Rücksicht nehmen. Ich muss gerade mal wieder an mich selbst denken und mich ausgleichen.

Jetzt bin ich wütend und traurig. Ich verstehe nicht, warum ich mich angegriffen und in meiner Identität bedroht fühle, nur weil jemand anders meine Wahrnehmung, mein Erleben und mein SoSein nicht nachvollziehen kann. Meine Geschlechtsidentität ist mit „männlich“ nur grob eingeordnet, treffender beschrieben wäre sie mit „Hotte“. Aber das mute ich nicht Fremden zu, auf den ersten Blick zu erfassen. Das kann ich selbst bei anderen ja auch nicht. Ich bin darauf angewiesen, dass man mir mitteilt, wie ich mich einer Person gegenüber verhalten sollte, damit diese sich mit mir wohl fühlt. Gedanken lesen kann ich nur, wenn man sie mir aufschreibt. Wo Worte für den Selbstausdruck fehlen, kann ich aus meinem Wortschatz heraus vielleicht Vorschläge machen – aber das sind natürlich nur Anregungen und keine Zwangsjacken.

Ich habe mir vorgenommen, mir meine Sicht auf die Welt und meine hart erarbeitete Selbstsicherheit und die Zufriedenheit mit mir selbst nicht nehmen zu lassen von Menschen, die sich lieber unwohl fühlen wollen als am Leben teilzunehmen. Ich mache doch nicht jahrelang Therapie, damit ich mir dann erklären lasse, dass ich so „normal“ und in die Gesellschaft integriert wie ich jetzt bin ein chauvinistisches Arschloch bin. Gesagt hat das so niemand – aber so fühlte es sich für mich an.

Und wenn ich die Wahl habe ein Chauvi-Arsch zu sein oder ein leidender Gutmensch, dann bin ich lieber ein Arschloch.

Guten Tag.

 

Noch was:

Nicht-binäre Identitäten habe ich für mich als Schublade einrichten müssen, um diese Unordnung derer aushalten zu können, die sich nicht als „Mann“ oder „Frau“ verorten wollen oder können. Ich werde sonst ver-rückt und ich habe großes Interesse, meinen gesunden Menschenverstand zu behalten und nicht schon wieder zu verlieren. Es ist normal (i.S. von sowohl häufig als auch gesund), auch Menschen in Schubladen einzuordnen. Ich darf das. So!

90-Tage-Challenge Tag 24

Muskelkater hatte ich zuletzt vom Brust-Beinschlag beim Schwimmen, als ich am Sonntag beim Schwimmtraining mit Norbert von Startschuss mit einem willigen Opfer, das sich von mir abschleppen ließ, trainiert habe. Wir haben da auf der Anfängerbahn jegliche Freiheiten, was ich sehr schätze. Eine knappe halbe Bahn habe ich geschafft, dann musste ich abbrechen, um nicht selbst abzusaufen. Erst Anfang Mai habe ich wieder Zeit, an dem Kurs  bei der DLRG teilzunehmen. Bis dahin nutze ich die Sonntage, um gezielt Muskeln aufzubauen.

TYRANT, Zeit: 18:23:19

Kuhl! Ich habe es geschafft, langsamer zu sein als an Tag 10!

In der zweiten Runde habe ich mich bewusst gebremst und ansonsten versucht, aus dem Gefühl heraus zu meinem Tempo zu finden. Das hat ganz gut geklappt.

Seit ich herausgefunden habe, dass ich Einatmer bin, achte ich besonders auf die Ausatmung. Mich zu be-lasten ist mir nie sehr schwer gefallen, aber mit dem Ent-lasten hapert es nach wie vor. Siehe mein Problem mit Pausen – ich brauche keinen Arschtritt, um Aufgaben zu erledigen, aber eine Erinnerung an die Pausen und den Feierabend.

Beim Einatmen arbeitet man gegen die Schwerkraft, dh bei den Kniebeugen atme ich aus, wenn es runtergeht und das Hochstemmen beim Einatmen geschieht von alleine. Ein Ausatmer kann vermutlich leichter in die Hocke gehen und hat eher Schwierigkeiten, wieder hochzukommen. Werde mal einen fragen…

Mehr zu den Atemtypen, was ich im Zusammenhang mit der Arbeit an meiner Stimme recherchiert hatte. Es gibt ja keinen Grund, die Koordination zwischen Atem und Bewegung alleine aufs Sprechen oder Singen zu beschränken – im Sport ist das auch sehr gefragt. Ich erinnere mich dunkel, sogar meine Sportlehrerin davon sprechen gehört zu haben.