Das Bild zeigt mich mit Konfektionsgröße 48 in einer Hose der Größe 66, in deren eines Hosenbein ich reinpasse.

Abnehmen

Gewichtsreduktion oder -aufbau ist eigentlich ganz einfach, wenn man sich einmal dazu entschlossen hat. Das Schwierige ist der Weg dahin.

Vieles scheint wichtiger, als tatsächlich die eigenen alltäglichen Gewohnheiten zu hinterfragen. Und natürlich gibt es ja auch jede Menge gute Gründe, die dagegen sprechen, etwas zu ändern.

Für mich haben sich zwei Methoden bewährt: Kalorien zählen und intuitives Essen, jeweils unterstützt durch Bewegung.

Wenn ich Kalorien zählen sage, dann meine ich damit, tatsächlich akribisch alles abzuwiegen und zu protokollieren. Das hat mir sehr viel Kenntnis über die Inhalte der Nahrungsmittel verschafft. So habe ich durch die Lektüre des Kleingedruckten auf der Verpackung beispielsweise erfahren, dass der leckere Fruchtjoghurt, den ich für so gesund hielt, neben sehr viel Zucker und Fett in erster Linie Aroma und künstliche Zusatzstoffe enthält und leider so gut wie keine der erhofften Vitamine. Aus den geplanten 14 Tagen Buchführung ist ein Dreivierteljahr geworden und irgendwann hatte ich es dann satt.

Also habe ich bewusst pausiert und es mit dem intuitiven Essen versucht, während ich das Gewicht über ein halbes Jahr gehalten habe. In dieser Zeit habe ich gelernt, Hunger von Appetit zu unterscheiden und auf mein Sättigungsgefühl zu achten. Wenn ich tatsächlich nur dann esse, wenn ich wirklich Hunger habe, und aufhöre, sobald ich satt bin, mache ich zwangsläufig ein Minus in der Kalorienbilanz. Um dies im Alltag umzusetzen ist jedoch ein hohes Maß an Ignoranz gegenüber den allgegenwärtigen Nahrungsmittelangeboten sowie eine gute Körperwahrnehmung notwendig.

Es gibt bereits etliche Angebote für Menschen, die gerne abnehmen möchten und es aus eigener Kraft nicht schaffen. Ich denke, der Markt ist bereits breit genug aufgestellt, so dass jeder ein Modell für eine Ernährungsweise finden wird, die ihm am ehesten zusagt, und auch schnell Gleichgesinnte findet, um diese leichter beizubehalten.

Bewegung ist ein sehr wichtiger Faktor für das Wohlbefinden. Seit ich nicht mehr so viel zu schleppen habe, bewege ich mich wieder sehr gerne. Meine bevorzugten Sportarten sind das Laufen auf meinem Crosstrainer, Tanzen, Schwimmen und Wandern. Sehr guten Erfolge habe ich auch mit Eigengewichtsübungen nach Mark Lauren erzielen können. Innerhalb von 90 Tagen habe ich zwar – obschon ich die Ernährung eher habe schleifen lassen – das Gewicht „nur“ gehalten, aber durch 30 Minuten Workout an drei bis vier Tagen die Woche nachher zwei Konfektionsgrößen kleiner gehabt. Wer also zunehmen möchte, dem sei dieses Programm ebenfalls ans Herz gelegt.